Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


NÖ: Rettungsvertrag mit Slowakei in Aussicht

9.9.2019

Dass Patienten von Hainburg (Bezirk Bruck an der Leitha) im Notfall für eine Behandlung nicht nach Bratislava gebracht werden dürfen, hat u. a. beim Roten Kreuz für Kritik gesorgt. Derzeit dürfen Patientinnen und Patienten, für die das Landesklinikum Hainburg (Bezirk Bruck an der Leitha) nicht ausgerüstet ist, nicht nach Bratislava gebracht werden. Sie müssen in die Krankenhäuser nach Wien, Mödling, Wiener Neustadt oder Eisenstadt transportiert werden. Es fehlt ein Staatsvertrag als rechtliche Grundlage. Ziel des neuen Staatsvertrags mit der Slowakei sei es, dass sowohl österreichische als auch slowakische Rettungsautos mit Blaulicht in beiden Ländern unterwegs sein dürfen.


KH Oberwart: Baubewilligung erteilt

9.9.2019

Die Burgenländische Krankenanstalten-Ges.m.b.H. (KRAGES) hat die Baubewilligung für den geplanten Neubau des Krankenhauses in Oberwart erhalten. Ein Großteil der notwendigen Bescheide liege damit vor, die Behörden hätten „grünes Licht“ für den Neubau gegeben, so die KRAGES. 2020 soll mit den Arbeiten am neuen Krankenhaus begonnen werden. Die Bauphase soll planmäßig bis 2023 dauern, danach will man mit dem Probebetrieb und dem Umzug beginnen. Die ersten Patientinnen und Patienten sollen dann ab 2024 im neuen Krankenhaus behandelt werden können.


Neue länderübergreifende SOS-Alp App

9.9.2019

Tirol, Südtirol und Bayern machen bei Notfall-Alarmierungen gemeinsame Sache: In Wörgl ist die neue, kostenlose und länderübergreifende SOS-EU-Alp App präsentiert worden. Sie umfasst Rettungsdienste (Boden und Luft), Berg- und Wasserrettung sowie Feuerwehr. Der grenzübergreifende Notruf soll für eine möglichst schnelle Rettung sorgen. „Mit der neuen SOS-EU-Alp App wird eine schnelle und genaue Einsatzortermittlung ermöglicht. Vor allem bei einem Notfall im freien Gelände ist das – im Vergleich zur Ortung über Handymasten – angesichts der exakten GPS-Daten ein großer Vorteil.


"Habt keine Angst vor künstlicher Intelligenz"

1.9.2019

Bei den Alpbacher Technologiegesprächen wurde über die neuen Möglichkeiten durch künstliche Intelligenz und darüber, wie sie wahrgenommen wird, diskutiert. Die globale digitale Vernetzung umfasst fast alle Bereiche des Lebens – besonders KI verspricht in Disziplinen wie Medizin oder Bild- und Datenanalysen große Potenziale. „Künstliche Intelligenz kann helfen und sie kann schaden“, ergänzt KI-Pionier Sepp Hochreiter, Leiter des Instituts für Machine Learning an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz. Dieses zweischneidige Schwert macht vielen Laien Angst und wurde schon früh begründet. Künstliche Intelligenz ist ein Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem maschinellen Lernen befasst.


Finanzbedarf österreichischer Spitäler verdoppelt sich bis 2030

26.8.2019

"Fehlende politische Strategien und wenig öffentlich zugängliche Informationen machen es dem Gesundheitssystem schwer, den Kurs für die Zukunft festzulegen. Versorgung, Verantwortlichkeiten und Finanzierung müssen dringend bundesländerübergreifend aufeinander abgestimmt werden. Der dritte Teil der Philips Austria Studie legt den Fokus auf wichtige Kennzahlen des Krankenanstalten-Sektors und präsentiert erstmals Prognosen des Finanzbedarfs von Krankenhäusern bis 2030 – österreichweit, sowie im Bundesländervergleich." Die gesamte Studie ist abrufbar.


