Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Ein Viertel pfeift auf Hand-Hygiene nach WC-Besuch

5.5.2019

Am 5. Mai ist Welttag der Händehygiene. Nach dem Toilettengang die Hände waschen – das lernen wir von klein auf. Ein bedeutender Anteil verwendet dabei aber weder Seife noch Desinfektionsmittel, wie eine neue Erhebung zeigt. Diese Informationen geht aus einem Bericht des Salzburger Hygieneartikelherstellers und -händlers Hagleitner mit Sitz in Zell am See (Pinzgau) hervor. Die Firma hat laut Austria Presse Agentur (APA) das Nutzerverhalten in 100 WC-Anlagen in Österreich und Deutschland analysiert. Laut Florian Thalhammer von der klinischen Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin der MedUni Wien und des AKH-Wien werden rund 80 Prozent aller Infektionen über die Hände übertragen. „Das klassische Beispiel sind Erkältungskrankheiten wie Schnupfen oder Grippe. Händewaschen verringert diese Gefahr massiv, da die Keimzahl um mehr als 99 Prozent reduziert werden kann.“


Ordensspitäler wollen Primärversorgung übernehmen

5.5.2019

Die Ordensspitäler sind bereit, beim Aufbau der geplanten Primärversorgungseinheiten (PVE) mitzuarbeiten, so Michael Heinisch von der Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler. So könnten PVEs einerseits die Infrastruktur von Spitälern nutzen und anderseits könnten PVEs sich auch in einem Spital einmieten. Die 23 Ordensspitäler haben 2018 mehr als 500.000 Patienten stationär und fast 1,5 Millionen ambulant betreut. Von 223.000 Operationen wurden bereits 30 Prozent tagesklinisch erledigt. Die durchschnittliche Belagsdauer konnte zwischen 2008 und 2017 um rund 20 Prozent auf eine stationäre Verweildauer von weniger als vier Tagen im Schnitt gesenkt werden.


Krankenhaus Natters - zurück an den Start!

2.5.2019

Die angekündigte Schließung des Standorts Natters und die Verlagerung der dort angebotenen Leistungen in Kompetenzzentren in andere Standorte war im RSG 2025 vorgesehen. Nach zahlreichen Protesten nun die Meldung: "Bis auf weiteres bleibe das Krankenhaus Natters erhalten".


Impfpflicht für Gesundheitspersonal

2.5.2019

Die Masern-Fälle häufen sich, deshalb hat die Volksanwaltschaft zu einem Impfgipfel eingeladen. In Europa allein habe es vergangenes Jahr 72 Todesfälle gegeben. Gefordert wird nun die Impfpflicht für das österreichische Gesundheitspersonal als dringlichster Schritt. „Das Ziel kann nur sein, dass eine 95-prozentige Durchimpfungsrate erreicht und die Masern eliminiert werden“, sagte der Volksanwalt. Jedenfalls sollte zumindest kein Angehöriger des Gesundheitspersonals, der nicht geimpft ist, mehr in seinem Beruf tätig sein dürfen. Heuer sind von Jänner bis März in der Steiermark mehr als 15.500 Masern-Mumps-Röteln (MMR)-Impfungen verabreicht worden – im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 190 Prozent mehr. Die gestiegene Impfbereitschaft wird auf den letzten Masernausbruch zurückgeführt, dennoch seien immer noch zehn Prozent der Kinder ohne entsprechenden Impfschutz.


Das (neue) vernetzte Krankenhaus

30.4.2019

Noch immer arbeiten viele Krankenhäuser mit Papierakten und Faxgeräten. Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gibt es keine dicken Papierordner mehr, hier ist alles in einer digitalen Patientenakte gespeichert: Medikamente, Röntgenbilder, CT-Aufnahmen, Blutwerte, EKG-Werte, Hinweise auf Allergien und Vorerkrankungen. Vorbei ist die Zeit von Papierakten, unsauberen Handschriften und herumflatternden Zettel. Medikamentenroboter und elektronischen Patientenakten könnten Abläufe vereinfachen und Fehler reduzieren.


Erfreuliche Bilanz: Deutlich weniger Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten

29.4.2019

Die erfreuliche Bilanz zum Vorjahr: Trotz steigender Beschäftigungsverhältnisse sinkt die Zahl der Unfälle an den Arbeitsplätzen und auch bei den Schülern. Österreichweit blieb die Unfallrate fast unverändert auf dem Rekordtief des Vorjahres. Bei der AUVA sind rund 320.000 Unternehmen und über 5 Millionen Personen gesetzlich gegen die wirtschaftlichen, gesundheitlichen und sozialen Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben fast zur Gänze aus den Beiträgen der Dienstgeber und übernimmt dafür die Haftung für Arbeitsunfälle und das Auftreten von Berufskrankheiten. Kernaufgaben der AUVA sind die Verhütung von Arbeitsunfällen sowie die Heilbehandlung und Rehabilitation. Ziel ist es, Unfallopfer und Beschäftigte mit Berufserkrankungen möglichst rasch wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren.Eine weitere Kernaufgabe der AUVA ist die finanzielle Entschädigung. Diese vier Aufgabenbereiche der AUVA ermöglichen eine integrierte und effiziente Unfallversicherung mit hohem volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen.


