Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Österreicher fangen mit digitaler Gesundheit noch wenig an

24.6.2019

Beim Austrian Health Forum in Leogang wurde eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Demox präsentiert. Demnach fangen die Österreicher mit dem Begriff "Digital Health" noch relativ wenig an. 41 Prozent der Menschen glauben, dass in Österreich derzeit bereits die "neuesten Technologien und Behandlungen" verwendet werden. 40 Prozent hingegen meinen, dass es auf diesem Gebiet Aufholbedarf gibt.


Mehr Ärzte für das Burgenland

24.6.2019

Im Kampf gegen den Ärztemangel kooperiert das Burgenland ab sofort mit der Donau Privatuniversität Krems (DPU). Ab September werden dort für das Medizinstudium jährlich fünf Plätze an Bewerberinnen und Bewerber aus dem Burgenland vergeben. Die Kosten für diese Kooperation übernimmt das Land Burgenland. Im Gegenzug verpflichten sich die Absolventen mindestens fünf Jahre als praktische Ärzte oder in den Landesspitälern zu arbeiten. In etwa sechs Jahren bekommt das Burgenland durch die Kooperation mit der DPU jährlich mindestens fünf zusätzliche Ärztinnen und Ärzte.


Steirische Ärzte haben Probleme mit Gesundheitstelefon

23.6.2019

Seit bald drei Monaten gibt es das Gesundheitstelefon 1450 in der Steiermark. Damit verbunden ist auch eine völlig neue Regelung der Ärzte-Bereitschaftsdienste. Viele Patienten haben die Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit der Hotline positiv aufgenommen, es gibt aber auch Probleme und Startschwierigkeiten. Im Bezirk Murau zogen sich arrivierte Ärzte zurück, weil sie mit den Vorgaben und Abläufen nicht zurechtkommen. Unverständlicherweise dürfen die Ärzte während der Bereitschaft ihre Ordinationen und Hausapotheken nicht öffnen. Es sei auch für die Ärzte nicht zumutbar, dass 170 km gefahren werden müssen, um zwei PatientInnen zu besuchen. Für dieses Problem könnte es schon bald eine Lösung geben, heißt es vom Gesundheitsfonds Steiermark: Derzeit laufen intensive Gespräche zwischen Ärzten, Politik und KAges – auch in Richtung Öffnung der Ordinationen in der Bereitschaft.


Druckkammer für CO-Unfälle

18.6.2019

Immer wieder ereignen sich in Österreich schwere Unfälle, bei denen Menschen eine Kohlenmonoxid Vergiftung erleiden, zuletzt kam es zu mehreren Vorfällen in Wien. Allerdings musste die Druckkammer im AKH-Wien im Jahr 2007 nach nur vier Jahren Betrieb stillgelegt werden, weil sie nicht den Vorschriften entsprach. Die einzige Druckkammer Österreichs befindet sich in Graz. Die Druckkammer am Grazer Klinikum gibt es bereits seit den 1970er Jahren. Vorwiegend wurden damals die ersten Herz-Lungenpatienten darin behandelt, wo sie reinen Sauerstoff eingeatmet haben, vor allem Babys, da es damals noch keine Herz-Lungenmaschinen für Neugeborene gab. Heute kommen Patienten aus ganz Österreich nach Graz, etwa nach Tauchunfällen oder bei Kohlenmonoxid Vergiftungen. Grenzüberschreitend bietet nun das ADELI Medical Center im slowakischen Pieštany seine Sauerstoff-Druckkammer für Notfallpatienten aus Österreich an um den aktuellen Engpass an Sauerstoff-Druckkammern in Österreich zu lindern. Mit dem Hubschrauber ist das neurologische Rehabilitationszentrum 115 Kilometer Luftlinie von Wien entfernt.