Wieder Mangel an Medikamenten

26.8.2019

Etwa 7.000 verschiedene Medikamente sind in Österreich normalerweise verfügbar (nicht eingerechnet rezeptfreie Produkte). Etwa 300 davon sind derzeit nicht lieferbar. Die Gründe sind vielfältig: der Preisdruck auf die Industrie, die Konzentration der Produktion an Standorten in China und Indien, Produktionsausfälle, unerwartet starke Nachfragen, gestiegene Qualitätsanforderungen oder Parallelexporte in andere Länder mit höherem Preisniveau. Die Apotheker wünschen sich nun, dass sie im Bedarfsfall ein Medikament, das nicht verfügbar ist, durch ein gleichwertiges Generikum ersetzen dürfen, ohne beim verschreibenden Arzt nachfragen zu müssen. Ärzte und Industrie sind strikt dagegen und fordern, die Therapiehoheit des Arztes nicht anzutasten.


Diskussion um künftiges Leitspital-Liezen

19.8.2019

Südlich des Bahnhofs von Stainach-Pürgg soll bis 2025 das Leitspital Liezen entstehen. Dieses soll statt den bestehenden drei Krankenhausstandorten Bad Aussee, Rottenmann und Schladming die zentrale Gesundheitsversorgung in der Region übernehmen. In einer Volksbefragung stimmten zwei Drittel der Bevölkerung, bei einer Wahlbeteiligung von 42 Prozent, gegen das Projekt. Nun taucht auch Kritik am Standort auf, da das Bauland möglicherweise für den Bau nicht geeignet sei. Demnächst sollen Bodenbeprobungen am ausgewählten Grundstück stattfinden, dann gibt es Klarheit.


Roboter als Pfleger und Rezeptionisten

19.8.2019

Krankenhäuser kämpfen mit Zeit- und Personalmangel. In Belgien unterstützen Roboter Patienten und Mitarbeiter. Bei Kindern und älteren Menschen erzielen die Roboter offenbar gute Ergebnisse. Der kleine, etwa kniehohe Roboter ist täglich im Krankenhaus „Centre Hospitalier Régional (CHR) de la Citadelle“ in Liège in Belgien im Einsatz. In den Wartezimmern unterhält er die kleinen Patienten mit Spielen, Quizfragen und Musik. Auch zum Tanzen und Mitmachen lädt der kleine Roboter ein, über richtig gelöste Aufgaben jubelt er. Zora, der Roboter, ist seit 2015 ein Mitarbeiter in La Citadelle. Das Krankenhaus habe es sich zum Ziel gesetzt, den technischen Fortschritt auszuprobieren und ihm eine Chance zu geben, berichtete Mylène Maigray, die für die Roboter im Krankenhaus zuständig ist. Zwar gibt es in unserem Alltag bereits viele Roboter, etwa zum Staubsaugen oder Mähen. Roboter, die mit dem Menschen kommunizieren und interagieren, sind aber bisher die Ausnahme. Der gleiche Roboter wird auch als Rezeptionist in einigen Hotels in Belgien verwendet. Dort gibt er Auskunft über oft gefragte Informationen, wie beispielsweise die Wettervorhersage, die Zeiten zum Ein- und Auschecken oder den Menüplan der Woche.


Steiermark: Neue Website online

19.8.2019

Nach Kritik über lange Wartezeiten beim Gesundheitstelefon 1450 in der Steiermark, reagiert der Gesundheitsfonds Steiermark und versprach Verbesserung. Gleichzeitig wurde die neue Website "ordination.st" eingerichtet. Sie zeigt die offenen Ordinationen. Schon am Anfang gab es an die 600 Zugriffe an Wochenenden 200 unter der Woche. Ein gutes Service - leider nur in der Steiermark.


