Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Werbekampagne gestartet: Pflegekräfte gesucht

9.11.2019

Personalmangel breitet sich in Österreichs Spitälern aus. Der demographische Wandel verändert die Gesellschaft. Auf der einen Seite stehen die Chancen eines längeren Lebens. Auf der anderen Seite benötigen immer mehr Menschen Unterstützung und Begleitung im Alltag. Mit dem Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben droht Österreich bald ein akuter Pflegenotstand. In den österreichischen Krankenanstalten waren Ende 2017 insgesamt 60.224 Personen im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege tätig. Laut einer aktuellen Studie des Ö-Wirtschaftsforschungsinstituts wird es bald akuten Mangel geben. Bis 2030 würden gut 24.000 zusätzliche Stellen benötigt, heißt es. Salzburg startet nun eine Werbekampagne für den Pflegeberuf.


Ärztekammer: imh-Studie weiterer Beleg für Wiener Spitalskrise

9.11.2019

Die Ärztekammer übt weiter Kritik an der Situation in Wiens Gemeindespitälern: „Personalengpass ist Hauptgrund der Probleme“ und beruft sich auf eine Studie der imh GmbH. Die imh-Studie erhebt das Vertrauen der Mitarbeiter in ihr eigenes Krankenhaus und beschreibt die größten Herausforderungen an das Krankenhaus der Zukunft. Die Ergebnisse waren gemäß imh, dass die ambulante Versorgung in Österreich „lückenhaft“ sei und Nachsorgeeinrichtungen „fehlen“ würden. Außerdem sei Österreich als Ganzes für den demografischen Wandel „nicht gerüstet“. „Diese Ergebnisse zeigen abermals, wovor Ärztinnen und Ärzte seit jeher warnen: Es gibt zu wenig Personal und es wird noch schlimmer werden, wenn die Babyboomer-Generation das Pensionsalter erreicht“, heißt es in einer Aussendung der Wiener Ärztekammer. Bei der kürzlich stattgefundenen Landeshauptleutekonferenz forderte man einstimmig mehr Studienplätze und Medizinstudenten sollten demnach erst dann ein Stipendium bekommen, wenn sie sich verpflichten, als ausgebildeter Arzt in Bedarfsregionen zu gehen.


Gesundheitshotline 1450 startet bundesweit

4.11.2019

Unter der Nummer 1450 bekommt man rund um die Uhr Auskunft in medizinischen Fragen. Die Gesundheitshotline soll eine erste Orientierung bieten, wie mit einem medizinischen Problem umgegangen werden kann, denn nicht alles muss gleich in einer Spitalsambulanz abgeklärt werden. Die Gesundheitshotline 1450 ist nun österreichweit erreichbar. Seit mehr als zwei Jahren gibt es sie bereits in Wien, Niederösterreich und Vorarlberg. Die Erfahrungen sind positiv.


World Hospitals and Health Services

11.2019

The Official Journal of the International Hospital Federation.


LKH Graz: Bundesfinanzierung gesichert

4.11.2019

Nach den sogenannten Investitions-Paketen „LKH 2000“ und „LKH 2020“ soll das dritte Paket das LKH Graz bis 2027 auf den neuesten Stand bringen. Hier will man in neue Technik für Computertomographie, Magnetresonanz oder Nuklearmedizin investieren. Außerdem sollen Forschung und Lehre gefördert werden, heißt es vom Land Steiermark. Der Bundes-Zuschuss bei der Finanzierung des dritten Bau-Pakets für das LKH Graz ist fix: Etwa ein Drittel der veranschlagten rund 112 Millionen Euro kommt vom Bund. Besonders profitieren sollen die Bereiche Radiologie und Chirurgie.


NÖ-Landesgesundheitsagentur auf Schiene

29.10.2019

Fast 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Krankenhäusern sowie Pflege- und Förderzentren des Landes werden in Zukunft von der Landesgesundheitsagentur verwaltet. Damit diese ab Jänner aufgebaut werden kann, wurde die Vorlage für das Gesundheitsreformgesetz einstimmig beschlossen. Im November soll das Gesetz dann den Landtag passieren. Mit der neuen Agentur sollen die ärztliche Versorgung und der Bereich der Pflege besser aufeinander abgestimmt und Doppelgleisigkeiten beseitigt werden.


Eisenerzer Simulationsspital geht in Betrieb

28.10.2019

Das Krankenhaus Eisenerz erwacht aus seinem Dornröschenschlaf – und wird am Freitag offiziell wiedereröffnet: Es werden aber keine Patienten behandelt, sondern es dient künftig als Ausbildungs- und Simulationskrankenhaus. Etwa ein Jahr stand das LKH Eisenerz leer. Seit August wurde es revitalisiert, und jetzt öffnen die Ambulanz und eine Beobachtungsstation des Übungskrankenhauses ihre Pforten.


