Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Leitspital Liezen: Gegner verbünden sich

16.7.2020

Die drei bestehenden Spitäler in Rottenmann, Schladming und Bad Aussee sollen laut der Regionalen Strukturplanung Gesundheit 2025 geschlossen bzw. zu Gesundheitszentren umgewandelt werden. Ein „zurück an den Start“ fordern nun die Gegner dieses Plans und "es sei völlig unverständlich, dass man trotz Covid-19-Pandemie an den Plänen festhalte". Das neue Leitspital soll auf einem Grundstück in Stainach-Pürgg (Bezirk Liezen) gebaut werden. Ein Gutachten stufte den Grund als bebaubar ein.


Ärztekammerpräsident: „Maske als kleineres Übel“

16.7.2020

Die Bundesregierung hat bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie ihren Fokus auf regionale Maßnahmen gelegt. Ein probates Mittel gegen die Ausbreitung soll dabei ein Mund-Nasen-Schutz sein. Ärzte halten dafür eine landesweite Lösung für sinnvoller. „Ich würde sofort eine landesweite Maskenpflicht einführen. Sie ist das kleinere Übel im Vergleich zu einer Explosion der Infektionen“, sagt Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. "Österreich wird mehr und mehr zum Fleckerlteppich in Sachen Masken: Wo immer Corona-Fälle zunehmen, ist der Mund-Nasen-Schutz das erste politische Mittel dagegen. Neueste Beispiele: In der Kärntner Stadt Wolfsberg muss ab dem Wochenende von 21 bis 2 Uhr eine Maske getragen werden. In Innsbruck wurde die Pflicht im Rathaus wieder eingeführt."


Gesundheitsministerium bringt Corona-Ampel

14.7.2020

Da eine relativ starke Steigerung der Neuinfektionen vorliegt, verkündete Gesundheitsminister Rudi Anschober vor 2 Wochen die Einführung einer Corona-Ampel mit den Phasen rot, orange, gelb und grün. Weil aber das Ampelsystem des Bundes und der dazugehörige Handlungskatalog zu lange auf sich warten lässt, startet das Burgenland jetzt eigene Vorgaben für Spitäler, Pflegeheime und Schulen. Künftig ist im Burgenland einheitlich geregelt, was in welcher Situation zu tun ist, so Landeshauptman Hans Peter Doskozil.


Fortschritte an der Medikamentenfront gegen Covid-19

13.7.2020

Remdesivir wurde in Europa für Patienten*innen zugelassen, die schwer an COVID-19 erkrankt sind. Bekannt wurde auch, dass die US-Regierung beim herstellenden Pharmakonzern Gilead Sciences fast die gesamte Produktionsmenge für die nächsten Monate aufgekauft hat. Um die Produktionskapazitäten für sein COVID-19-Medikament Remdesivir auszuweiten, kooperiert der Hersteller Gilead jetzt mit neun Generika-Herstellern in Indien, Pakistan und Ägypten.


Rund 4% der Sterbefälle aufgrund von COVID-19

13.7.2020

In den beiden Monaten März und April 2020 starben in Österreich laut Statistik Austria 588 Personen an COVID-19. Der Höhepunkt wurde in der ersten April-Hälfte erreicht mit rund 16% mehr Sterbefällen als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Danach ist die Sterblichkeit wieder auf das Niveau der Vorjahre zurückgegangen.


„TELEMEDIZIN“ – BEKANNTHEIT, NUTZUNG UND AKZEPTANZ IN ÖSTERREICH

8.7.2020

Beinahe 40% der Österreicher ist „Telemedizin“ ein Begriff, sie verbinden damit die medizinische Konsultation bzw. ärztliche Beratung/Diagnose über moderne Kommunikationsmedien (zB. Telefon, Video-Telefonie, digitale Medien). Die Österreicher nutzen jedoch telemedizinische Angebote äußerst zurückhaltend, nur 8% der Österreicher geben an, schon mindestens einmal eine telemedizinische Leistung in Anspruch genommen zu haben. Im Hinblick auf Corona sehen die Österreicher zudem den Vorteil, dass bei ansteckenden Krankheiten eine Behandlung aus der Ferne ermöglicht wird. Der Anteil der Telemedizin-Nutzer hat sich in den letzten Monaten während des Corona-Lockdowns aber immerhin verdoppelt (von zuvor 4% auf nunmehr 8%).


Bonus für Mitarbeiter im Gesundheitsbereich

6.7.2020

Bisher haben einige Bundesländer eine einmalige Bonuszahlung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gesundheits- und Pflegeberufen beschlossen. Dies als Wertschätzung für ihr aktives Mitwirken an der Bewältigung der Pandemie.


