Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Wie es mit der Pandemie-Kontrolle jetzt weitergeht

6.5.2020

Infektionszahlen überschaubar halten: Das hat für die Gesundheitsbehörden nach Ende des Lockdowns weiterhin höchste Priorität. In Zukunft geht es darum, mit PCR-Tests neue Hotspots von Corona-Infektionen zu identifizieren und Kranken- und Pflegepersonal zu screenen – Kapazität gibt es. Die Zwischenbilanz ist ein Erfolg: Von 8,5 Millionen Einwohnern in Österreich sind derzeit weniger als ein Prozent mit Sars-CoV-2 infiziert. 24 Neuerkrankungen bei 4.700 durchgeführten PCR-Tests waren es zuletzt. "Wir wissen auch, wie und wo sie passieren", sagt Clemens Martin Auer, Sonderbeauftragter im österreichischen Bundesministerium für Gesundheit, zum STANDARD. Und so soll es weitergehen: Verdachtsfälle identifizieren, isolieren, testen und dann Infektionsketten nachvollziehen.


Effektive Reproduktionszahl als neuer Maßstab für Lockerungen

5.5.2020

Es liegen jetzt für Österreich exakte Zahlen vor, die ein Gradmesser für künftige Lockerungen sein werden. Die effektive Reproduktionszahl und ihre Werte könnten als Referenz für die Verfolgung der Situation rund um SARS-CoV-2 bzw. Covid-19 in Österreich nach Auslaufen der sogenannten Ausgangsbeschränkungen dienen. Die AGES- und TU Graz-Epidemiologen haben nun Ergebnisse vorgelegt, die für den Zeitraum nach Ostern - als es in Österreich die ersten kleineren Lockerungen gab - erhoben. Die Epidemologen gehen dahingehend für den Zeitraum 16. bis 28. April von einer effektiven Reproduktionszahl von SARS-CoV-2 in Österreich von 0,67 aus. Die Labordiagnosen nahmen in diesem Zeitraum täglich um 4,2 Prozent ab.


"Heinsberg-Studie für die Katz" ?

5.5.2020

Alle reden jetzt über die Ergebnisse der Heinsberg-Studie. Bei einer virtuellen Pressekonferenz stellten Bonner Virologen ihre Arbeit vor. "Bahnbrechend ist sie nicht" so Kritiker und der "Bonner Virologe Hendrik Streeck und sein Team hätten ungeeignete Antikörpertests verwendet, die Berechnungen zur Immunität seien irreführend", heißt es unter anderem bei doccheck.com ...


Steirische Spitäler öffnen am 4. Mai

30.4.2020

Die steirischen Krankenanstalten (KAGes) fahren am 4. Mai die Versorgung wieder hoch. Geöffnet werden die steirischen Spitäler nur für diejenigen die eine Zuweisung vom niedergelassenen Arzt oder einen Termin haben. Mehr als 10.000 Behandlungen, Eingriffe, Untersuchungen oder Operationen mussten allein zwischen Mitte März und Mitte April abgesagt werden. In den meisten medizinischen Fächern wurden im Vergleichszeitraum großteils noch mehrere hundert Behandlungen weniger durchgeführt als 2019.


Leicht verständliche Broschüre für Patienten

29.4.2020

Die tirol kliniken haben als erste Krankenanstalt Österreichs ein Info-Heft für Menschen mit Lern- und Leseschwierigkeiten entwickelt. In kurzen, leicht verständlichen Sätzen sollen jene informiert werden, die sich stationär im Spital befinden. Die Broschüre haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der tirol kliniken gemeinsam mit von Lern- und Leseschwierigkeiten betroffenen Patienten erarbeitet. Der Inhalt beschreibt etwa den Tagesablauf oder ganz Grundsätzliches einen Spitalsaufenthalt betreffend.


Lieferengpässe: Exportverbot bereits für fast 100 Medikamente

28.4.2020

Das laufende Monitoring und das seit 1. April geltende und für die Industrie verpflichtenden „Vertriebseinschränkungsregister“ zeigt Wirkung: aktuell sind 380 Produkte mit Lieferverzögerungen und Ausfällen gemeldet. Knapp 100 davon wurden mit einem Exportverbot belegt, zeigt sich auf der entsprechenden Website der AGES.


