Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Ärztekammer für Impfpflicht

25.11.2019

In Deutschland hat der Bundestag erst vor wenigen Tagen eine verpflichtende Impfung gegen Masern beschlossen. Sie gilt für alle Kinder vom Hort bis zur öffentlichen Schule. Eine entsprechende Impfpflicht, sogar noch weiter gefasst, kann sich auch die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) vorstellen – Sanktionen bei Nichtbefolgung inklusive. Mit Letztstand 13. November wurden in Österreich im laufenden Jahr laut Sozialministerium 146 Fälle von Masern gemeldet, betroffen seien alle Bundesländer gewesen, hieß es. Im Vorjahr waren es 77 Fälle. Die hochansteckende Virusinfektion ist meldepflichtig. In den EU- bzw. EWR-Ländern seien es 12.790 Infektionen und 35 Todesfälle gewesen. Laut dem „Kurzbericht Masern“ des Ministeriums ist das Ziel eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent, einen Schutz bietet erst eine zweimalige Impfung.


Roboter stellt Diagnose ohne Arzt

25.11.2019

Diabetes schädigt bei immerhin 75 Prozent der Betroffenen die Netzhaut, dies kann bis zur Erblindung führen. Veränderungen werden anfänglich nicht bemerkt, sind da aber am besten behandelbar. Ab sofort ist es möglich, mit einem automatischen, digitalen Netzhautscreening und ohne Hilfe von Augenärzten eine diabetische Netzhauterkrankung zu erkennen. „Der Roboter macht den Befund ganz alleine“, sagte Ursula Schmidt-Erfurth, Leiterin der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der Medizinischen Universität Wien und des AKH Wien. Im Einsatz ist die Roboter-Kamera bereits im AKH Wien, in der Rudolfstiftung und im Kaiser-Franz-Josef-Spital. Die Kosten der Kamera: 20.000 Euro.


Weg frei für die Strukturreform

22.11.2019

Für den Start der NÖ-Landesgesundheitsagentur, die ab 1. Jänner alle Landeskliniken sowie Pflegeheime vereinen soll, wurden nun die erforderlichen Gesetze beschlossen. Derzeit sind die 27 Standorte der Landeskliniken noch in einer Holding organisiert. Die insgesamt 48 Pflege- und Betreuungszentren sowie zwei Pflege- und Förderzentren werden vom Amt der Landesregierung verwaltet. Künftig werden alle 77 Standorte in der Landesgesundheitsagentur vereint sein. Das bedeutet, dass ab 1. Jänner etwa 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 13.600 Spitals- und Pflegebetten in Niederösterreich gemeinsam verwaltet werden. Anders in Wien, wo der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) mit 1. Jänner 2020 in eine Anstalt öffentlichen Rechts samt eigener Personal- und Budgethoheit umgewandelt werden sollte. Diese groß angelegte Reform verzögert sich nun allerdings, bestätigte der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. Es gebe noch ein paar offene Fragen, es werde aber "emsig daran gearbeitet". Der Prozess sei schon "sehr, sehr weit" gediehen, hieß es: "Präzision geht vor Geschwindigkeit".


Statistik Austria: Spitalsentlassungsstatistik

21.11.2019

Im Jahr 2018 wurden in österreichischen Krankenanstalten 2.702.221 stationäre Spitalsaufenthalte registriert. Laut Statistik Austria entfiel der größte Teil davon auf den Bereich der Akutversorgung (94% der Entlassungen), 154.493 Fälle (5,7%) waren stationäre Aufenthalte in den 79 Rehabilitationseinrichtungen. Angefügt sind Tabellen über Rehabilitationsaufenthalte.


Umfrage: Menschen für die Pflegeausbildungen gewinnen

20.11.2019

Bitte machen Sie mit bei der kurzen anonymen Umfrage der Arbeiterkammer: Wie können wir Pflegeausbildungen attraktiver machen? Welche Ausbildungswege soll es geben? Welche Bedingungen finden Sie gut und hilfreich? Die Umfrage endet am 12. Jänner 2020. Die Ergebnisse werden wir veröffentlichen.