144 Notruf NÖ weitet Notruf-App aus

23.4.2019

Ab sofort hat die verbesserte App auch die Möglichkeit, durch das Drücken von Symbolen die Art des Notfalls zu übermitteln. Das ist besonders hilfreich, wenn der Anrufer im Ernstfall aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr sprechen kann. Mit den Neuerungen ist auch erstmals der Alpin-Notruf 140 in der App eingebunden. Die Notruf-App funktioniert bereits über die Ländergrenzen hinweg in Tschechien und der Slowakei. Eine Ausrollung in Ungarn ist ebenfalls noch in diesem Jahr geplant, so der ORF. Wann dieser Dienst auch in anderen österreichischen Bundesländern angeboten wird, ist nicht bekannt.


Gesundheitsreform Tirol

23.4.2019

Die geplante Spitalsreform sorgt weiter für Aufregung. Betten abbauen oder - wie im Fall Natters - ein ganzes Krankenhaus schließen. Die Pläne und Vorschläge sorgen für Verunsicherung und Widerstand. Die Ankündigung, das Krankenhaus Natters zu sperren und die Leistungen an andere Standorte zu verlagern sorgte bereits zu zahlreichen Protesten. Nun gibt es auch Ärger in St. Johann und Kritik der 20 umliegenden Gemeinden an der Schließung der Kinderstation des Krankenhauses.


Zentralisiert und spezialisiert: Das Spital der Zukunft

15.4.2019

Die Vinzenz Gruppe ist mit rund 2.600 Betten der größte private Spitalsbetreiber Österreichs. Mit der feierlichen Eröffnung des Zubaus des Krankenhauses Göttlicher Heiland im Westen Wiens schloss die gemeinnützige Gruppe ihren 2013 beschlossenen Restrukturierungsprozess ab. Sie hat damit ihre sieben Spitäler nach modernen Erkenntnissen beispielhaft reorganisiert.


Primärversorgung steht

15.4.2019

75 Primärversorgungseinheiten sollen bis 2021 Spitalsambulanzen entlasten und neue Angebote im niedergelassenen Bereich bieten. Die Ärztekammer und der Hauptverband der Sozialversicherungsträger (HVB) haben sich nach fünf Jahren Verhandlungen auf einen Gesamtvertrag für die neuen Primärversorgungseinheiten (PVE) geeinigt. Darin sind die Leistungen der 75 Einheiten, die bis 2021 entstehen sollen, sowie die Honorierungen für die Ärzte festgelegt.


Regeln für angemessenes Verhalten in Spitälern

15.4.2019

Unstimmigkeiten und Aggressionen gehören in Spitälern und Arztpraxen zum Arbeitsalltag. Um sie zu vermeiden, hat der Gesundheitsfonds Steiermark jetzt Verhaltensregeln herausgegeben - klar und verständlich in 38 Sprachen.


Krankenhaus Nord = Klinik Floridsdorf: Besucherandrang am Tag der offenen Tür

8.4.2019

Bei einem Tag der offenen Tür haben sich tausende Besucher am Samstag ein Bild vom Krankenhaus Nord gemacht. Heute startet der Testbetrieb des wegen Bauverzögerungen und Kostenüberschreitungen umstrittenen Spitals. Es sei die einzigartige Gelegenheit, das vieldiskutierte Spital, vor der Inbetriebnahme zu besichtigen und sich selbst ein Bild zu machen - diese Werbung der Stadt Wien haben am Samstag tausende Besucher genutzt. Die nunmehrige „Klinik Floridsdorf“ verfügt über 16 Operationssäle und 800 Betten, die sich auf Ein- und Zweibettzimmer verteilen. 2.500 Mitarbeiter werden sich künftig um 17.000 Operationen, rund 250.000 Ambulanzbesuche und 46.000 stationären Aufenthalten pro Jahr kümmern.


Gesundheitsförderungsstrategie im Rahmen des Bundes-Zielsteuerungsvertrags

5.4.2019

Zur Stärkung der Gesundheitsförderung wurde im Rahmen der Gesundheitsreform eine inhaltlich gut abgestimmte Vorgehensweise zwischen Bund, Ländern und Sozialversicherung festgelegt. Als Grundlage für die Verwendung von Gesundheitsförderungsfonds-Mitteln und Vorsorgemitteln wurde eine Gesundheitsförderungsstrategie erarbeitet. Diese bildet bis zum Jahr 2022 den Rahmen für breit abgestimmtes, ziel- und wirkungsorientiertes, qualitätsgesichertes sowie partnerschaftliches Handeln im Bereich der Gesundheitsförderung in Österreich. Die inhaltliche Schwerpunktsetzung orientiert sich an den Gesundheitszielen Österreich und an den – im Einklang mit den Gesundheitszielen Österreich stehenden – Landesgesundheitszielen.


