Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Großteil der Länder öffnet schrittweise

9.12.2021

Österreich wird in Sachen Coronavirus-Maßnahmen mit Sonntag wieder zum Fleckerlteppich. Am Samstag um Mitternacht endet der bundesweite Lockdown für Geimpfte und Genesene. Österreichweit gelten dann „Mindeststandards“ – im Großteil der Bundesländer bleiben aber darüber hinausgehende und in der Folge schrittweise auslaufende Maßnahmen in Kraft. Während im Burgenland, in Tirol und Vorarlberg ab Sonntag fast alles wieder geöffnet wird, sperren in Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark Gastronomie und Beherbergungsbetriebe erst am 17. Dezember, in Wien erst am 20. Dezember auf.


Erster Entwurf zur Impfpflicht liegt vor

9.12.2021

Der erste Gesetzesentwurf zur künftigen Impfpflicht liegt vor. Der Entwurf sieht eine Strafhöhe von 600 Euro alle drei Monate vor, Geld geht an Spitäler. Gestraft werden Ungeimpfte laut Entwurf ab Mitte März 2022. Die Impfpflicht soll ab Februar gelten. Das Ministerium will nächste Woche finale Fassung präsentieren.


Experten nur für „behutsame Öffnungsschritte“

6.12.2021

Die Experten der Corona-Kommission treten dafür ein, bei der in einer Woche geplanten Lockdown-Lockerung nur „behutsame“ Öffnungsschritte zu setzen. Grund für den Zugang ist die „noch sehr angespannte Lage auf den Intensivstationen“.


Zulage für Pflegepersonal

6.12.2021

Das Personal erhält eine Covid-19-Zulage für die schwierige Zeit der Pandemie. Respekt alleine reiche als Anerkennung für die geleistete Arbeit nicht mehr aus, daher gebe es nun die Tiroler Covid-19—Zulage für alle Pflegepersonen sowie alle Ärzte. Nachträglich ab Oktober soll es bis Ende April für Pflegekräfte auf Intensivstationen 400 Euro pro Monat, für Normalstationen und Pflegeheime 250 Euro pro Monat geben. In Tirol sind derzeit 300 Stellen im Pflegebereich nicht besetzt, Schätzungen zufolge werden bis 2030 rund 7.000 zusätzliche Pflegekräfte in Tirol benötigt.


Fake News und Droh-Mails: Spitäler wehren sich

6.12.2021

Seit Wochen wird in den Krankenhäusern unter Alarmstufe Rot gearbeitet, Mitarbeitern wird vor allem auf den Covid-Stationen Unmenschliches abverlangt. Krebspatienten, die auf eine Operation warten, müssen auf einen späteren OP-Termin vertröstet werden. Die Liste der Aufgaben und Herausforderungen durch die aktuelle Corona-Situation ließe sich noch fortsetzen. Damit nicht genug, müssen sich die Mitarbeiter nun noch mit ganz anderen Dingen herumschlagen, etwa mit Droh-Mails.


Gültigkeit der Impfzertifikate verkürzt

4.12.2021

Das Gesundheitsministerium hat die Gültigkeit der Impfzertifikate im Grünen Pass verkürzt, statt bisher 360 Tage auf 270 Tage. Davon ausgenommen sind Personen, die genesen und mindestens einmal geimpft sind. Für diese Gruppe ist das Impfzertifikat vorerst weiterhin 360 Tage lang gültig. Diese Regelung tritt mit 6. Dezember in Kraft. Für Janssen-Geimpfte gilt ab 03.01.2022: Es braucht eine 2. Dosis für einen gültigen Grünen Pass.