Geburtenstatistik Österreich

17.6.2019

Die Geburtenstatistik der Statistik Austria zeigt interessante Entwicklungen. Von den 2018 in Österreich geborenen 84.804 Kindern kamen knapp 30 Prozent durch Kaiserschnitt zur Welt. Der Anteil der Mütter, die bei der Geburt ihres Kindes unter 20 Jahre alt waren, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verringert (1988: 6,9%; 2018: 1,4%), jener der Frauen, die mit 35 Jahren oder später Mütter wurden, hat sich hingegen mehr als verdreifacht (1988: 6,4%; 2018: 23,1%). Weitere interessante Zahlen auf der Statistik-Austria Seite.


Roboter „Da Vinci“ operiert in Wiener Neustadt

11.6.2019

Die robotische Chirurgie im Landesklinikum Wiener Neustadt hat sich zu einem europaweit gefragten Kompetenzzentrum entwickelt. 350 Mal pro Jahr wird mit dem Roboter „Da Vinci Xi“ operiert. Mit diesem High-Tech-Operationsroboter werden besonders komplexe Operationen durchgeführt. Seit 2015 ist der Roboter im Landesklinikum Wiener Neustadt in vier Fachrichtungen im Einsatz: Urologie, Chirurgie, Gynäkologie und HNO. Künftig will man das Spektrum erweitern.


Mikroplastikpartikel landen in unserem Körper

6.6.2019

Eine heute veröffentlichte Studie kanadischer Wissenschaftler bezifferte die Zahl der Mikroplastikteilchen, die ein erwachsener Mann pro Jahr unfreiwillig isst und einatmet, auf bis zu 52.000. Synthetische Kleidung, Autoreifen, Kontaktlinsen: Produkte aus Kunststoff geben riesige Mengen von Mikroplastik in die Umwelt ab – die am Ende auch im Menschen landen. Doch das ist laut der Studie, die in der Zeitschrift „Environmental Science and Technology“ veröffentlicht wurde, noch lange nicht das Maximum. Wer ein Jahr lang nur Wasser aus Plastikflaschen trinkt, nimmt der Studie zufolge 90.000 zusätzliche Partikel an Mikroplastik zu sich.


Das Krankenhaus Nord – Klinik Floridsdorf ist eröffnet

4.6.2019

"Den Wienerinnen und Wiener steht ab sofort ein topmodernes Krankenhaus auf höchstem medizinischen Niveau und neuestem Stand der Technik zur Verfügung“, freut sich Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig. Das Spital mit durchaus bewegter Baugeschichte wird künftig gemeinsam mit dem Donauspital die Versorgung im Nordosten Wiens abdecken. Im Jahr rechnet man mit rund 250.000 Ambulanzbesuchen und 46.000 stationären Aufnahmen. In 16 OP-Sälen werden jährlich 17.000 Eingriffe erwartet. Das Krankenhaus präsentiert sich mit allen Leistungen auf einer neuen Webseite.


428,6 Millionen Euro mehr für Gesundheitsförderung und Prävention

4.6.2019

Die Ausgaben der öffentlichen Hand für Gesundheitsförderung und Prävention sind zwischen 2012 und 2016 um 428,6 Millionen Euro gestiegen. Das ergibt einen Zuwachs von 21,3 Prozent, während die öffentlichen Gesundheitsausgaben in Österreich insgesamt um 12,6 Prozent angewachsen sind. Das ist das Ergebnis einer Studie der Gesundheit Österreich GmbH im Auftrag des Sozialministeriums, des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger und der Länder und spiegelt ein wichtiges Ziel der Gesundheitsreform wider: Die Entlastung der Krankenversorgung durch gesundheitsförderliche und präventive Maßnahmen.


