Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Globaler Wettlauf um Impfstoff-Lieferungen

19.6.2020

Weil eine EU-weite Einigung mit allen Mitgliedsländern zu lange dauern würde, kommt es nun zu einer ungewöhnlichen Situation: Mehrere Mitgliedsländer preschen vor und bestellen einen Corona-Impfstoff. Das Kuriose dabei: Es gibt noch gar keinen Impfstoff. Sollte aber einer gefunden werden, wird die Produktion noch einmal lange dauern. Und da gelten die Prinzipien: „Wer zuerst kommt, malt zuerst” oder anders: „Den letzten beißen die Hunde”. Und weil die USA und Großbritannien schon aktiv waren, kommt die EU unter Zugzwang.


Österreich zu leichtsinnig ?

17.6.2020

"Es ist, so wie es aussieht, noch lange nicht vorbei. Im Gegenteil, die jüngsten Nachrichten in Sachen Corona sind teils wirklich besorgniserregend: Peking wird abgeschottet, weil nach einer fast zweimonatigen Phase, in der sich kein einziger angesteckt hat, sich jetzt mehr als 100 Menschen mit dem Virus infiziert haben. Und in Wien rollt über ein Pensionistenheim eine Infektionswelle hinweg – schon sechs infizierte Heim-Bewohner in hohem Alter und mit manchen Vorerkrankungen sind verstorben. Unterdessen kritisiert der renommierte Wiener MedUni-Professor Hans-Peter Hutter die weitgehende Aufhebung der Maskenpflicht in unserem Land: „Ich hätte mir gewünscht, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, vor allem in Supermärkten, noch länger verpflichtend gewesen wäre.“ 80 Prozent aller Ansteckungen könnten durch Masken verhindert werden, mit zusätzlich Abstand halten seien es sogar nahezu 100 Prozent. Deshalb hätte er mit dieser speziellen Lockerung bis zum Herbst gewartet. Spätestens bis dahin werden wir wissen, ob man in Österreich zu leichtsinnig war!"


Maske schützt auch Träger vor Infektion

16.6.2020

Forscher der texanischen A&M University, der University of Texas, der University of California-San Diego und des California Institute of Technology haben untersucht, wie schnell das Coronavirus von einer Person zur anderen übertragen werden kann. Die Ergebnisse zeigen laut den Forschern deutlich, dass eine Maske verhindert, infizierte Speicheltröpfchen beim Husten nach außen und somit an gesunde Menschen zu tragen. Sie würde nicht-infizierte Personen mit einer Maske aber ebenfalls schützen. Partikel, die mehrere Minuten in der Luft bleiben und mehrere Meter wandern können, würden so nicht eingeatmet werden. Masken seien demnach die effektivste Maßnahme, um eine Infektion zu verhindern und in Verbindung mit Social Distancing und anderen Maßnahmen wie Händewaschen der geeignetste Weg, um die Pandemie zu stoppen.


Ab heute: Maske ade !?

15.6.2020

Der Mund-Nasen-Schutz oder auch die Maske war drei Monate lang das Symbol schlechthin für die Coronavirus-Pandemie. Nun fällt die Pflicht, eine Maske zu tragen, weitgehend. Ärzte warnen jedoch, dass die Lockerung zu früh kommt: „Wir sehen das doch ein bisschen problematisch, wenn es im Supermarkt mehr oder weniger freiwillig ist", sagte etwa Hans-Peter Hutter, Facharzt für Hygiene und Mikrobiologie an der MedUni Wien. Er hätte lieber mit Lockerungen gewartet, bis es ein Medikament gegen das Coronavirus gibt. Auch die Vorgaben für die Durchführung von Sommerlagern haben in den vergangenen Tagen bei Jugendorganisationen für viel Unmut gesorgt. Vor allem die Abstandsregeln stießen auf Unverständnis. Nun wurde in der neuen Lockerungsverordnung darauf reagiert und der Mindestabstand fällt unter bestimmten Voraussetzungen. In der Gastronomie wird die Sperrstunde nun auf 1 Uhr festgelegt und auch die vier Personen Regelung fällt.


Corona-Krise: Impfstoff erst 2022 ?

15.6.2020

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Anfang Juni weltweit 133 Projekte gezählt, die einen Impfstoff (Vakzin) gegen das Coronavirus zum Ziel haben. Geld scheint dabei keine große Rolle zu spielen: Die oberste Prämisse ist, schnell zu einem Präparat zu kommen – wie man allein an der "Operation Warp Speed" der USA sieht. Zehn Milliarden Dollar stehen für die Initiative zur Verfügung. Der Impfstoff soll schon Ende 2020 fertig sein, was viele Experten allzu optimistisch finden. Der gesuchte Impfstoff werde wohl nicht vor 2022 auf den Markt kommen, meint zum Beispiel die Immunologin Ursula Wiedermann-Schmidt von der Med-Uni Wien. Die EU-Allianz, federführend Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben in einem ersten Vertrag die Lieferung von 300 Millionen Impfdosen geschlossen. Das teilte das deutsche Gesundheitsministerium mit. Pressemeldungen zufolge, hat Kremlchef Wladimir Putin Druck gemacht, dass Russland im weltweiten Rennen um einen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 Erfolge vorweisen solle ...