Lifebrain baut Gurgeltestlabor aus

4.12.2021

Laut einer Aussendung wird der Standort in der Klinik Penzing – also dem ehemaligen Otto-Wagner-Spital – deutlich erweitert. Derzeit werden zwei Objekte genutzt, nämlich der Pavillon 16 für die Logistik und der Pavillon 17. Dort befindet sich auf drei Stockwerken das Covid-Labor, das über 118 PCR-Analysegeräte und 144 Pipettierroboter verfügt. Nun kommen zwei weitere von Grund auf sanierte und zum Labor umgebaute Pavillons dazu. Damit wird die tägliche maximale Testkapazität bis Anfang 2022 auf rund 750.000 PCR-Tests pro Tag erweitert. Parallel dazu wird der Personalstand laut Lifebrain um bis zu weitere 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf insgesamt mehr als 1.500 erhöht. Damit soll die Test-Effizienz in den Bundesländern verbessert werden.


Omikron, bisher keine Toten

3.12.2021

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bisher keine Todesfälle infolge einer Infektion mit der Coronavirus-Variante Omikron gemeldet worden. Das teilte WHO-Sprecher Christian Lindmeier in Genf mit. Die WHO sammelt die Daten über die Verbreitung der neuen Coronavirus-Variante und wertet sie aus. Er habe aber „noch keine Berichte über Todesfälle im Zusammenhang mit Omikron gesehen“, fügte Lindmeier hinzu. In einem Zeitungsinterview meint die Berner Virologin Emma Hodcroft, dass die Omikron-Variante des Coronavirus bereits um die Welt gereist ist, bevor sie entdeckt wurde. Erste Omikron-Fälle seien bereits im Oktober aufgetaucht


Impfpflicht im Februar: Gesetzesentwurf noch im Advent nötig

30.11.2021

Als die Regierung eine allgemeine Impfpflicht ab Februar ankündigte, wurden rasch Stimmen laut, die den "Impfzwang" kritisierten. Der Begriff ist allerdings fehl am Platz, denn körperlichen "Zwang" wird es definitiv nicht geben. Geplant sind vielmehr Verwaltungsstrafen. In der Woche ab 6. Dezember soll der Entwurf vorliegen, das soll eine „ordentliche Begutachtung von mindestens vier Wochen“ ermöglichen. Das Gesetz könne dann nach Beschluss von Nationalrat und Bundesrat mit Anfang Februar in Kraft treten, so das Gesundheitsministerium in einer Mitteilung. Zusätzlich sollen Experten schon vorab eingebunden werden.


Erster Verdachtsfall bestätigt

29.11.2021

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist auch in Europa angekommen. Diese jüngste Variante des Coronavirus (B.1.1.529) breitet sich weiter aus. Nun hat sie auch Österreich erreicht. Aus Tirol wurde am Samstagabend der erste Verdachtsfall hierzulande gemeldet. Zuvor wurden Infektionen mit der neuen Variante bereits in Deutschland, Italien und Großbritannien gemeldet. Der erste Fall in Europa wurde am Freitag in Belgien registriert. Nun gilt ein Einreiseverbot aus den zuerst betroffenen Regionen im Süden Afrikas. Eine südafrikanische Ärztin berichtet von ungewöhnlichen, aber milden Symptomen. Bislang gebe es in ihrem Land keine „schwerwiegenden“ Verläufe. Die Untersuchungen der Variante stünden allerdings noch sehr am Anfang.


Lockdown bis 11. Dezember verlängert

22.11.2021

Es gilt in ganz Österreich erneut ein flächendeckender Lockdown für alle, egal ob geimpft oder nicht. Der Handel muss – mit wenigen Ausnahmen – ebenso zusperren wie die Gastronomie. Die Details der Vorschriften wurden vom Gesundheitsminister per Verordnung geregelt und wenige Stunden vor Inkrafttreten des Lockdowns veröffentlicht. Der Lockdown soll nach bisherigen Angaben der Regierung mit 12. Dezember enden. Derzeit hören wir diese Versprechungen, aber "niemand kann sagen, ob die Corona-Zahlen in 20 Tagen wirklich auf einem Niveau sind, dass der Lockdown endet." Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut AGES bei 1.110,2 (22.11.2021). Salzburg bleibt mit einer Inzidenz von 1.731,7 an der Spitze, gefolgt von Oberösterreich mit 1.673,4, in beiden Bundesländern ist die Tendenz leicht rückläufig. Am niedrigsten ist die 7-Tage-Inzidenz weiterhin in Wien (665,2), dem Burgenland (772,9) und der Steiermark (775,2). In unserem Land verstarben bisher 12.114 Menschen an den Folgen des Coronavirus. Derzeit befinden sich 3.145 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 577 auf Intensivstationen.


