Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


CARE, Europas größte wissenschaftliche Forschungsinitiative

21.8.2020

Einer Medienaussendung nach, wurde kürzlich das CAREKonsortiums (Corona Accelerated R&D in Europe) gegründet. CARE, ist nach dem Gründer Johnson & Johnson Europas größte wissenschaftliche Forschungsinitiative im Kampf gegen das Coronavirus.


Hubert Eisl ist neuer KRAGES-Chef

17.8.2020

Die Burgenländische Krankenanstaltengesellschaft KRAGES hat einen neuen Geschäftsführer. Hubert Eisl hat sich gegen neun Mitbewerber durchgesetzt. Er führt künftig die vier Landesspitäler und ein Team von 2.500 Beschäftigten. Eisl folgt in dieser Funktion auf Harald Keckeis, der beruflich in die Schweiz gewechselt ist. Hubert Eisl bringt langjährige Erfahrung im Gesundheitswesen mit. Ab 2016 leitete er das Ordensspital Göttlicher Heiland in Wien. Davor war Hubert Eisl technischer Geschäftsführer der ELGA GmbH, wo er ab 2010 für die Realisierung der elektronischen Gesundheitsakte zuständig war.


Regierung ändert Epidemiegesetz

17.8.2020

Das Sozialministerium hat die nach den VfGH-Entscheidungen angekündigte Änderung des COVID-19-Maßnahmengesetzes, des Epidemie- und des Tuberkulosegesetzes in Begutachtung geschickt. Die Frist ist aber kurz – nur zwei Wochen bis 28. August ist Zeit, um allfällige Bedenken vorzubringen. Mit der Novelle des Covid-19-Gesetzes wird der Minister ausdrücklich ermächtigt, wieder den nach dem VfGH-Spruch zurückgenommenen „Babyelefanten“-Abstand zu verfügen. Künftig soll zur Eindämmung einer Epidemie per Verordnung „das Betreten von 1. bestimmten Orten oder 2. öffentlichen Orten“ geregelt werden können.


EU will sich Impfstoff sichern

14.8.2020

Die EU will auch von einem Pharmaunternehmen des US-Konzerns Johnson & Johnson 200 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs zum Schutz vor Covid-19 kaufen. Vorgespräche für einen entsprechenden Rahmenvertrag mit Janssen Pharmaceutica NV seien abgeschlossen worden, teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Es ist auch ein Vorkaufsrecht für weitere 200 Millionen Dosen vorgesehen, hieß es. „Für die Leben unserer Bürger und für unsere Wirtschaft brauchen wir einen sicheren und wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus“.


Russland lässt weltweit ersten Impfstoff zu

14.8.2020

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die weltweit erste staatliche Zulassung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus bekanntgegeben. Die Impfung soll ab dem 1. Januar in den Umlauf gebracht werden, wie russische Agenturen unter Berufung auf das Arzneimittelregister des Gesundheitsministeriums berichteten. Das deutsche Paul-Ehrlich-Institut kritisiert mangelnde Prüfung. Es gebe klare Richtlinien für die Entwicklung von Impfstoffen. Eine reguläre Zulassung ohne die umfangreichen Daten aus einer Phase-III-Prüfung mit mindestens mehreren Tausend Probanden erscheine riskant, erklärte Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts.


Abstand könnte nutzlos sein - Infektiöse Coronaviren in Aerosolen entdeckt

13.8.2020

Eine der bisher ungeklärten Fragen der Coronavirus-Pandemie ist jener der Übertragung: Kann Sars-CoV-2 auch über mehrere Meter von einem Menschen auf den anderen überspringen? Hinweise dafür gibt es einige, etwa Massenansteckungen in großen und schlecht belüfteten Räumen. Hauptverdächtige dabei sind Aerosole - Tröpfchen kleiner als fünf Mikrometer, also nur etwa ein Zehntel des Durchmessers eines menschlichen Haares. Anders als in größeren Tröpfchen, die aus Mund oder Nase nach kurzer Distanz zu Boden fallen, soll das Coronavirus Sars-CoV-2 in diesen Aerosolen förmlich durch die Luft schweben können ...


Test für elektronischen Impfpass startet

13.8.2020

Der bisherige Impfpass aus Papier soll künftig vom e-Impfpass ersetzt werden. Ab Herbst wird in Österreich der elektronische Impfpass getestet. Das Pilotprojekt startet in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und der Steiermark und soll dann rascher als geplant, nämlich noch heuer, auf ganz Österreich ausgedehnt werden.


Spital in Italien startet Coronavirus-Impfstoff-Test an Menschen

10.8.2020

Das auf Infektionskrankheiten spezialisierte römische Krankenhaus ‘Lazzaro Spallanzani’ testet ab 24. August einen Impfstoff gegen Covid-19 an Menschen. Begonnen wird mit 90 Freiwilligen. Der Impfstoff wurde in Italien entwickelt und ist dank einer Vereinbarung entstanden, die die Regierung mit dem Spallanzani-Institut unterzeichnet hat.