„Wie werden die Umkleidezeiten in Zukunft geregelt?“

28.10.2019

Das fragen sich derzeit mehr als 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der tirol kliniken. Noch immer laufen die Verhandlungen mit dem Betriebsrat, der sich eine pragmatische Lösung wünscht. Seitens der tirol kliniken will man die laufenden Verhandlungen derzeit nicht kommentieren, rechnet jedoch mit Mehrkosten für die zu verrechnenden Umkleidezeiten von vier bis zehn Millionen Euro pro Jahr.


Kassen vor der Fusion, aber die Reform muss warten

28.10.2019

Im Dezember des Vorjahres ist die Kassenfusion unter der damaligen Regierung beschlossen worden. Das sogenannte Sozialversicherungs-Organisationsgesetz führt zu einer Reduktion der Sozialversicherungsträger von 21 auf 5 mit Beginn 2020. Die neun Gebietskrankenkassen (GKK) und die Betriebskrankenkassen werden zur Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) zusammengeführt. Die Sozialversicherungen und die Sozialpartner warnten vor Verschlechterungen bei der Gesundheitsversorgung. Danach gingen 14 Anträge auf Gesetzesprüfung beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) ein. Der Verfassungsgerichtshof wird frühestens Ende November über die Kassenreform entscheiden. Für den Start wird es eng.


Datenschutzrechtliche Besonderheiten für Belegärzte

21.10.2019

Die meisten Krankenhäuser haben mittlerweile verstanden, dass die Gesundheit der Patienten zwar stets die erste Priorität ist, der Datenschutz jedoch auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Dies dürfte den Verantwortlichen spätestens klar geworden sein, als die Datenschutzaufsichtsbehörden einem portugiesischen und einem holländischen Krankenhaus Strafen von 400.000 € bzw. 460.000 € auferlegt haben, u.a. weil zu viele Personen Zugriff auf die elektronischen Patientenakten hatten. Die Verantwortung liegt beim Krankenhaus.


Ski-Unfälle: Spital bereitet sich vor

21.10.2019

Das Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach (Pongau) ist im Winter besonders gefordert. Zwischen 80 und 100 Patienten werden an jedem Wintertag in die Unfallchirurgie eingeliefert, an Spitzentagen sind es 140 Verletzte – da muss man perfekt vorbereitet, so der Unfallprimar Manfred Mittermair. Erste Anlaufstelle für Schwerverletzte ist der Schockraum, hier werden sie erstversorgt und stabilisiert. Damit das reibungslos klappt, gibt es regelmäßige Schockraumtrainings für Mediziner und Pflegepersonal.


Neue Reha: Psychotherapie für Herzpatienten

16.10.2019

Ein Herzinfarkt oder eine andere Herzerkrankung bringen für die Betroffenen auch viele Unsicherheiten mit sich: Was darf man noch tun? Was muss man verändern? Im Rehazentrum Felbring in Muthmannsdorf (Bezirk Wiener Neustadt) setzt man jetzt auf eine neue Form der Behandlung: Die psycho-kardiologische Rehabilitation für Menschen, die nach Herzerkrankungen unter seelischen Belastungen leiden. Nun startete ein Pilotprojekt.


Labor für Medizinischen 3D Druck eröffnet

16.10.2019

An der Med Uni Graz Österreichs ist das erstes Labor für Medizinischen 3D Druck eröffnet worden. 3D Druck ist inzwischen in vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Nun erhält er auch in der Humanmedizin Einzug. Mittels 3D Druck wird es künftig unter anderem möglich sein, exakte und passgenaue medizinische Implantate herzustellen. Durch die Forschungsarbeit im Labor werde es künftig möglich sein, etwa Prothesen oder Implantate für den direkten Einsatz am Patienten zu „drucken“.


1. Infrastrukturreport zum Wiener Gesundheitssystem

14.10.2019

Für die von der Agentur Create Connections erstellte Studie wurden Ärzte, Patienten und Wirtschaftsvertreter befragt – nicht zuletzt nach möglichen Versäumnissen bzw. der Notwendigkeit zur Weiterentwicklung. Als Problemfelder wurden etwa der administrative Aufwand, die Wartezeiten auf Untersuchungen bzw. Behandlungen und überfüllte Ambulanzen genannt. Laut Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres ist der Befund prinzipiell gut ausgefallen. In Bereichen wie Pflege, Ambulanzen oder Kassenstellen gebe es jedoch Handlungsbedarf. Auch der Ausbau stationärer und mobiler Pflegeeinrichtungen wurde urgiert. Zu verbessern ist laut Report weiters die Koordination der verschiedenen Gesundheitseinrichtungen. Schließlich wurde vorgeschlagen, die Zahl der Ärztinnen und Ärzte zu erhöhen.