Was uns die Epidemie-Zahlen sagen

27.4.2020

Die beginnende zweite Phase der Epidemie ist heikel. Einige Virologen betrachten die Rücknahme der Maßnahmen mit Skepsis, gleichzeitig steigt der Druck auf Regierende, genau das zu tun, da der soziale und wirtschaftliche Schaden mit jedem weiteren Tag eines Lockdowns wächst. Auf dem Dashboard des Gesundheitsministeriums werden verschiedene Daten aus dem Epidemiologischen Meldesystem publiziert: die Zahl der jemals Erkrankten, der aktuell Erkrankten, der Genesenen und etwa der Hospitalisierten, teilweise nach Bundesländern aufgeschlüsselt. Darüber hinaus hat die Regierung immer wieder die Reproduktionszahl als Messgröße ins Spiel gebracht. Doch was sind nun, in der zweiten Phase, die maßgeblichen Zahlen, auf die es zu achten gilt?


Kritik an Gerichtsurteil zu Gewalt im Spital

24.4.2020

Österreichweit sorgt ein Gerichtsurteil für Empörung beim Klinikpersonal: Das Bezirksgericht Innere Stadt in Wien verbietet mit aktuellem Gerichtsbeschluss den Schutz des Personals durch Sicherheitskräfte. Nachdem im vorliegenden Fall durch das Eingreifen des Sicherheitsdienstes die Gesundheit der Patientin, von Angehörigen und des Personals geschützt werden konnten, wächst das Unverständnis und die Kritik. Die Personalvertretung im Wiener Krankenanstaltenverbund, widerspricht Einschätzungen des Gerichts und fordert eine dringende Überarbeitung der gesetzlichen Richtlinien: „Wir brauchen den Rückhalt des Gesetzgebers für die Sicherheit von PatientInnen und Personal.


ARGE Daten: Rotkreuz-App „nicht praxistauglich“ ?

15.4.2020

Die „Stopp Corona“-App des Roten Kreuzes ist für die ARGE Daten „nicht praxistauglich“ heißt es in einem ORF-Beitrag. „Von Exitstrategie keine Spur, eine ungeeignete Smartphone-App wird als Lösung aller Probleme verkauft“, lautet das Attest der ARGE Daten, die daher empfiehlt: „Finger weg von der App, vernünftige Distanz halten, regelmäßig Hände waschen!“


Schrittweise Lockerung: Warnen vor der „zweiten Welle“

9.4.2020

Am Montag hat die Regierung ihre Pläne zur schrittweisen Lockerung der Coronavirus-Maßnahmen vorgestellt. Als eines der ersten Länder Europas wird Österreich sich von den ganz strengen Maßnahmen Stück für Stück verabschieden. Doch nicht nur die Regierung selbst machte bereits deutlich: Die Aufgabe könnte herausfordernder werden als in den vergangenen Wochen. Die Gefahr einer „zweiten Welle“ ist noch nicht gebannt.


Coronavirus: Steiermark baut mobiles Ärzteservice aus

9.4.2020

Das Land Steiermark baut das mobile Ärzteservice für CoV-Patienten in Kooperation mit Rotem Kreuz und Gesundheitskasse aus. Ab dem 20. April werden auch Menschen der Region Leibnitz und im Ennstal aufgesucht – Buchungen sind ab sofort möglich.


Malariamedikament kommt in Österreich zum Einsatz

7.4.2020

Um Covid-19 zu behandeln, setzen viele Ärzte und Ärztinnen auf das Malariamittel Hydroxychloroquin und deren verwandte Substanz Chloroquin. Diese werden in klinischen Studien für die Behandlung von Covid-19 untersucht. Bis Ende Mai will Novartis laut einer Aussendung 130 Millionen Dosen weltweit spenden. Das Pharmaunternehmen stellt heimischen Krankenhäusern nun davon eine „namhafte Menge“ gratis zur Verfügung.


Antikörpertest kommt nach Österreich

1.4.2020

Ein Bluttest, der Antikörper gegen das neue Coronavirus nachweisen kann, soll nun nach Österreich kommen. Wiener Forscherinnen und Forscher wollen noch diese Woche mit den Arbeiten dazu beginnen. Den Bluttest hat vor Kurzem ein Team um den an der Icahn School of Medicine in New York (USA) tätigen Österreicher Florian Krammer auf dem Preprint-Server „medRxiv“ beschrieben. Die Forscher und Forscherinnen haben das Verfahren auch mit dem Ziel offengelegt, dass es von anderen Laboratorien aufgegriffen werden kann.


