Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


„TELEMEDIZIN“ – BEKANNTHEIT, NUTZUNG UND AKZEPTANZ IN ÖSTERREICH

8.7.2020

Beinahe 40% der Österreicher ist „Telemedizin“ ein Begriff, sie verbinden damit die medizinische Konsultation bzw. ärztliche Beratung/Diagnose über moderne Kommunikationsmedien (zB. Telefon, Video-Telefonie, digitale Medien). Die Österreicher nutzen jedoch telemedizinische Angebote äußerst zurückhaltend, nur 8% der Österreicher geben an, schon mindestens einmal eine telemedizinische Leistung in Anspruch genommen zu haben. Im Hinblick auf Corona sehen die Österreicher zudem den Vorteil, dass bei ansteckenden Krankheiten eine Behandlung aus der Ferne ermöglicht wird. Der Anteil der Telemedizin-Nutzer hat sich in den letzten Monaten während des Corona-Lockdowns aber immerhin verdoppelt (von zuvor 4% auf nunmehr 8%).


„Um alles in der Welt einen zweiten Lockdown verhindern“

6.7.2020

Zum ersten Mal seit Wochen steigt die Zahl der Coronainfektionen in Österreich wieder in den dreistelligen Bereich. Die Regierung will einen zweiten Lockdown verhindern. Wie kann sie regionale Cluster eindämmen? Ein Kommentar von Stephan Löwenstein, FAZ, Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.


Bonus für Mitarbeiter im Gesundheitsbereich

6.7.2020

Bisher haben einige Bundesländer eine einmalige Bonuszahlung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gesundheits- und Pflegeberufen beschlossen. Dies als Wertschätzung für ihr aktives Mitwirken an der Bewältigung der Pandemie.


DKG zu Krankenhausreformen nach Corona

2.7.2020

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat trägerübergreifend ein Positionspapier zu den wesentlichen Lehren aus der Pandemie für gute Krankenhauspolitik verabschiedet. „Wir haben nach diesen Monaten mit enormen Herausforderungen ein Resümee gezogen und wichtigen kurzfristigen Handlungsbedarf definiert und zugleich auch Lehren für die langfristigen Strukturdebatten gezogen. Damit verbindet die DKG auch die Erwartung einer sachlichen Evaluation des wohl schwierigsten Jahres für das Gesundheitswesen. Die Kliniken haben in dieser Zeit mit einer enormen Kraftanstrengung bewiesen, dass sie in der gesundheitsbezogenen Daseinsvorsorge der zentrale Ankerpunkt sind. In ihrem Positionspapierwerden konkrete Verbesserungsmöglichkeiten skizziert, um bei einer fortgesetzten oder zukünftigen Pandemie besser gewappnet zu sein.


COVID-19 in Alten- und Pflegeheimen

2.7.2020

Lehren aus der Krise müssen in Pflegereform einfließen, heißt es in einer Aussendung des Bundesverbandes "Lebenswelt Heim"- Präsidenten Markus Mattersberger: „Auch wenn wir die Krise in Österreichs Heimen bisher sehr gut bewältigt haben – lt. AGES waren lediglich ein Drittel der an COVID-19 Verstorbenen BewohnerInnen von Pflegeeinrichtungen, international wird von bis zu 80% berichtet – gilt es rückblickend die Schwachstellen der letzten Wochen aufzuzeigen und daraus Lehren für die Pflegereform zu ziehen. Die Pflegeeinrichtungen waren in vielerlei Hinsicht auf sich allein gestellt – von der aktuellen Risikoeinschätzung, über die Beschaffung von Schutzausrüstung und Testungen, bis hin zur Abklärung mit dem akutstationären Bereich hinsichtlich erforderlicher Aufnahmen von PatientInnen oder BewohnerInnen aus dem Klinikbereich ...