Erfolgreiche 11. Wiener Fortbildungstage

18.11.2019

Bei den kürzlich zu Ende gegangenen Wiener Fortbildungstagen „Zeit für (mutige) Veränderungen“ waren über 240 TeilnehmerInnen aus allen Bundesländern Österreichs, aus Deutschland, Südtirol und Ungarn angemeldet. Hochkarätige Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland befassten sich mit den Themenschwerpunkten Patientensicherheit, Personal und künstliche Intelligenz. Beendet wurde der Kongress mit einem "come together" und dem Wunsch, bei den 12. Wiener Fortbildungstagen wieder dabei zu sein.


Erschreckend: Neue Schätzung zur Krankheitslast durch Krankenhaus-Infektionen

18.11.2019

Das Robert Koch-Institut hat zusammen mit Partnern aus Berlin und Stockholm eine aktuelle Schätzung zur Krankheitslast durch im Krankenhaus erworbene (nosokomiale) Infektionen vorgelegt. „Damit können wir die Auswirkungen nosokomialer Infektionen auf die Gesundheit der Bevölkerung genauer abbilden und verlässlichere evidenzbasierte Grundlagen für Maßnahmen bereitstellen“, betont Lothar H. Wieler, Präsident des RKI. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten und dem Nationalen Referenzzentrum für die Surveillance nosokomialer Infektionen an der Charité Universitätsmedizin Berlin. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Eurosurveillance (46/2019) erschienen. Die in der neuen Studie geschätzte Zahl der nosokomialen Infektionen in Deutschland liegt bei 400.000 bis 600.000 pro Jahr und damit im Bereich vorheriger Hochrechnungen. Die Zahl der Todesfälle kann durch die weiterentwickelte Methodik verlässlicher erfasst werden und liegt in Deutschland jetzt bei 10.000 bis 20.000/Jahr. In Österreich kommt es laut Berechnungen der Österreichischen Gesellschaft für Krankenhaushygiene jedes Jahr bei 95.000 Patientinnen und Patienten während eines Aufenthalts im Krankenhaus zu einer Infektion mit Bakterien. Diese sind oft nicht mehr angemessen zu behandeln, da die Erreger in zunehmendem Maß eine Antibiotikaresistenz aufweisen. Die Folge: Bis zu 5.000 Menschen sterben in Österreich jährlich an sogenannten nosokomialen Infektionen.


Oberösterreich präsentiert Gesundheitsplan 2025

18.11.2019

Der einstimmig von der OÖ-Landeszielsteuerungskommission beschlossene „Regionale Strukturplan Gesundheit 2025“ sieht vor, die Zahl der Betten und Ambulanzplätze bis 2025 um 49 auf insgesamt 7.925 zu erhöhen. Dabei sei die Zusammenarbeit zwischen den Spitalsstandorten und allen weiteren Partnern in der Versorgung einer der Schlüssel des Erfolges. Wegfallen sollen Plätze in der Chirurgie und in der Geburtshilfe, aufstocken will man in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der Akut-Geriatrie.


Austrian Patient Safety Award 2019

18.11.2019

Im Rahmen der wissenschaftlichen Tagung der Plattform Patientensicherheit fand am 14.11.2019 die feierliche Preisübergabe des Austrian Patient Safety Awards 2019 statt. Sechs Projekte in vier Kategorien wurden prämiert. „Mit dem Austrian Patient Safety Award werden Projekte ausgezeichnet, die mit Ihren innovativen Lösungsansätzen zur Erhöhung der Patientensicherheit und der Qualität in Gesundheitseinrichtungen maßgeblich beitragen. Mit dieser Auszeichnung will die Plattform Patientensicherheit diese Leistungen einer breiten Öffentlichkeit präsentieren und so für das Thema Patientensicherheit sensibilisieren. Auf die diesjährigen Preisträgerprojekte kann ganz Österreich stolz sein, weil sie höchste Ansprüche in Praxisnähe und Wissenschaftlichkeit erfüllen“, erklärt Brigitte Ettl, ärztliche Direktorin im Krankenhaus Hietzing und Präsidentin der Österreichischen Plattform Patientensicherheit.