Coronavirus: Drittel der Verstorbenen aus Alters- und Pflegeheimen

10.6.2020

Unter den bisher 646 Corona-Toten in Österreich waren 222 Bewohner von Betreuungseinrichtungen. In einigen Ländern habe der Anteil der Bewohner aus Alten- und Pflegeeinrichtungen bis zu 60 Prozent der Gesamttodesfälle ausgemacht, sagte Minister Rudi Anschober im Rahmen einer Pressekonferenz. So auch eine Online-Befragung der Uni Bremen. Schnelle Testungen und Schutzmaterialien waren oft nicht ausreichend verfügbar.


Amtliches Dashboard COVID-19 des BM

online

Gesamtzahl aller positiv getesteten Personen, Bundesländer, Bezirke und alle aktuellen Erlässe und Gesetze.


WHO ändert Masken-Meinung

9.6.2020

Vor wenigen Tagen änderte die WHO ihre Empfehlung in Hinblick auf das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes während der Corona-Pandemie. Sowohl in einem offiziellen Schreiben als auch auf einer Pressekonferenz wurde über die neue Empfehlung informiert.


Wiens Ordensspitäler

8.6.2020

Die sieben gemeinnützigen Wiener Ordensspitäler, in denen jedes fünfte Wiener Spitalsbett steht, fahren derzeit konsequent und behutsam ihre Leistungen wieder hoch. Jeder 5. stationäre Patient wurde 2019 in Wien in einem Ordensspital (1.804 Betten) behandelt. Es wurden 495.300 Patienten betreut, davon 116.500 stationär, 348.341 ambulant und 30.409 tagesklinisch. 68.013 Operationen wurden durchgeführt, davon 48.871 stationär und 19.142 tagesklinisch. Angestrebt wird eine langfristige Finanzierungsvereinbarung mit der Stadt Wien. „Die Zusammenarbeit der Wiener Ordensspitäler mit der Stadt ist gut eingespielt, und die Stadt bekommt unsere Leistungen zu einem für sie sehr attraktiven Preis“, sagt Prim. Dr. Manfred Greher, Ärztlicher Direktor im Herz-Jesu Krankenhaus.


Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) wurde in "Wiener Gesundheitsverbund" (WIGEV) umbenannt.

4.6.2020

Die Umbenennung ist Teil eines weitreichenden Reformprozesses im Wiener Gesundheitswesen, zu dem auch eine neue innere Struktur, die Modernisierung seiner Kliniken und eine neue Rechtsform für das Unternehmen gehören werden. In den kommenden Monaten und Jahren soll diese Reform Schritt für Schritt umgesetzt werden. "Unsere Kliniken tragen traditionsreiche, aber auch lange und teils schwer zu merkende Namen", meint der verantwortliche Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. Traditionsreiche Namen wie "Kaiser Franz Josef-Spital", "Rudolfstiftung" oder das über die Grenzen Österrreichs hinaus bekannte Wilhelminenspital werden nun in Klinik Favoriten, Klinik Landstraße bzw. Klinik Ottakring umbenannt.


Zahlen beweisen: Wien ist kein Corona-Hotspot

26.5.2020

Viele reden von Wien als Corona-Hotspot. Ein Blick auf die Statistik vergleichbarer Städte belegt anderes. Die Landessanitätsdirektion Wien und der medizinische Krisenstab der Stadt Wien informieren regelmäßig über die aktuellen Fallzahlen und weitere Kennzahlen zum Covid-19-Virus. Stellt man die Zahlen in Relation zu den Einwohnern, so kommen auf 100.000 Wiener 160 Erkrankte. Im Bezirk Landeck in Tirol kommen auf die gleiche Personenzahl 2.263 Fälle. Im Salzburger Bezirk St. Johann im Pongau sind es immerhin noch 538,6 Fälle pro 100.000 Einwohner. Dass dies außer Acht gelassen werde, so mutmaßen manche, liege wohl daran, dass in Wien Wahlen anstehen, liest man im Standard.


Anschober stellt langfristige Perspektiven in Aussicht

25.5.2020

Die nächsten Öffnungschritte wurden bekannt. Demnach wird heute die betreffende Verordnung präsentiert. Danach sollen bis 10. Juni umfassend wissenschaftlich evaluiert die langfristigen Weichenstellungen erfolgen. Am Freitag, startet der angekündigte Testbetrieb in fünf Pilotregionen. Welche das sind, steht seit Samstag fest: Montafon (Vorarlberg), Wilder Kaiser (Tirol), Wachau (Niederösterreich), Spielberg (Steiermark) und Wörthersee (Kärnten).