Erste Schritte in Richtung E-Impfpass gesetzt

1.7.2020

Ab Herbst soll der elektronische Impfpass im Rahmen eines Pilotprojekts in Österreich getestet werden. Die rechtlichen Grundlagen dafür schafft eine Novelle zum Gesundheitstelematikgesetz, die gestern Abend im Fachausschuss des Nationalrats mit den Stimmen von ÖVP, Grünen und SPÖ in der Fassung eines Abänderungsantrags angenommen wurde. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sprach von einem wichtigen Instrument, das aufgrund der Coronavirus-Krise vorgezogen wurde. Falls im nächsten Jahr Impfstoffe zur Verfügung stehen, sei man rechtzeitig vorbereitet. Von einigen Abgeordneten wurden Bedenken bezüglich des Datenschutzes geäußert. Argumentiert wird die Einführung eines E-Impfpasses damit, dass die Dokumentation des Impfstatus einer Person in der papierbasierten Form häufig unvollständig oder nicht durchgängig sei. (Quelle: ORF 1.7.2020)


Herdenimmunität in Ischgl ?

29.6.2020

Wenn es um die Herdenimmunität in Bezug auf COVID-19 geht, wird allgemein davon ausgegangen, dass sie erreicht wird, sobald 60 Prozent der Bevölkerung immun gegen SARS-CoV-2 sind. 40 ist das neue 60. Das zumindest sagen Mathematiker, wenn es um die Herdenimmunität bei COVID-19 geht. Der Trick: Ihr Modell bezieht Alter und soziale Aktivitäten mit ein. Im Zuge der Ischgl-Studie sind Ende April in Ischgl (Bezirk Landeck) knapp 1.500 Bewohnerinnen und Bewohner auf CoV und SARS-CoV-2-Antikörper getestet worden. Bei 42,4 Prozent der Studienteilnehmer konnten Antikörper nachgewiesen werden.


Spürst du die Welle kommen?

29.6.2020

Alle beschäftigt derzeit die Frage, ob es eine zweite Corona-Welle geben wird. Es gibt die Entspannten auf der einen und die Besorgten auf der anderen Seite. War alles bisher nur die Ruhe vor dem Sturm? In der Kronen Zeitung: "Eh schon wieder „alles paletti“ nach Corona, das gerade noch als „größte Krise seit dem 2. Weltkrieg“ galt? Wie sonst könnten sich an sogenannten Hotspots wie dem Wiener Donaukanal, in Einkaufsstraßen und -zentren Tausende Menschen auf engstem Raum drängen? Wie sonst werden kurz nach Auslaufen der Maskenpflicht in Supermärkten die wenigen weiterhin maskentragenden Kunden oft wie Aliens beäugt? Während die Masken dort, wo sie noch vorgeschrieben sind, immer öfter Richtung Hals rutschen… Gleichzeitig hören, schreiben und lesen wir von neuen weltweiten Rekord-Infektionszahlen. Aufflammenden Corona-Brandherden wie rund um die deutsche Fleischfabrik und beim Djokovic-Tennisturnier in Belgrad. Oder wie bei den Salzburger Rotariern oder jüngst bei oberösterreichischen Kirchgängern. Nein, „nix paletti“!


Mediziner warnt: Händeschütteln „noch zu früh“

26.6.2020

Die Menschen in Österreich haben immer weniger Angst vor dem Coronavirus, zeigt eine Untersuchung der Uni Wien. Der Mediziner Hans Peter-Hutter befürchtet einen weiter zunehmenden „Schlendrian“ und warnt: Für Dinge wie Händeschütteln sei es noch zu früh und empfiehlt "sehr dringend" auch Masken in Geschäften zu tragen. Es könne sein, dass die Lockerheit der Menschen im Umgang mit dem Virus weiter zunehme – und man diese Gefahr dann letztendlich völlig außer Acht lasse, befürchtet er im „Wien heute“-Interview.