„Pflege Service Burgenland“ gegründet

14.8.2019

Die Burgenländische Krankenanstalten-Gesellschaft betritt mit der Pflege Service Burgenland (PSB) laut eigenen Angaben „sozialpolitisches Neuland“ in Österreich. Die neue Gesellschaft ist eine gemeinnützige GmbH und eine 100-Prozent-Tochter der KRAGES. Für Burgenländer, die ihre Angehörigen pflegen, gebe es die Möglichkeit, als Betreuungskräfte angestellt und dadurch sozial und finanziell abgesichert zu werden. Am 1. Oktober soll die Gesellschaft ihren operativen Betrieb aufnehmen.


Masern „Gefahr für Millionen“

14.8.2019

Masern haben sich in den vergangenen Jahren wieder stärker ausgebreitet. Zwar sind die meisten geimpft, aber die Impfquote ist laut WHO noch zu niedrig, um die Krankheit zu stoppen. Bis Ende Juli wurden in 182 Ländern nach vorläufigen Zahlen fast 365.000 Masernfälle registriert, fast dreimal so viele wie im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres und mehr als im Gesamtjahr 2018. Auch in Österreich gibt es einen hohen Anstieg. Masern ist eine der ansteckendsten Krankheiten. Im Durchschnitt steckt ein Infizierter bzw. eine Infizierte mehr als ein Dutzend weitere Personen an. Betroffen sind zumeist Kinder. Je älter der Infizierte ist, desto gefährlicher wird die Krankheit. Selten kommt es auch zu Gehirnentzündungen, die tödlich enden können. Masernviren kann man sich über Speicheltröpfchen in der Luft einfangen. In Deutschland kommt die gesetzliche Impfpflicht. Ab März 2020 müssen Eltern vor der Aufnahme ihrer Kinder in eine Kita oder Schule nachweisen, dass diese geimpft sind. In Österreich diskutiert man noch ........


Künstliche Intelligenz: Der nächste Meilenstein in der Krebs-Diagnostik?

10.8.2019

Ein Team von Forschern und Entwicklern aus Nord- und Südamerika, Asien und Europa veranstaltete einen ausgeklügelten Wettbewerb; es ging um die Analyse von Gewebeproben aus Lymphknoten von Brustkrebs-Patientinnen. Heraus kam, dass die Top-AI-Systeme gar nicht mehr zu schlagen sind.


MR-Gerät im Spital Güssing nun länger in Betrieb

10.8.2019

Auf die harsche Kritik von Patienten und Ärzten an den langen Wartezeiten für eine Magnetresonanztomographie-Untersuchung (MRT) im Krankenhaus Güssing hat die burgenländische Spitalgesellschaft KRAGES nun reagiert. Sie hat mit Anfang August die Betriebszeiten des Geräts deutlich ausgeweitet. Statt wie bisher 48 Stunden ist das MRT-Gerät nun 70 Stunden pro Woche in Betrieb. Anmeldung und Wartezeiten sind nun auf der Homepage der KRAGES.


Gilt Umkleidezeit als Arbeitszeit?

10.8.2019

Die Diskussion um das Thema Umkleidezeit als Arbeitszeit treibt die Gesundheitsbranche in der Schweiz derzeit um. Gewerkschaften fordern, die Umkleidezeit zu vergüten. Einige Spitäler haben bereits reagiert, so hat sich etwa das Unispital Zürich für die Integration des Umkleidens in die Arbeitszeit entschieden. Viele Spitäler stellen sich aber gegen die finanzielle Abgeltung der Umkleidezeit. Auch das Spital Limmattal. Nun kommt das «Limmi» den Mitarbeitenden entgegen, wie die «Limmattaler Zeitung» berichtete. Das Spital führt vor dem Hintergrund der Umkleide-Frage eine neue Pausenregelung ein und schreibt 15 Minuten Arbeitszeit gut.


Unfassbare Zustände ?