Gesundheitsversorgung wird neu organisiert

25.5.2020

Die NÖ Landesgesundheitsagentur (NÖ LGA) hat sich entschlossen, die regionale Gesundheitsversorgung auf Basis von fünf Organisationsgesellschaften sicherzustellen. Mit 77 Standorten, darunter alle 27 Landeskliniken und 50 Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren, und knapp 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Landesgesundheitsagentur ein großes Unternehmen. Demnach werden künftig die Gesundheit Waldviertel GmbH, die Gesundheit Weinviertel GmbH, die Gesundheit Mostviertel GmbH, die Gesundheit Thermenregion GmbH und die Gesundheit Region Mitte GmbH als Drehscheiben der regionalen Gesundheitsversorgung fungieren.


Spitäler: 11.000 Behandlungstermine sind offen

25.5.2020

Derzeit fahren die steirischen Spitäler noch im Notfall-Modus: Die Ärztekammer fordert aber jetzt ein Ende der Zwölf-Stunden-Schichten. Die rückläufigen Zahlen der Infizierten geben Anlass zur Hoffnung. Trotzdem gibt die KAGes noch keine Corona-Entwarnung. Eine mögliche Überforderung der Spitalsmitarbeiter durch den dauerhaften Alarmmodus ruft die steirische Ärztekammer auf den Plan: Ein kompliziertes Mischdienstsystem könnte künftig Arbeitszeiten von zwölf Stunden pro Tag vorsehen. „Das ist unzumutbar. Ärzte können ihre Familien kaum sehen, zudem besteht die Gefahr, dass die Betreuung der Patienten durch die überlangen Schichten leidet“, schlägt Spitalsärztesprecher Eiko Meister Alarm. Ein möglicher Nomalbetrieb ist laut KRAGES erst im Lauf des Juni geplant.


Start für neues Spital in Oberwart

22.5.2020

Kürzlich fand der Spatenstich für das neue Krankenhaus in Oberwart statt, welches neben dem derzeitigen Spital errichtet wird. Auf einer Grundfläche von 44.800m2, bei einer verbauten Fläche von 16.000m2 wird ab sofort bis Ende 2023 das neue Krankenhaus als neues Schwerpunktspital im Südburgenland errichtet. Mit 235 Millionen Euro ist es das größte Hochbauprojekt des Burgenlandes. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil gab auch eine Standortgarantie für die fünf burgenländischen Spitalsstandorte ab.


Arzneimittelverbrauch im Krankenhaus – aktuelle Entwicklung

19.5.2020

Die stark eingeschränkte Aktivität in den österreichischen Spitalsambulanzen sowie die Verschiebung aller nicht akut notwendiger Operationen seit dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie, zeigen sich auch in den Arzneimittelverbrauchsdaten der österreichischen Krankenhäuser.


Mediziner stellt Masken mit Ende Mai infrage

15.5.2020

Der Direktor der Uniklinik für Innere Medizin, Univ.-Prof. Dr. Günter Weiss, hält bei positiver Entwicklung der Coronavirus-Zahlen bis Ende Mai Überlegungen für eine Rückkehr zu einer kompletten Normalität für notwendig. Sollte die Neuinfektionsrate so niedrig bleiben, müsse man über die weitere Sinnhaftigkeit der Maskenpflicht nachdenken.


Notrufe: Standort automatisch übermittelt

15.5.2020

Ab sofort wird der Anruferstandort bei Notrufen an die Notrufnummern 112 oder 133 automatisch an die polizeilichen Landesleitzentralen übermittelt. Mit diesem neuen Service der polizeilichen Landesleitzentralen ist sichergestellt, dass Menschen in Not-Situationen noch schneller und besser geholfen werden kann, so das Innenministerium.


Österreichische Coronavirus-App wird europatauglich

12.5.2020

Heute soll die neue Version der Coronavirus-App des Roten Kreuzes erscheinen. Darin sei das Gros der von den NGOs ausgesprochenen Empfehlungen bereits eingearbeitet, sagte Michael Zettel, Geschäftsführer von Accenture Österreich zu ORF.at. Die Datenschützer Epicenter.works und NoYB (Max Schrems) hatten zusammen mit den Sicherheitsforschern SBA Research den Quellcode auditiert.


4,03 Millionen Infizierte weltweit

11.5.2020

Die Zahl der weltweiten Covid-19-Fälle ist nach Reuters-Berechnungen auf 4,03 Millionen gestiegen. Die Zahl der amtlich mit dem Virus in Verbindung gebrachten Todesfälle steigt auf 277.092. Die Weltbevölkerung beträgt rund 7,75 Milliarden Menschen. Die meisten Infizierten zählen demnach die USA (1,32 Millionen), Spanien (240.711), Italien (217.185), Großbritannien (211.364), Russland (198.676), Frankreich (174.791) und Deutschland (168.049). Die meisten Toten zählen nach amtlichen Angaben die USA (78.644), gefolgt von Großbritannien (31.241), Italien (30.560), Spanien (26.299) und Frankreich (25.987).