Rotkreuz-App 2.0 online

29.6.2020

Die österreichische Rotkreuz-App in Version 2.0 kann man in den App-Stores finden. „Es bedurfte noch letzter Anpassungen an die neuen Schnittstellen von Apple und Google,“ sagte Michael Zettel, CEO von Accenture Austria zu ORF.at. Die deutsche Coronavirus-App hat es binnen weniger Tage auf über 10 Millionen Downloads gebracht. Für die datenhungrige britische Coronavirus-App wurde hingegen das Aus verkündet, die App hatte auf iPhones bis zuletzt nicht funktioniert.


Reisewarnungen weltweit

29.6.2020

Grundsätzlich rät das Außenministerium „dringend von allen nicht notwendigen Reisen, insbesondere von allen Urlaubsreisen“, ab. Hier finden Sie aktuelle Reisewarnungen und Kriterien für die Einstufung der Sicherheitssituation.


WHO warnt: Pandemie beschleunigt sich und zweite Welle rollt bereits

24.6.2020

„Die Pandemie beschleunigt sich“, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, in Genf. Weltweit sind bereits 9 Millionen Menschen erkrankt und fast eine halbe Million gestorben. „Die Welt ist in einer neuen und gefährlichen Phase“, sagte Tedros. „Viele Menschen haben verständlicherweise die Nase voll davon, zu Hause zu sein. Länder wollen Wirtschaft und Gesellschaftsleben wieder öffnen. Aber das Virus verbreitet sich schnell, es ist immer noch tödlich und die meisten Menschen können sich immer noch infizieren.“ Tedros beschwor alle Menschen, weiter Distanz zu halten und die Hände häufig zu waschen sowie andere Hygienemaßnahmen umzusetzen. Alle Infektionen müssten aufgespürt und Betroffene isoliert werden.


Maske als Joker gegen Ansteckung

23.6.2020

Seit einigen Tagen sind die Vorgaben für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes deutlich gelockert. Es war wohl ein Mix aus Druck der Wirtschaft, den bevorstehenden Sommertemperaturen und der aktuell geringen Verbreitung des Coronavirus in Österreich, der zu dieser Entscheidung führte. Nicht wenige tragen aber weiter, etwa auch im Supermarkt, die Maske. Mehrere Fachleute halten das – aus mehreren Gründen – für wichtig. Dafür sprachen sich mehrere Fachleute aus, auch ohne gesetzliche Pflicht die Maske weiterhin zu tragen. Sie sei „ein wirksames Mittel der Eindämmung“, werde aber genauso unterschätzt wie Händewaschen, sagte der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter. Das Tragen der Maske schütze nicht nur das „Ich“, sondern in selbem Maße das „Wir“. Laut Mikrobiologin Cornelia Lass-Flörl filtert auch ein selbstgenähter Mund-Nasen-Schutz einen Großteil von Partikeln.


Corona-News international

aktuell

Das geben Staat und Privat für Gesundheit aus

22.6.2020

2019 wurden in Österreich 44,37 Milliarden Euro für Gesundheit ausgegeben. Davon sind 32,70 Milliarden dem öffentlichen, 11,67 dem privaten Sektor zuzurechnen. Das österreichische Bruttoinlandsprodukt (BIP) belief sich im vergangenen Jahr auf zirka 399 Milliarden Euro.


In Österreich sind derzeit 442 Personen erkrankt

20.6.2020

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Österreich liegt bei 17.227. Insgesamt sind derzeit noch 442 Menschen am Coronavirus erkrankt. Spitzenreiter bei den Infektionen sind Tirol mit 0,47 Prozentanteil der Landesbevölkerung, Wien mit 0,19 Prozent und Niederösterreich mit 0,17 Prozent Bevölkerungsanteil.