Weder Bußgelder noch Bahn-Regeln: Studie offenbart die effektivsten Corona-Maßnahmen

6.8.2020

Die Coronavirus-Pandemie ist ein weltweites Problem. Ein Forschungsteam aus Wien wertete nun Daten aus über 70 Ländern und Regionen aus, um die erfolgreichsten Maßnahmen zur Eindämmung des Erregers zu erfassen. Vor allem Schulschließungen schnitten dabei gut ab. Im Interview mit dem "Spiegel" erklärte der Statistiker Peter Klimek (37), zu welchen Schlüssen er und sein Team des Complexity Science Hub aus Wien im Rahmen einer neuen Studie gekommen sind. Insgesamt seien Daten aus 76 Ländern und Regionen ausgewertet worden, um die effektivsten Methoden gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu erfassen.


SmartScale-A-Hospital – rasche Krankenhaus-Simulation und Prognosen in Krisenzeiten

4.8.2020

Die Pandemie-Situation und die komplexen Auswirkungen auf Krankenhausbetriebe veranlassten die „gsm Gesellschaft für Sicherheit in der Medizintechnik“ gemeinsam mit der TU Wien eine Simulations-Lösung zu entwickeln, die Krankenhäuser räumlich abbildet sowie umfassende Kapazitätsprognosen in nur wenigen Minuten und basierend auf Echtdaten ermöglicht. „SmartScale-A-Hospital“ erweist sich damit gerade in Krisensituationen als ideales Instrumentarium. Der Prototyp wurde mit dem Krankenhaus Zams als Forschungs- und Entwicklungspartner in Tirol erarbeitet und nun beim Kongress „Die Klinikimmobilie der nächsten Generation“ der Öffentlichkeit präsentiert. Im Herbst soll die innovative Lösung aus Österreich auch anderen Krankenhäusern bei der Planung von Lockdowns und beim Hoch- und Runterfahren von Betriebseinheiten zur Verfügung stehen.


WHO dämpft Hoffnung auf baldiges Ende des Coronavirus

3.8.2020

Eine baldige Ausrottung des Corona-Virus ist nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht in Sicht. Vielmehr gab es am Wochenende so viele neue Infektionsfälle wie nie zuvor. Auch Gesundheitsminister Anschober betonte: „Die nächsten Wochen werden wieder eine Phase der Weichenstellung.“


„Babyelefant“ geht, die Ausnahmen für Risikogruppen bleiben

3.8.2020

Der „Babyelefant“ als Abstandstestimonial gegen eine Corona-Infektion ist offiziell Geschichte. Mit einer neuen Verordnung wird der Mindestabstand von einem Meter aufgehoben. Verlängert werden hingegen die Ausnahmebestimmungen für COVID-19-Risikogruppen. In Öffentlichen Verkehrsmitteln und in Kundenbereichen von Geschäften bleiben die Regeln aber weiter aufrecht. In Gesundheitseinrichtungen und vor allem in Arztpraxen und Apotheken gelten weiterhin auch Mund-Nasen-Schutz-Masken. Gesundheitsminister Rudolf Anschober appellierte im Vorfeld aber an vermehrte Eigenverantwortung.


Vierfarbige „Corona-Ampel“ ab August

1.8.2020

Gesundheitsminister Rudolf Anschober präsentierte erste Details zu einer „Corona-Ampel“, die im August in eine Testphase und im September in den Echtbetrieb starten wird. Die Ampel soll in vier Farben zeigen, wie sich die Coronavirus-Situation in Österreich entwickelt. Basis dafür sollen Fallindikatoren und die Bewertung einer Expertenkommission sein. Grundsätzlich positiv sehen die Bundesländer die von der Regierung vorgestellte „Corona-Ampel“, aber es gibt weiterhin Fragen und auch Bedenken. So sei etwa offen, wie genau die Grenzen für die einzelnen Bereiche gesetzt werden sollen. Bezirksgrenzen seien da mitunter nicht hilfreich, gerade bei Regionen mit viel Pendlerverkehr oder in der Nähe von Ländergrenzen, heißt es.


Die Coronavirus-Gesetzgebung steht schon seit Wochen in Kritik

29.7.2020

Nachdem die Höchstrichter die bereits außer Kraft getretenen Ausgangsbeschränkungen gekippt haben, hat die Polizei in einigen Bundesländern auch die Durchsetzung der formal noch gültigen, von Juristen aber ebenfalls angezweifelten, Abstands- und Maskenregeln eingestellt. Mit dem "Fleckerlteppich" beim Umgang mit Corona-Regeln nach dem VfGH-Entscheid am vergangenen Mittwoch wurden einige Verordnungen der Regierung als "gesetzwidrig" erklärt. Nun stehen auch die neuen CoV-Einreiseregeln im Fokus der Kritik. Juristen orteten „Schlampigkeit“. Am Wochenende hatten die neuen Einreisebestimmungen, die am späten Freitagabend erlassen wurden und seit Montag gelten, für Verwirrung und Missinterpretationen gesorgt. Der Verfassungsdienst war eigenen Angaben zufolge in der aktuellen Novelle nicht eingebunden (ORF). Siehe auch Gastkommentar von RA Dr. Alfred J. Noll.