Was in Spanien anders läuft

22.11.2021

Während in Österreich die Pandemielage täglich neue Eskalationsstufen erreicht und ein bundesweiter Lockdown anläuft, ist in Spanien davon keine Rede – das Land hat das Infektionsgeschehen sehr gut unter Kontrolle. Doch was sind die Gründe für die entspannte Lage? Verkürzt gesagt: Es gibt bemerkenswerte Unterschiede zu Österreich. Da wären etwa die üblichen Kennzahlen: während die 7-Tage-Inzidenz in Österreich bei über 1.000 liegt, liegt der Wert in Spanien nach aktuellem Stand bei etwa 66. Während sich also binnen sieben Tagen in Österreich je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner etwa 1.000 Menschen neu mit dem Coronavirus infizieren, sind es in Spanien nach aktuellem Stand ein paar Dutzend.


Personalmangel, Überforderung, Burnout: Berichte aus Spitälern und Pflegeheimen zeichnen ein besorgniserregendes Bild

17.11.2021

"Wenn Sie in der Nähe eines Spitals oder einer Pflegeeinrichtung wohnen, haben Sie es ja vielleicht mitbekommen: Vorigen Dienstag um fünf nach zwölf verließen in Wien, Graz, Innsbruck und anderen Städten Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte kurz die Krankenzimmer, um zu protestieren. „Unsere Akkus sind leer: Handelt endlich!“, stand auf einem Transparent, das vor dem Wiener AKH hochgehalten wurde, „Die Pflege ist ein Pflegefall“, mahnte ein anderes. Wegen Covid-19 sind die Intensivstationen voll, Operationen müssen wegen des akuten Personalmangels verschoben, Abteilungen geschlossen werden. Das Personal ist gezwungen, ständig Überstunden zu schieben. Auch in Pflegeheimen stehen Zimmer leer, weil zu wenige Mitarbeiter da sind, um sich um alte und pflegebedürftige Menschen zu kümmern. Und vom Applaus, der in den ersten Tagen der Pandemie aufbrandete, hört man so gar nichts mehr – ebensowenig wie vom politischen Versprechen einer gerechteren Bezahlung." (Quelle: Falter)


Impfpflicht: Werden Ungeimpfte bald von der Polizei zum Impfarzt gebracht?

16.11.2021

Die Wucht der vierten Welle beflügelt die Debatte um eine mögliche Impfpflicht in Deutschland. Unionsfraktionsvize Katja Leikert warnte davor, mit der Einführung einer Impfpflicht weiter zu warten. „Es wird sehr teuer für uns mehrheitlich Geimpfte, für das Gesundheitswesen, die Wirtschaft und vor allem für unsere Kinder“, so die Politikerin. Auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte: „Wir werden eine Impfpflicht brauchen für Einrichtungen, bei Pflegeheimen, bei Kindertagesstätten et cetera. Wir werden das auf den Weg bringen.“ Allerdings ist hier noch nichts entschieden.


Regierung zieht Notbremse: Lockdown für Ungeimpfte

15.11.2021

Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte sind als höchste Eskalationsstufe im Stufenplan der Bundesregierung vorgesehen. Diese tritt nun in Kraft. Damit gelten für Personen ab zwölf Jahren, die weder geimpft noch genesen sind, neue Ausgangsbeschränkungen, so Bundeskanzler Alexander Schallenberg. Der private Wohnbereich sei nur noch in Ausnahmefällen zu verlassen, im Handel gilt die 2-G-Regel. Der Lockdown für Ungeimpfte soll der „Verhinderung eines Zusammenbruchs der medizinischen Versorgung“ dienen, so unsere Regierung. Dieser Lockdown trifft laut Berechnungen der APA rund zwei Millionen Menschen in Österreich. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt bei 849,2 (Stand 14.11.2021). Salzburg liegt mit einer Inzidenz von 1.344,4 an der Spitze, gefolgt von Oberösterreich mit 1.314,8. Am niedrigsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Wien (477,7) und der Steiermark (666,6).