Globaler Wettlauf um Impfstoff-Lieferungen

19.6.2020

Weil eine EU-weite Einigung mit allen Mitgliedsländern zu lange dauern würde, kommt es nun zu einer ungewöhnlichen Situation: Mehrere Mitgliedsländer preschen vor und bestellen einen Corona-Impfstoff. Das Kuriose dabei: Es gibt noch gar keinen Impfstoff. Sollte aber einer gefunden werden, wird die Produktion noch einmal lange dauern. Und da gelten die Prinzipien: „Wer zuerst kommt, malt zuerst” oder anders: „Den letzten beißen die Hunde”. Und weil die USA und Großbritannien schon aktiv waren, kommt die EU unter Zugzwang.


Österreich zu leichtsinnig ?

17.6.2020

"Es ist, so wie es aussieht, noch lange nicht vorbei. Im Gegenteil, die jüngsten Nachrichten in Sachen Corona sind teils wirklich besorgniserregend: Peking wird abgeschottet, weil nach einer fast zweimonatigen Phase, in der sich kein einziger angesteckt hat, sich jetzt mehr als 100 Menschen mit dem Virus infiziert haben. Und in Wien rollt über ein Pensionistenheim eine Infektionswelle hinweg – schon sechs infizierte Heim-Bewohner in hohem Alter und mit manchen Vorerkrankungen sind verstorben. Unterdessen kritisiert der renommierte Wiener MedUni-Professor Hans-Peter Hutter die weitgehende Aufhebung der Maskenpflicht in unserem Land: „Ich hätte mir gewünscht, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, vor allem in Supermärkten, noch länger verpflichtend gewesen wäre.“ 80 Prozent aller Ansteckungen könnten durch Masken verhindert werden, mit zusätzlich Abstand halten seien es sogar nahezu 100 Prozent. Deshalb hätte er mit dieser speziellen Lockerung bis zum Herbst gewartet. Spätestens bis dahin werden wir wissen, ob man in Österreich zu leichtsinnig war!"


Maske schützt auch Träger vor Infektion

16.6.2020

Forscher der texanischen A&M University, der University of Texas, der University of California-San Diego und des California Institute of Technology haben untersucht, wie schnell das Coronavirus von einer Person zur anderen übertragen werden kann. Die Ergebnisse zeigen laut den Forschern deutlich, dass eine Maske verhindert, infizierte Speicheltröpfchen beim Husten nach außen und somit an gesunde Menschen zu tragen. Sie würde nicht-infizierte Personen mit einer Maske aber ebenfalls schützen. Partikel, die mehrere Minuten in der Luft bleiben und mehrere Meter wandern können, würden so nicht eingeatmet werden. Masken seien demnach die effektivste Maßnahme, um eine Infektion zu verhindern und in Verbindung mit Social Distancing und anderen Maßnahmen wie Händewaschen der geeignetste Weg, um die Pandemie zu stoppen.


Ab heute: Maske ade !?

15.6.2020

Der Mund-Nasen-Schutz oder auch die Maske war drei Monate lang das Symbol schlechthin für die Coronavirus-Pandemie. Nun fällt die Pflicht, eine Maske zu tragen, weitgehend. Ärzte warnen jedoch, dass die Lockerung zu früh kommt: „Wir sehen das doch ein bisschen problematisch, wenn es im Supermarkt mehr oder weniger freiwillig ist", sagte etwa Hans-Peter Hutter, Facharzt für Hygiene und Mikrobiologie an der MedUni Wien. Er hätte lieber mit Lockerungen gewartet, bis es ein Medikament gegen das Coronavirus gibt. Auch die Vorgaben für die Durchführung von Sommerlagern haben in den vergangenen Tagen bei Jugendorganisationen für viel Unmut gesorgt. Vor allem die Abstandsregeln stießen auf Unverständnis. Nun wurde in der neuen Lockerungsverordnung darauf reagiert und der Mindestabstand fällt unter bestimmten Voraussetzungen. In der Gastronomie wird die Sperrstunde nun auf 1 Uhr festgelegt und auch die vier Personen Regelung fällt.