15.7.2019

Nachdem eine 87-jährige Patientin 24 Stunden in einer Notaufnahme, ohne dass sich jemand um sie kümmerte, warten musste, kritisiert die Wiener Patientenanwältin den Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV). Die Patientin bekam nichts zu essen oder zu trinken, konnte ihre Arzneien nicht einnehmen und niemand half ihr dabei, das WC aufzusuchen. „Es ist längst überfällig, dass der Wiener KAV und andere Akteure Maßnahmen zur Entlastung der Notfallambulanzen vornehmen“, sagt Patientenanwältin Sigrid Pilz. Der KAV habe zwar ein Konzept "Erstversorgungsambulanz" entwickelt, dessen Umsetzung ist aber offen, liest man im Kurier.


RSG für Tirol beschlossen

10.7.2019

Die Landes-Zielsteuerungskommission hat die Tiroler Spitalsreform und den dafür notwendigen Regionalen Strukturplan Gesundheit beschlossen. Dieser beinhaltet die Optimierung des Ressourceneinsatzes durch verbesserte Planung des Leistungsangebotes. Im Zuge des Beschlusses des Regionalen Strukturplanes Gesundheit wurde auch die Grundlage zur Etablierung von sechs Primärversorgungseinheiten verteilt auf die vier Versorgungsregionen in Tirol geschaffen – drei im Zentralraum und jeweils eines in Tirol Nordost, Tirol West und Osttirol.


Lieferengpässe auch bei Medizinprodukten ?

9.7.2019

Etwa 30% der Medizinprodukte könnten im Fall eines ungeregelten Brexits ihre Zulassung in Österreich verlieren, warnt der Branchenverband Austromed. Es könnte auch zu Versorgungsengpässen kommen. Zu Medizinprodukten, die derzeit in Großbritannien zertifiziert werden, gehören unter anderem Implantate, Herzschrittmacher und In-vitro-Diagnostika wie Produkte, mit denen Blutproben auf Krankheiten getestet werden können.


Lieferengpässe bei Medikamenten häufen sich

8.7.2019

In Österreich kommt es immer öfter zu Lieferengpässen bei Medikamenten. Derzeit fehlen Dutzende Medikamente in den Apotheken. Patientenanwalt Gerald Bachinger warnt davor, dass sich die Situation noch verschärfen könnte. Lebenswichtige Medikamente fehlen. Dass solche Lieferschwierigkeiten keine Einzelfälle mehr sind und sich seit wenigen Jahren häufen, belegt auch ein digitales „Vertriebseinschränkungsregister“ auf der Webseite des BASG, das 40 bis 50 nicht lieferbare Arzneimittel listet. "Die pharmazeutische Industrie hat ganz klar ein ursächliches Interesse daran, dass ihre Produkte auch am Markt verfügbar sind. Wir haben in Österreich einen Arzneimittelschatz von über 13.000 Produkten, von denen über 99 Prozent lieferbar sind. Freilich wollen wir eine vollständige Lieferfähigkeit. Wir haben hier aber kein Österreich-spezifisches Problem, sondern ein weltweites, das noch dazu viele Ursachen hat." heisst es in einer Aussendung der Pharmig.


Wien erweitert Kapazitäten im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie

1.7.2019

Auf eine Erweiterung seiner Kapazitäten im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie - sowohl stationär als auch ambulant - will der Krankenanstaltenverbund (KAV) zukünftig setzen. So sollen ab Herbst in der Klinik Floridsdorf (Krankenhaus Nord) 24 stationäre Behandlungsplätze zur Verfügung stehen. Insgesamt verfügt der KAV derzeit über 79 Betten und 14 tagesklinische Plätze für die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung. Bis Ende des Jahres sollen es dann 124 sein.


LKH Graz verkürzt Wartezeiten für Krebs-Patienten

26.5.2019

Am LKH Graz ist die Erweiterung des Strahlentherapiezentrums eröffnet worden. Insgesamt acht Linearbeschleuniger sollen nun die Wartezeiten für steirische Krebs-Patienten deutlich verkürzen. Die Erweiterung der Strahlentherapie kostete 13 Mio. Euro.