E-Card-Einsparungen deutlich unter Erwartungen

28.7.2020

Die Taskforce gegen Sozialleistungsbetrug hat bei der E-Card nur einen Bruchteil jener Fälle aufgeklärt, die vermutet wurden. Seitens der Regierung wurde von einem „unfassbaren“ Missbrauch der E-Card gesprochen und es wurden 200 Mio. Euro an Einsparungen erhofft. Insgesamt betrug die verhinderte Schadenssumme durch die Taskforce allerdings nur 11,5 Mio. Euro. Eine Gegenrechnung, was die Umstellung auf die neue E-Card mit Foto kostet, ist nicht bekannt.


Neue Präsidentin des ÖGKV

27.7.2020

Der Bundesvorstand des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV) wählte kürzlich seinen neuen Bundesvorstand. Neue ÖGKV Präsidentin ist Mag. Elisabeth Potzmann. Sie folgt Ursula Frohner, die mehr als ein Jahrzehnt den ÖGKV führte. Ein Danke an Frau Frohner für das jahrelange Zusammenwirken und herzlichen Glückwunsch an Frau Präsidentin Potzmann.


Impfstoff bis Jahresende auf dem Markt ?

23.7.2020

Der Pharmakonzern AstraZeneca plant, bis Ende des Jahres einen Coronavirus-Impfstoff auf den Markt zu bringen. Dieser soll weltweit „zum Selbstkostenpreis“ erhältlich sein, so der Chef des Unternehmens, Pascal Soriot, im französischen Radiosender RTL. Eine Einheit soll für 2,50 Euro verkauft werden.


Comeback der Maske

21.7.2020

Die Bundesregierung gab heute die Wiedereinführung der Maskenpflicht in bestimmten Bereichen bekannt. Ab Freitag gilt im Lebensmitteleinzelhandel, in Supermärkten, Banken und der Post erneut die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Kritik daran gab es nicht nur in Sozialen Medien, sondern auch von Experten. Franz Allerberger, Leiter des Bereichs Humanmedizin der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES), wies in einem Bericht der „Tiroler Tageszeitung“ darauf hin, dass sich weder Einführung noch Abschaffung der Maskenpflicht auf die Infektionskurve ausgewirkt hätten: „Zwischen dem, was sich belegen lässt, und dem, was die Politik tut, gibt es einen großen Unterschied.“ Dies hätten Untersuchungen der AGES ergeben. Es habe sich darüber hinaus gezeigt, dass das Virus „nicht so ansteckend wie angenommen ist, sonst könnten wir nicht bei jedem Cluster genau sagen, woher er kommt“. Es habe sich gezeigt, dass die Corona-Ansteckungsgefahr bei 1,6 liege, jene der Grippe bei 1,2. Masern seien zehnmal ansteckender als das Coronavirus, Windpocken um fast das Zwanzigfache.


Bringen Antikörper längerfristig Immunität ?

21.7.2020

Coronavirus-Patienten haben einer Studie zufolge in vielen Fällen dauerhaft so viele Antikörper, dass eine erneute Infektion mit dem Virus vermutlich abgewehrt werden kann. Zu diesem Ergebnis kommt eine noch unveröffentlichte Studie an 327 CoV-Patienten im chinesischen Wuhan, die zu den weltweit ersten infizierten Menschen gehören. Bei mehr als 80 Prozent der Patienten seien sechs Monate nach ihrer Erkrankung noch biologisch aktive Antikörper nachgewiesen worden, die fähig seien, das Virus unschädlich zu machen, sagte der deutsche Virologe Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Essen (ORF). Eine andere Untersuchung von genesenen Covid-19-Patienten dämpft die Hoffnung auf eine lang anhaltende Immunität und damit auch auf eine lange Wirksamkeit einer möglichen Impfung. Bluttests der ersten Corona-Patienten in Deutschland, die Ende Januar in der München Klinik Schwabing behandelt wurden, zeigten ein deutliches Absinken der Anzahl von sogenannten neutralisierenden Antikörpern im Blut, berichtete Clemens Wendtner, Chefarzt der dortigen Klinik für Infektiologie (Kurier).


Epidemiebereich in jedem Spital ?

20.7.2020

Dies fordert Salzburgs Gesundheitsreferent Christian Stöckl im ORF. Alle Spitäler müssten künftig einen eigenen Bereich für Patienten einer Epidemie vorhalten. Eine Folge der Coronavirus-Pandemie für die Spitäler war, dass der reguläre Betrieb zum Großteil heruntergefahren werden musste. Es werde das ganze Jahr dauern, die verschobenen Operationen nachzuholen. Außerdem müssten auch kleine Spitäler am Land erhalten werden, um eine landesweite Versorgung zu gewährleisten. Darüber hinaus fordert der Gesundheitsreferent, dass der Bettenabbau in den Spitälern nicht weiter fortgesetzt wird.