INTERREG Slowenien - Österreich > Grenzüberschreitende Kooperation

9.10.2019

Die Anforderungen an ein Gesundheitssystem sind aufgrund der Komplexität sehr wissensintensiv. Dies kann per se nicht allein, auch nicht regional, sondern in ziel- und aktionsorientierten Kooperationen gelöst werden. Das Projekt COOP4HEALTHCARE forciert im übergeordneten Projektziel eine Verbesserung des Dienstleistungsangebots im Gesundheitsbereich durch eine konsequente grenzüberschreitende Kooperation der relevanten Akteure im Programmgebiet und mit strategischen Europäischen Partnern. Damit werden direkte und langfristig orientierte Pilotprojekte mit einem hohen Wirkungsgrad (Digitalisierung, Wissensexzellenz, Kooperationsmodelle) aktiviert und umgesetzt. Somit wird auch gezielt den Herausforderungen, die Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit zu verbessern und ein eine ausgeglichene, qualitativ hochwertige Versorgung allen Bevölkerungsgruppen örtlich unabhängig und zeitgerecht zur Verfügung zu stellen, begegnet.


Pflege Ergebnisbericht Salzburg

7.10.2019

Mehr als 100 Expertinnen und Experten haben ein Jahr lang in zehn Arbeitsgruppen für Salzburg das „Maßnahmenpaket Pflege und Betreuung“ erarbeitet und notwendige Maßnahmen abgeleitet. Das geschnürte Maßnahmenpaket konzentriert sich auf die Langzeitpflege, sowohl auf die Versorgung in Seniorenwohnhäusern und den teilstationären Bereich als auch auf den Bereich der Mobilen Pflege und Betreuung sowie auf die Akutpflege in den verschiedenen Krankenanstalten.


Leitspital Liezen

7.10.2019

Nach bekannter Diskussion über das geplante Leitspital Liezen, werden ab 15. Oktober Probebohrungen am geplanten Standort südlich des Bahnhofs von Stainach-Pürgg beginnen. „Soll es im Bezirk Liezen anstelle der bestehenden drei Krankenhausstandorte in Bad Aussee, Rottenmann und Schladming nur mehr ein zentrales ‚Leitspital‘ geben?“ war die Frage, die im April von zwei Dritteln der Wähler mit „Nein“ beantwortet wurde.


Engpass: 900 Medikamente nicht verfügbar

2.10.2019

Seit Monaten kämpfen Österreichs Apotheken mit massiven Lieferschwierigkeiten. In fast allen Bereichen sind inzwischen bestimmte Arzneimittel nicht mehr zu bekommen. Inzwischen hat sich das Problem massiv verschärft und ist inzwischen auf einem Allzeithoch angekommen, so ein Apothekensprecher „Von etwa 350 Arzneimitteln, die Anfang des Sommers nicht lieferbar waren, ist das gestiegen auf 900. Das sind die Auskünfte, die wir vom Pharmazeutischen Großhandel haben.“


Operationen: Wartezeiten nun via Web zu erfahren

2.10.2019 + 21.10.2019

Die Salzburg-Liste der Wartezeiten bei planbaren Operationen ist seit kurzem im Internet abrufbar und einzusehen. Einzig Kärnten ist noch ausständig. 21.10.2019: Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) hat seine Operationswartelisten offline genommen, nachdem die Kritik an den langen Wartezeiten auf OP-Termine wieder lauter wurde. Laut KAV will man ein neues System erarbeiten.


Spieglein, Spieglein an der Wand …

12.11.2019

Der jüngste »State of Health in the EU«-Bericht hält uns einen Spiegel vor und zeigt klar die Schwächen des österreichischen Gesundheitssystems meint Dr. Gerald Bachinger, Sprecher der ARGE Patientenanwälte. Und weiter: "Ja, wir haben ein gutes, öffentlich-solidarisches Gesundheitssystem, das sich vor allem durch einen niedrigschwelligen Zugang, sehr gute Akutversorgung und einen Höchststand von versicherten Personen auszeichnet. Gleichzeitig wird aber schonungslos aufgedeckt, dass eine große Kluft zwischen Gesundheitsausgaben und möglicher Performance liegt.