„CAR-T-Cell-Therapie Communication Board“ am Wiener AKH erhielt Auszeichnung

4.6.2019

Der diesjährige Förderpreis "Occursus" ging an das Projekt „CAR-T-Cell-Therapie Communication Board“, ein interdisziplinäres Communication Board für Patienten am AKH Wien, das ein gemeinsames Treffen von Entscheidungen mit Patienten und Angehörigen gewährleisten soll. Mit dem Anerkennungspreis wurden die Österreichische Gesellschaft für Gesundheitsmediation und Intensivberatung ausgezeichnet, die mit dem Projekt „Zurück ins Leben“ die Reintegration am Arbeitsplatz erleichtern möchten und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen und ihre Angehörigen in dieser Phase begleitet. Weiters wurde das Projekt „End of Life Board“ der Klinischen Abteilung für Palliativmedizin der Universitätsklinik für Innere Medizin I prämiert, das die Begleitung am Lebensende verbessern und die Angehörigen entlasten soll. Als viertes Projekt wurde „Surviva“, der Brustkrebs Nachsorge Online Kongress der Aina GmbH ausgewählt. Surviva soll Frauen Antworten auf offene Fragen im Zusammenhang mit der Brustkrebs-Nachsorge geben und ihnen helfen, sich wieder in den Alltag zu integrieren.


Spital Dornbirn: Neue OP-Säle gehen in Betrieb

3.6.2019

Alle neuen Operationssäle am Krankenhaus Dornbirn sind ab 3. Juni Betrieb. Mit einem Volumen von rund 22,5 Millionen Euro gehört der OP-Umbau zu den größten Investitionen im Krankenhaus, heißt es von der Stadt. Eine effiziente OP-Planung benötige kurze Wege, mit den neuen OP-Sälen könnten nun unnötige Wartezeiten vermieden werden, so Vizebürgermeister und Krankenhausreferent Martin Ruepp. Investiert wurde auch die in die Technik, nun würden etwa OP-Bilder in Echtzeit zur Verfügung stehen.


Telemedizin für optimale Versorgung

3.6.2019

Mittels Diagnose und Therapie per Video, der Telemedizin, können Patienten auch abseits der Ballungszentren optimal versorgt werden, so ein Pilotprojekt zwischen dem Landeskrankenhaus Kirchdorf und dem Ordensklinikum der Elisabethinen in Linz. Waren es bisher nur Befundbesprechungen, die mittels Videokonferenz spitälerübergreifend stattgefunden haben, wird jetzt erstmals der Patient direkt untersucht. Während also der Patient im Untersuchungsraum in Kirchdorf an der Krems sitzt, wird im 60 Kilometer entfernten Linz bei den Elisabethinen die Diagnose gestellt.


Killerpilz hat die Deutschschweizer Spitäler erreicht

29.5.2019

Bisher waren es vor allem multiresistente Bakterien, welche den Spitalhygienikern den Schweiss auf die Stirn trieben und für verschärfte Hygienevorschriften sorgte. Seit einigen Jahren sorgt jedoch ein neuartiger, multiresistenter Hefepilz für ähnliche Effekte. Der gegen die meisten Antimykotika resistente Candida Auris führt bei geschwächten Patienten in vielen Fällen zum Tod. 2017 wurde er in einem Genfer Spital erstmals in der Schweiz registriert. Nun trat er auch in einem Unispital auf. Im Jänner 2018 wurde dieser Krankheitserreger durch die AGES erstmalig in Österreich nachgewiesen.


RSG Salzburg

29.5.2019

Erstmals wurde nun eine gesamtheitliche Gesundheitsversorgung für das Land Salzburg bis zum Jahr 2025 festgelegt. Dabei wurde insbesondere den Entwicklungen in der modernen Medizin, den geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen und den demographischen Veränderungen Rechnung getragen. Der Regionale Strukturplan Gesundheit (RSG) sieht die Sicherstellung einer bestmöglich erreichbaren, qualitativ hochwertigen und regional gleichwertigen Gesundheitsversorgung vor. So wird in Salzburg für den stationären Bereich die Anzahl der Akutbetten in den Salzburger Spitälern von derzeit 3129 auf 2904 reduziert. Gleichzeitig wird die Zahl der tagesklinischen und ambulanten Plätze von aktuell rund 100 auf über 300 ausgebaut.