Alle Medikamente künftig an einem Ort

4.4.2019

Die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) soll alle relevanten Patientendaten an einem zentralen Punkt zugänglich machen. Befunde sind bereits abrufbar, nun startet in Niederösterreich auch die Erfassung von Medikamenten. Baden und Mödling sind die ersten beiden niederösterreichischen Bezirke, in denen das System der E-Medikation voll eingesetzt wird. Ab 4. April sind dort Apotheken und die meisten niedergelassenen Ärzte verpflichtet, Daten zur verschriebenen Medikation zu speichern. So wird in der zentralen ELGA-Datenbank für jeden Patienten eine Liste mit offenen und eingelösten Rezepten angelegt. Behandelnde Ärzte können dann direkt auf diese Liste zugreifen und mögliche Wechselwirkungen feststellen.


Nie mehr Sprachprobleme mit PatientInnen

1.4.2019

Von der österreichischen Plattform Patientensicherheit in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit wurde die Arbeitsgruppe „Umgang mit nicht-deutsch-sprachigen PatientInnen“ mit dem Pilotprojekt „Videodolmetschen im Gesundheitswesen“ ins Leben gerufen. Das Konzept wurde von der Plattform Patientensicherheit in Kooperation mit dem Institut für Ethik und Recht in der Medizin, dem ServiceCenter ÖGS barrierefrei und dem Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien entwickelt. Rechtssicher und kompetent präsentiert sich nun VIDEODOLMETSCH mit ausgebildeten DolmetscherInnen mit mehr als 50 Sprachen. Einfach und unkompliziert per PC, Laptop oder Pads zu jeder Tages- und Nachtzeit im Krankenhaus. Derzeit nutzen europaweit rund 25.000 diesen Dienst!


Grundstück für Leitspital Liezen

1.4.2019

Bei der nächsten Sitzung der Steiermärkischen Landesregierung soll das Grundstück für das geplante Leitspital im Bezirk Liezen gesichert werden. Es liegt in der Gemeinde Stainach-Pürgg und erfülle wesentliche Voraussetzungen. Die betreffende Liegenschaft sei was Lage, Größe und auch die erforderlichen Verfahren angehe geeignet. Es soll somit auf einer ausgedehnten Fläche von sechs Hektar südlich des Bahnhofs von Stainach-Pürgg errichtet werden. Weitere vier Hektar Grund sollen mittels Optionsvertrag dazu in den kommenden Jahren und Jahrzehnten gesichert werden. In einer Volksbefragung im Bezirk Liezen lehnten zwei Drittel das geplante Leitspital in Stainach-Pürgg ab. Die Beteiligung lag bei 42 Prozent (ORF 7.4.2019).


Brexit: Pharma-Industrie rüstet sich

1.4.2019

Die Auswirkungen des Brexit wird auch die Pharmaindustrie zu spüren bekommen. Inwiefern es Engpässe bei der Versorgung mit Medikamenten geben könnte, ist fraglich. Der größte Pharmaanbieter Österreichs in Lannach ist vorbereitet. Gerot Lannach vermarktet in Österreich mehr als 100 Medikamente mit Schwerpunkt Schmerz, Herz-Kreislauf und Suchterkrankungen. Der Großteil der Produkte wird in Lannach und Wien hergestellt. Einige Roh- und Hilfsstoffe für die Medikamentenerzeugung müssen aus anderen Ländern zugekauft werden - auch aus Großbritannien.


Steiermark: Gesundheitstelefon ab 1. April in Betrieb

26.3.2019

Ab 1. April wird das Gesundheitstelefon erste Anlaufstelle für Patienten auch in der Steiermark sein. Bei diesem telefonischen Erstkontakt bekommen sie eine Empfehlung, wo sie mit ihrem medizinischen Problem am besten aufgehoben sind. In Wien, Niederösterreich und Vorarlberg ist das Gesundheitstelefon bereits eineinhalb Jahre im Testbetrieb, dabei zeigte sich Interessantes: 60 Prozent der Anrufe waren keine Akutfälle, die Anrufer hatten Fragen zu Öffnungszeiten, wurden an einen niedergelassenen Arzt verwiesen oder konnten sich selbst helfen.


Neubau KH Oberwart

25.3.2019

Die Pläne für den Neubau des Krankenhauses Oberwart wurden von der Krankenanstaltengesellschaft KRAGES eingereicht. Der Baustart sei für 2020 geplant. 2024 sollen dann die ersten Patientinnen und Patienten im neuen Oberwarter Spital behandelt werden.


Wenn der Patient stirbt, zahlt die Krankenkasse weniger

20.3.2019

Mehrere Krankenkassen in Deutschlad knüpfen die Bezahlung des neuen Krebsmedikaments "Kymriah" von Novartis in Zukunft an den Erfolg der Therapie. Konkret bedeutet das: Sterben die Patienten innerhalb eines gewissen Zeitraums, zahlt das Pharmaunternehmen einen Anteil der Kosten zurück.