LKF-Modell 2020

12.11.2019

Die Unterlagen zur LKF und die unentgeltlich angebotenen Software-Produkte zur Erfassung bzw. Prüfung von Leistungs- und Diagnosedaten (im MBDS-Format) stehen in elektronischer Form zum Herunterladen zur Verfügung. Weiters werden auch die LKF-Rundschreiben und andere nützliche Informationen in dieser Form angeboten. In den LKF-Unterlagen wird wiederholt auf Strukturqualitätskriterien im Österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG) hingewiesen, die bei der Erbringung zahlreicher medizinischer Leistungen einzuhalten sind.


Werbekampagne gestartet: Pflegekräfte gesucht

9.11.2019

Personalmangel breitet sich in Österreichs Spitälern aus. Der demographische Wandel verändert die Gesellschaft. Auf der einen Seite stehen die Chancen eines längeren Lebens. Auf der anderen Seite benötigen immer mehr Menschen Unterstützung und Begleitung im Alltag. Mit dem Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben droht Österreich bald ein akuter Pflegenotstand. In den österreichischen Krankenanstalten waren Ende 2017 insgesamt 60.224 Personen im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege tätig. Laut einer aktuellen Studie des Ö-Wirtschaftsforschungsinstituts wird es bald akuten Mangel geben. Bis 2030 würden gut 24.000 zusätzliche Stellen benötigt, heißt es. Salzburg startet nun eine Werbekampagne für den Pflegeberuf.


Ärztekammer: imh-Studie weiterer Beleg für Wiener Spitalskrise

9.11.2019

Die Ärztekammer übt weiter Kritik an der Situation in Wiens Gemeindespitälern: „Personalengpass ist Hauptgrund der Probleme“ und beruft sich auf eine Studie der imh GmbH. Die imh-Studie erhebt das Vertrauen der Mitarbeiter in ihr eigenes Krankenhaus und beschreibt die größten Herausforderungen an das Krankenhaus der Zukunft. Die Ergebnisse waren gemäß imh, dass die ambulante Versorgung in Österreich „lückenhaft“ sei und Nachsorgeeinrichtungen „fehlen“ würden. Außerdem sei Österreich als Ganzes für den demografischen Wandel „nicht gerüstet“. „Diese Ergebnisse zeigen abermals, wovor Ärztinnen und Ärzte seit jeher warnen: Es gibt zu wenig Personal und es wird noch schlimmer werden, wenn die Babyboomer-Generation das Pensionsalter erreicht“, heißt es in einer Aussendung der Wiener Ärztekammer. Bei der kürzlich stattgefundenen Landeshauptleutekonferenz forderte man einstimmig mehr Studienplätze und Medizinstudenten sollten demnach erst dann ein Stipendium bekommen, wenn sie sich verpflichten, als ausgebildeter Arzt in Bedarfsregionen zu gehen.


Gesundheitshotline 1450 startet bundesweit

4.11.2019

Unter der Nummer 1450 bekommt man rund um die Uhr Auskunft in medizinischen Fragen. Die Gesundheitshotline soll eine erste Orientierung bieten, wie mit einem medizinischen Problem umgegangen werden kann, denn nicht alles muss gleich in einer Spitalsambulanz abgeklärt werden. Die Gesundheitshotline 1450 ist nun österreichweit erreichbar. Seit mehr als zwei Jahren gibt es sie bereits in Wien, Niederösterreich und Vorarlberg. Die Erfahrungen sind positiv.


World Hospitals and Health Services

11.2019

The Official Journal of the International Hospital Federation.