„Bridge Over Troubled Water“ Lösungen für ein gesundes System

28.5.2019

Im Salzburg Congress fand die österreichweite Tagung für Führungskräfte im Gesundheitsbereich statt. 350 Krankenhausmanager tagten vom 13. bis 15. Mai beim 62. Österreichischen Kongress für Krankenhausmanagement in Salzburg. Die Eröffnung erfolgte durch Frau Bundesministerin Mag. Beate Hartinger-Klein sowie Herr Landeshauptmann Stellvertreter Mag. Dr. Christian Stöckl. Mit dem Kongressthema „Bridge Over Troubled Water“ - Lösungen für ein gesundes System, wurden die aktuellen Herausforderungen beleuchtet und aufgezeigt, welcher Aktivitäten es bedarf, um für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein. Dieser Kongress findet jährlich in einem anderen Bundesland im Auftrag der Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs statt. Der 63. Kongress ist von 11. bis 13. Mai 2020 in Graz.


Generelle Impfpflicht für Gesundheitspersonal

23.5.2019

Die Wiener Ärztekammer fordert, dass für das gesamte Gesundheitspersonal in Österreichs Spitälern Impfungen zukünftig angeboten und auch durch den Arbeitgeber bezahlt werden sollen – einschließlich von Titerbestimmungen im Falle eines unklaren Impfstatus. Zudem fordert die Ärztekammer, dass in Krankenanstalten zukünftig nur mehr Personen aufgenommen werden dürfen, die einen vollständigen Impfstatus entsprechend den im österreichischen Impfplan empfohlenen Impfungen nachweisen können.


Pflege fordert zielgruppenspezifische und niedrigschwellige Bedarfsplanung

23.5.2019

Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes, fordert dies in einer Aussendung: „Deshalb müssen unsere Versorgungssysteme neu überdacht werden. Die Gesundheitsberufe insgesamt müssen sich die Tätigkeiten und die Versorgungsprozesse neu aufteilen“. So soll der gehobene Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege auch auf Visite fahren oder in der Allgemeinpraxis Aufgaben wie die Wundversorgung übernehmen. „Das, was im klinischen Bereich im Akutspital durch Pflege geleistet wird, das kann diese selbstverständlich auch im niedergelassenen Bereich“, so Frohner.


Partnerschaft auf Augenhöhe

20.5.2019

Die Betreiber für Leitspital im Bezirk Liezen sind nun fix. Die Betreibergesellschaft wurde gegründet und das neue Spital in Stainach-Pürgg wird je zur Hälfte der KAGes und dem Evangelischen Diakoniewerk Gallneukirchen gehören. Das Leitspital soll bis 2025 um rund 250 Millionen Euro auf einer Freifläche im Bereich zwischen Bahnhof Stainach und der Ennstalbundesstraße (B320) entstehen.


Wir sind europaweit Vorreiter

17.5.2019

Die Elektronische Gesundheitsakte ELGA braucht sich nach Ansicht des Geschäftsführers der ELGA GmbH international nicht zu verstecken. Franz Leisch sieht Österreich im EU-Vergleich bei der Digitalisierung auf einem guten Weg. Aktuell wird die ELGA-Anwendung ‚e-Medikation' ausgerollt, ist in einem medianet.at-Artikel zu lesen. Die ELGA-Projekte e-Befund und e-Impfpass sowie die SV-Projekte eKOS und e-Rezept sind die nächsten Umsetzungen.


Keine Zentralisierung im Spitalswesen

16.5.2019

Klar dagegen spricht sich der Vorarlberger Landshauptmann Wallner aus und betont im ORF, dass dieser Bereich in der Landeskompetenz bleiben müsse. Die Versorgungsstruktur für Patienten oder die Personalhoheit muss im Land geregelt werden.