Deutschland erklärt Österreich zum Hochrisikogebiet

12.11.2021

Kurz vor Beginn der Wintersaison stuft Deutschland und Frankreich Österreich wieder als Hochrisikogebiet ein. Das heißt, nicht geimpfte und nicht genesene Personen müssen nach einem Aufenthalt in Österreich nach der Einreise in Deutschland in zehntägige Quarantäne. Ein Freitesten ist frühestens nach dem fünften Tag möglich. Österreich war erst im Juni von der Liste gestrichen worden. Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet ist automatisch auch eine Reisewarnung des deutschen Auswärtigen Amtes verbunden. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.


Keine ungeimpften Abgeordneten im Parlament

12.11.2021

Im Gegensatz zu Österreich dürfen in Lettland ungeimpfte Abgeordnete künftig nicht mehr an Parlamentssitzungen teilnehmen. Nach einem Beschluss der Volksvertretung Saeima in Riga müssen Mitglieder des Parlaments und von Stadt- und Gemeinderäten in dem EU-Land von 15. November an ein CoV-Zertifikat vorlegen. Das Zertifikat weist nach, dass die Person gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen ist. Die verabschiedete und bis zum 1. Juli 2022 gültige Regelung gilt für Präsenz- wie auch Digitalsitzungen. Sie sieht auch die Aussetzung von Diätenzahlungen an Abgeordnete vor, die nicht in der Lage sind, im Parlament zu arbeiten.


Impfpflicht für Gesundheitspersonal kommt

12.11.2021

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hat nach Beratungen mit den Bundesländern die Verhängung einer Impfpflicht für das Gesundheitspersonal angekündigt. Wie die Umsetzung konkret ausschauen soll und ab wann die Impfpflicht gilt, ist allerdings noch offen. Zuspruch für den Vorstoß kam von der Ärztekammer.


Maßnahmen kamen zu spät

12.11.2021

Die Entwicklung der Coronavirus-Infektionszahlen sei seit Mitte Oktober erkennbar gewesen. Generell sei für Statistiker Erich Neuwirth aber klar, dass man schon viel früher reagieren hätte müssen. „Wir haben seit Mitte Oktober eine exponentielle Entwicklung, und zwar mit einer ziemlich hohen Steigerungsrate von 50 bis 60 Prozent pro Woche. Also ab spätestens Mitte Oktober wäre es erkennbar gewesen, dass wir uns einer kritischen Situation nähern“, sagte der Statistiker. Damals hätte man reagieren und Maßnahmen setzen müssen. In drei Bundesländern – neben Oberösterreich auch in Niederösterreich und Tirol – gilt nun eine Maskenpflicht in Schulen für die Oberstufen. Auch das sieht Neuwirth als „etwas, was sehr schnell die Infektionsgefahr stark verringert. Und ich fände es auch gut, wenn man das nicht nur in diesen drei Bundesländern machen würde“. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 815,0 (Stand: 13.11.). Salzburg liegt mit einer Inzidenz von 1.345,4 an der Spitze, gefolgt von Oberösterreich mit 1.263,8. Am niedrigsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Wien (460,9) und der Steiermark (607,7).


Digitalisierung erhält durch Corona Schub

12.11.2021

Die Corona-Pandemie hat einen rasanten Entwicklungsschub im Bereich Digitalisierung ausgelöst, auch im Gesundheitswesen. Quasi über Nacht wurde Digitalisierung im Gesundheitsbereich von einer Möglichkeit zur Notwendigkeit. Den durch Corona ausgelösten Digitalisierungsschwung hat die AUSTROMED, die Interessensvertretung der österreichischen Medizinprodukte-Unternehmen, nun zum Anlass genommen, den Themenkomplex e-Health bei ihren Herbstgesprächen genauer zu beleuchten – unter dem Titel: „Zurück in die Zukunft! Was wird vom Corona-Digitalisierungsschwung im Gesundheitswesen bleiben?“