LKH Graz: Bundesfinanzierung gesichert

4.11.2019

Nach den sogenannten Investitions-Paketen „LKH 2000“ und „LKH 2020“ soll das dritte Paket das LKH Graz bis 2027 auf den neuesten Stand bringen. Hier will man in neue Technik für Computertomographie, Magnetresonanz oder Nuklearmedizin investieren. Außerdem sollen Forschung und Lehre gefördert werden, heißt es vom Land Steiermark. Der Bundes-Zuschuss bei der Finanzierung des dritten Bau-Pakets für das LKH Graz ist fix: Etwa ein Drittel der veranschlagten rund 112 Millionen Euro kommt vom Bund. Besonders profitieren sollen die Bereiche Radiologie und Chirurgie.


NÖ-Landesgesundheitsagentur auf Schiene

29.10.2019

Fast 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Krankenhäusern sowie Pflege- und Förderzentren des Landes werden in Zukunft von der Landesgesundheitsagentur verwaltet. Damit diese ab Jänner aufgebaut werden kann, wurde die Vorlage für das Gesundheitsreformgesetz einstimmig beschlossen. Im November soll das Gesetz dann den Landtag passieren. Mit der neuen Agentur sollen die ärztliche Versorgung und der Bereich der Pflege besser aufeinander abgestimmt und Doppelgleisigkeiten beseitigt werden.


Eisenerzer Simulationsspital geht in Betrieb

28.10.2019

Das Krankenhaus Eisenerz erwacht aus seinem Dornröschenschlaf – und wird am Freitag offiziell wiedereröffnet: Es werden aber keine Patienten behandelt, sondern es dient künftig als Ausbildungs- und Simulationskrankenhaus. Etwa ein Jahr stand das LKH Eisenerz leer. Seit August wurde es revitalisiert, und jetzt öffnen die Ambulanz und eine Beobachtungsstation des Übungskrankenhauses ihre Pforten.


„Wie werden die Umkleidezeiten in Zukunft geregelt?“

28.10.2019

Das fragen sich derzeit mehr als 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der tirol kliniken. Noch immer laufen die Verhandlungen mit dem Betriebsrat, der sich eine pragmatische Lösung wünscht. Seitens der tirol kliniken will man die laufenden Verhandlungen derzeit nicht kommentieren, rechnet jedoch mit Mehrkosten für die zu verrechnenden Umkleidezeiten von vier bis zehn Millionen Euro pro Jahr.


Kassen vor der Fusion, aber die Reform muss warten

28.10.2019

Im Dezember des Vorjahres ist die Kassenfusion unter der damaligen Regierung beschlossen worden. Das sogenannte Sozialversicherungs-Organisationsgesetz führt zu einer Reduktion der Sozialversicherungsträger von 21 auf 5 mit Beginn 2020. Die neun Gebietskrankenkassen (GKK) und die Betriebskrankenkassen werden zur Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) zusammengeführt. Die Sozialversicherungen und die Sozialpartner warnten vor Verschlechterungen bei der Gesundheitsversorgung. Danach gingen 14 Anträge auf Gesetzesprüfung beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) ein. Der Verfassungsgerichtshof wird frühestens Ende November über die Kassenreform entscheiden. Für den Start wird es eng.


Datenschutzrechtliche Besonderheiten für Belegärzte

21.10.2019

Die meisten Krankenhäuser haben mittlerweile verstanden, dass die Gesundheit der Patienten zwar stets die erste Priorität ist, der Datenschutz jedoch auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Dies dürfte den Verantwortlichen spätestens klar geworden sein, als die Datenschutzaufsichtsbehörden einem portugiesischen und einem holländischen Krankenhaus Strafen von 400.000 € bzw. 460.000 € auferlegt haben, u.a. weil zu viele Personen Zugriff auf die elektronischen Patientenakten hatten. Die Verantwortung liegt beim Krankenhaus.