DKG zu Krankenhausreformen nach Corona

2.7.2020

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat trägerübergreifend ein Positionspapier zu den wesentlichen Lehren aus der Pandemie für gute Krankenhauspolitik verabschiedet. „Wir haben nach diesen Monaten mit enormen Herausforderungen ein Resümee gezogen und wichtigen kurzfristigen Handlungsbedarf definiert und zugleich auch Lehren für die langfristigen Strukturdebatten gezogen. Damit verbindet die DKG auch die Erwartung einer sachlichen Evaluation des wohl schwierigsten Jahres für das Gesundheitswesen. Die Kliniken haben in dieser Zeit mit einer enormen Kraftanstrengung bewiesen, dass sie in der gesundheitsbezogenen Daseinsvorsorge der zentrale Ankerpunkt sind. In ihrem Positionspapierwerden konkrete Verbesserungsmöglichkeiten skizziert, um bei einer fortgesetzten oder zukünftigen Pandemie besser gewappnet zu sein.


COVID-19 in Alten- und Pflegeheimen

2.7.2020

Lehren aus der Krise müssen in Pflegereform einfließen, heißt es in einer Aussendung des Bundesverbandes "Lebenswelt Heim"- Präsidenten Markus Mattersberger: „Auch wenn wir die Krise in Österreichs Heimen bisher sehr gut bewältigt haben – lt. AGES waren lediglich ein Drittel der an COVID-19 Verstorbenen BewohnerInnen von Pflegeeinrichtungen, international wird von bis zu 80% berichtet – gilt es rückblickend die Schwachstellen der letzten Wochen aufzuzeigen und daraus Lehren für die Pflegereform zu ziehen. Die Pflegeeinrichtungen waren in vielerlei Hinsicht auf sich allein gestellt – von der aktuellen Risikoeinschätzung, über die Beschaffung von Schutzausrüstung und Testungen, bis hin zur Abklärung mit dem akutstationären Bereich hinsichtlich erforderlicher Aufnahmen von PatientInnen oder BewohnerInnen aus dem Klinikbereich ...


Erste Schritte in Richtung E-Impfpass gesetzt

1.7.2020

Ab Herbst soll der elektronische Impfpass im Rahmen eines Pilotprojekts in Österreich getestet werden. Die rechtlichen Grundlagen dafür schafft eine Novelle zum Gesundheitstelematikgesetz, die gestern Abend im Fachausschuss des Nationalrats mit den Stimmen von ÖVP, Grünen und SPÖ in der Fassung eines Abänderungsantrags angenommen wurde. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sprach von einem wichtigen Instrument, das aufgrund der Coronavirus-Krise vorgezogen wurde. Falls im nächsten Jahr Impfstoffe zur Verfügung stehen, sei man rechtzeitig vorbereitet. Von einigen Abgeordneten wurden Bedenken bezüglich des Datenschutzes geäußert. Argumentiert wird die Einführung eines E-Impfpasses damit, dass die Dokumentation des Impfstatus einer Person in der papierbasierten Form häufig unvollständig oder nicht durchgängig sei. (Quelle: ORF 1.7.2020)


Herdenimmunität in Ischgl ?

29.6.2020

Wenn es um die Herdenimmunität in Bezug auf COVID-19 geht, wird allgemein davon ausgegangen, dass sie erreicht wird, sobald 60 Prozent der Bevölkerung immun gegen SARS-CoV-2 sind. 40 ist das neue 60. Das zumindest sagen Mathematiker, wenn es um die Herdenimmunität bei COVID-19 geht. Der Trick: Ihr Modell bezieht Alter und soziale Aktivitäten mit ein. Im Zuge der Ischgl-Studie sind Ende April in Ischgl (Bezirk Landeck) knapp 1.500 Bewohnerinnen und Bewohner auf CoV und SARS-CoV-2-Antikörper getestet worden. Bei 42,4 Prozent der Studienteilnehmer konnten Antikörper nachgewiesen werden.


Spürst du die Welle kommen?

29.6.2020

Alle beschäftigt derzeit die Frage, ob es eine zweite Corona-Welle geben wird. Es gibt die Entspannten auf der einen und die Besorgten auf der anderen Seite. War alles bisher nur die Ruhe vor dem Sturm? In der Kronen Zeitung: "Eh schon wieder „alles paletti“ nach Corona, das gerade noch als „größte Krise seit dem 2. Weltkrieg“ galt? Wie sonst könnten sich an sogenannten Hotspots wie dem Wiener Donaukanal, in Einkaufsstraßen und -zentren Tausende Menschen auf engstem Raum drängen? Wie sonst werden kurz nach Auslaufen der Maskenpflicht in Supermärkten die wenigen weiterhin maskentragenden Kunden oft wie Aliens beäugt? Während die Masken dort, wo sie noch vorgeschrieben sind, immer öfter Richtung Hals rutschen… Gleichzeitig hören, schreiben und lesen wir von neuen weltweiten Rekord-Infektionszahlen. Aufflammenden Corona-Brandherden wie rund um die deutsche Fleischfabrik und beim Djokovic-Tennisturnier in Belgrad. Oder wie bei den Salzburger Rotariern oder jüngst bei oberösterreichischen Kirchgängern. Nein, „nix paletti“!