Der „Coronavirus-Staat“ Hygiene, Moral und die Staatsmacht

1.4.2020

Dass sich auch Hygienemaßnahmen des Staates wie ein Ausnahmezustand anfühlen, ist neu für unsere Gesellschaft. „Dürfen Virologen und Experten das Sagen haben?“, fragt dementsprechend beunruhigt der aktuelle „Spiegel“ in seinem Aufmacher und setzt fort: „Unwirklich kann es einem aber auch vorkommen, wenn eine gesunde Wirtschaft ruiniert wird, um die Idealvorstellungen von Virologen und anderen Medizinern ins Werk zu setzen.“ Die Wurzeln dieser Form von Biopolitik liegen bereits im 18. Jahrhundert, als die Verbindung zwischen der Gesundheit der Bevölkerung und dem Funktionieren von Ökonomie erkannt wurden. Waren Monarchen früher Instanzen, die über den Tod der Untertanen entscheiden konnten, soll der Staat gerade seit 1945 mit allen Mitteln das Leben der Einzelnen garantieren können. Mit klaren Folgen, wie man in der Gegenwart sieht.


Big Data & Corona: Diskussion über Freigabe von ELGA-Daten

1.4.2020

Der Sprecher der Patientenanwälte, Gerald Bachinger, fordert die wissenschaftliche Auswertung der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) zur Bekämpfung des Corona-Virus. Wie der Patientenanwalt in einem Interview sagte, könnte so geprüft werden, ob bestimmte Medikamente gegen Covid-19 schützen.


Info COVID-19

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Amerikas Bürger fürchten ihr Gesundheitssystem mehr als das Virus

30.3.2020

Das US-Gesundheitssystem wird in der Coronakrise zum Risiko. New York/San Francisco/Washington: Nach ihrer Behandlung wegen des Coronavirus waren für Danni Askini zwei Dinge klar: Sie war noch einmal mit dem Leben davongekommen, und sie ist voraussichtlich für den Rest ihres Lebens ruiniert. Die Gesamtsumme von 34.927,43 Dollar für Krankenhaus- und Arztrechnungen wird sie nie in ihrem Leben zusammenbringen können, erzählte sie dem Magazin „Time“ (Quelle: Handelsblatt).


Schnelltest in den USA zugelassen: Nachweis in wenigen Minuten

28.3.2020

In den USA ist ein Schnelltest zugelassen worden, der innerhalb weniger Minuten eine Infizierung mit dem neuartigen Coronavirus nachweisen soll. Der Test stelle innerhalb von fünf Minuten fest, ob eine Probe mit SARS-CoV-2 infiziert sei, ein gesichertes negatives Ergebnis dauere 13 Minuten, gab Hersteller Abbott gestern bekannt. Die Testkits würden von einem mobilen Labor ausgewertet, das nur etwa so groß sei wie ein Toaster, und könne damit auch außerhalb von Krankenhäusern eingesetzt werden, teilte der US-Pharmakonzern mit.


Pharmariesen suchen gemeinsam Impfstoff

26.3.2020

Eine Gruppe von Gesundheitsunternehmen will gemeinsam die Entwicklung, Herstellung und Bereitstellung von Impfstoffen, Diagnostika und Behandlungen für das Coronavirus beschleunigen. In einem ersten Schritt haben die 15 Unternehmen vereinbart, ihre firmeneigenen Bibliotheken von Molekülverbindungen, die bereits über ein gewisses Maß an Sicherheits- und Aktivitätsdaten verfügen, zur Verfügung zu stellen, teilte Novartis heute mit. Diese sollen vom Covid-19-„Therapeutics Accelerator“, der von der Gates Foundation, Wellcome und Mastercard ins Leben gerufen wurde, getestet werden. Erfolgreiche Treffer sollen dann binnen zwei Monaten in In-vivo-Versuche einfließen. Zu der Gruppe gehören außer Novartis unter anderem Boehringer Ingelheim, BioMerieux, Eisai, Eli Lilly, Gilead, GlaxoSmithKline, Johnson&Johnson, Merck, Merck KGaA, Pfizer Sanofi.


Island als Vorreiter: Erste Erkenntnisse aus CoV-Testoffensive

25.3.2020

Island geht im Kampf gegen die Coronavirus-Krise einen eigenen Weg: Das 364.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählende Land setzt neben Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens vor allem auf großflächiges Testen. Dabei wesentlich: Getestet werden auch Personen ohne Symptome – Rückschlüsse auf die Gesamtbevölkerung werden dadurch möglich. Nach einiger Verzögerung sollen nun auch in Österreich die Testkapazitäten ausgeweitet werden. „Demnächst 15.000 Coronavirus-Tests pro Tag“ verspricht die Politik. Eine ausreichende Zahl an Tests sorgt für viel besseres Datenmaterial, das wiederum Grundlage für Prognosen und wichtige Entscheidungen ist, wie z.B. darüber, ob es zusätzliche Schutzmaßnahmen braucht. Beispiele wie Südkorea oder Taiwan zeigen, dass großflächige Testungen Leben retten können.