Mediziner warnt: Händeschütteln „noch zu früh“

26.6.2020

Die Menschen in Österreich haben immer weniger Angst vor dem Coronavirus, zeigt eine Untersuchung der Uni Wien. Der Mediziner Hans Peter-Hutter befürchtet einen weiter zunehmenden „Schlendrian“ und warnt: Für Dinge wie Händeschütteln sei es noch zu früh und empfiehlt "sehr dringend" auch Masken in Geschäften zu tragen. Es könne sein, dass die Lockerheit der Menschen im Umgang mit dem Virus weiter zunehme – und man diese Gefahr dann letztendlich völlig außer Acht lasse, befürchtet er im „Wien heute“-Interview.


Rotkreuz-App 2.0 online

29.6.2020

Die österreichische Rotkreuz-App in Version 2.0 kann man in den App-Stores finden. „Es bedurfte noch letzter Anpassungen an die neuen Schnittstellen von Apple und Google,“ sagte Michael Zettel, CEO von Accenture Austria zu ORF.at. Die deutsche Coronavirus-App hat es binnen weniger Tage auf über 10 Millionen Downloads gebracht. Für die datenhungrige britische Coronavirus-App wurde hingegen das Aus verkündet, die App hatte auf iPhones bis zuletzt nicht funktioniert.


Reisewarnungen weltweit

29.6.2020

Grundsätzlich rät das Außenministerium „dringend von allen nicht notwendigen Reisen, insbesondere von allen Urlaubsreisen“, ab. Hier finden Sie aktuelle Reisewarnungen und Kriterien für die Einstufung der Sicherheitssituation.


WHO warnt: Pandemie beschleunigt sich und zweite Welle rollt bereits

24.6.2020

„Die Pandemie beschleunigt sich“, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, in Genf. Weltweit sind bereits 9 Millionen Menschen erkrankt und fast eine halbe Million gestorben. „Die Welt ist in einer neuen und gefährlichen Phase“, sagte Tedros. „Viele Menschen haben verständlicherweise die Nase voll davon, zu Hause zu sein. Länder wollen Wirtschaft und Gesellschaftsleben wieder öffnen. Aber das Virus verbreitet sich schnell, es ist immer noch tödlich und die meisten Menschen können sich immer noch infizieren.“ Tedros beschwor alle Menschen, weiter Distanz zu halten und die Hände häufig zu waschen sowie andere Hygienemaßnahmen umzusetzen. Alle Infektionen müssten aufgespürt und Betroffene isoliert werden.


Maske als Joker gegen Ansteckung

23.6.2020

Seit einigen Tagen sind die Vorgaben für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes deutlich gelockert. Es war wohl ein Mix aus Druck der Wirtschaft, den bevorstehenden Sommertemperaturen und der aktuell geringen Verbreitung des Coronavirus in Österreich, der zu dieser Entscheidung führte. Nicht wenige tragen aber weiter, etwa auch im Supermarkt, die Maske. Mehrere Fachleute halten das – aus mehreren Gründen – für wichtig. Dafür sprachen sich mehrere Fachleute aus, auch ohne gesetzliche Pflicht die Maske weiterhin zu tragen. Sie sei „ein wirksames Mittel der Eindämmung“, werde aber genauso unterschätzt wie Händewaschen, sagte der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter. Das Tragen der Maske schütze nicht nur das „Ich“, sondern in selbem Maße das „Wir“. Laut Mikrobiologin Cornelia Lass-Flörl filtert auch ein selbstgenähter Mund-Nasen-Schutz einen Großteil von Partikeln.


Corona-News international

aktuell

Das geben Staat und Privat für Gesundheit aus

22.6.2020

2019 wurden in Österreich 44,37 Milliarden Euro für Gesundheit ausgegeben. Davon sind 32,70 Milliarden dem öffentlichen, 11,67 dem privaten Sektor zuzurechnen. Das österreichische Bruttoinlandsprodukt (BIP) belief sich im vergangenen Jahr auf zirka 399 Milliarden Euro.


In Österreich sind derzeit 442 Personen erkrankt

20.6.2020

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Österreich liegt bei 17.227. Insgesamt sind derzeit noch 442 Menschen am Coronavirus erkrankt. Spitzenreiter bei den Infektionen sind Tirol mit 0,47 Prozentanteil der Landesbevölkerung, Wien mit 0,19 Prozent und Niederösterreich mit 0,17 Prozent Bevölkerungsanteil.