Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Krebserkrankungen in Österreich

4.2.2019

Zum Jahresende 2016 lebten laut Statistik Austria 350.562 Personen mit einer Krebsdiagnose in Österreich. Zugleich wurden 40.718 Neuerkrankungen für das Jahr 2016 verzeichnet. Bei etwa der Hälfte aller neuen Fälle waren Brust, Prostata, Darm oder Lunge betroffen. Insgesamt führte bei 10.708 Männern und 9.352 Frauen im Jahr 2016 eine Krebserkrankung zum Tod. Damit waren Krebserkrankungen für etwa ein Viertel der jährlichen Todesfälle verantwortlich.


e-Card NEU

4.2.2019

Ab 1.1.2020 wird eine neue Generation von e-Cards ausgegeben, die auch mit einem Foto des Versicherten ausgestattet ist. Zusätzlich zu den bereits am Chip vorhandenen elektronischen Signaturen erhält die neue e-Card auch am Kartenkörper weitere Sicherheitsmerkmale. Mißbrauch soll damit verhindert werden. Die neue e-Card mit Foto wird dann automatisch zugestellt und das Bild soll von anderen bereits gespeicherten Staats-Datenbanken übernommen werden.


mit interessanten Themen

31.1.2019

Unter anderem die "Zukunft der Gesundheitssysteme bis 2030: eine Roadmap für globalen Fortschritt und Nachhaltigkeit". In diesem Artikel wird das Buch "Gesundheitssysteme: Zukunftsvorhersagen für Global Care", das von wichtigen politischen Entscheidungsträgern, Wissenschaftlern und Experten verfasst wurde, vorgestellt. Dabei wird ein Blick auf die Gesundheitssysteme und ihre voraussichtlichen Erfolge bis 2030 gerichtet. Die Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs ist Mitglied der International Hospital Federation.


Ärztemangel in den Bundesländern

30.1.2019

In Vorarlberg gibt es aus Sicht der Gebietskrankenkasse (VGKK) keinen Ärztemangel. Die Pensionierungen von Vertragsärzten in den nächsten zehn Jahren seien bekannt, man habe bisher so gut wie alle Stellen nachbesetzt und 21 neue Stellen geschaffen. Anders in den anderen Bundesländern, wo zahlreiche Kassenarztstellen nicht besetzt werden können. In Tirol fanden sich für 22 Stellen nur 6 Ärzte berichtet Tirols Ärztekammerpräsident Wechselberger. Er kritisiert, dass Ärzte wenig Lust haben, sich dem derzeitigen Kassensystem und schwachen Honoraren zu unterwerfen. Eine düstere Prognose stellt die Wiener Ärztekammer, wonach in den nächsten zehn Jahren 55 Prozent der Allgemeinmediziner mit Kassenvertrag in Pension gehen. Ein neuer Vorschlag kommt aus Wien: Um den Mangel an Kassen-Hausärzten in Wien auszugleichen, brauche es eine Strukturänderung, sagt Sigrid Pilz. Die Patientenanwältin möchte, dass andere Gesundheitsberufe wie Pflegekräfte mehr Verantwortung bekommen. „Warum soll nicht auch eine gut ausgebildete Pflegekraft, die mit einem Arzt oder einer Ärztin zusammenarbeitet, Hausbesuche machen, Wunden versorgen, Infusionen und Spritzen geben und Gespräche führen. Das wäre eine zukunftsfähige Entwicklung. Die ist in anderen Ländern auch schon Realität“, sagt Pilz in einem „Wien heute“-Interview.


Ab 9.2.2019: Medikamenten Fälschungsschutz in Kraft

29.1.2019

Mit der Veröffentlichung der Delegierten Verordnung (EU) 2016/161 im Februar 2016 begann die dreijährige Übergangsfrist der EU-weiten Serialisierungs- und Verifizierungsvorgaben für rezeptpflichtige Arzneimittel zu laufen. Ab 9. Februar 2019 gelten dann die strengen Vorgaben für Sicherheitsmerkmale auf Arzneimittelpackungen mit umfangreichen verpflichtenden Maßnahmen für das "Inverkehrbringen".


Kontroverse über Hausärztemangel

29.1.2019

Der drohende Hausärztemangel in Österreich sorgt erneut für Kontroversen. Immer weniger Hausärzte und -ärztinnen müssten immer mehr Kranke versorgen, kritisiert die Ärztekammer. Denn speziell auf dem Land gebe es viel zu wenig Nachwuchs. Derzeit sind in Österreich 68 Allgemeinmediziner- und 61 Fachärztestellen unbesetzt. Lange Wartezeiten sind die Folge. Speziell in Grippezeiten sind unsere Spitalsambulanzen nicht nur voll sondern übervoll. Auch im Nationalrat ist dies neben der Zusammenlegung der Sozialversicherungen ein Thema. Ob Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein die Zahl der Vertrags-Ärzte und Ärztinnen durch eine angedachte Strukturreform kurzfristig verbessern kann, ist ein ehrgeiziges Ziel. Ungemach gibt es auch bei der Zusammenlegung der Sozialversicherungen. Zur Kassenreform wollen sich einige Bundesländer an den Verfassungsgerichtshof wenden. Möglicherweise könnte die Umsetzung damit blockiert werden, so einige Stimmen. ²


Algorithmus erkennt Fehlalarme im Spital

24.1.2019

Üblicherweise funktionieren die verschiedenen Geräte zur Überwachung und Unterstützung der Vitalfunktionen, beispielsweise Kreislaufüberwachung und künstliche Beatmung, unabhängig voneinander. So auch auf der Neurochirurgischen Intensivstation des Unispitals Zürich. Jedes Messgerät schlägt auch unabhängig von den anderen Alarm, wenn ein bestimmter Schwellenwert unter- oder überschritten wird. Aber oft schlagen Messgeräte auch falschen Alarm. Damit sich das Personal auf die echten Notfälle konzentrieren kann, haben Forschende der ETH-Zürich einen lernenden Algorithmus geschaffen, der falsche und echte Alarme unterscheiden kann.


Sonderkrankenanstalt Breitenstein wird nach Mürzzuschlag verlegt

22.1.2019

Eine wirtschaftlich positive und zukunftsorientierte Weiterentwicklung am Standort Breitenstein war nicht zuletzt aufgrund der schlechten Verkehrsanbindung kritisch zu hinterfragen. Durch enge Kooperation zwischen der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB), Land Steiermark und KAGes wurde beschlossen, Breitenstein nach Mürzzuschlag zu übersiedeln. Diese neue Sonderkrankenanstalt für Stoffwechselerkrankungen, die rehabilitationsersetzende Maßnahmen erbringt, soll modernsten medizinischen und architektonischen Standards enstsprechen.


NÖ-Primärversorgung: 14 Zentren für 2021 geplant

21.1.2019

Während in Kärnten die Primärversorgungszentren (PVZ) mit längeren Öffnungszeiten weiter auf sich warten lassen und die Krankenhausambulanzen einzige Alternative sind, wurde in Niederösterreich das zweite PVZ eröffnet. In St. Pölten arbeiten seit Jahresbeginn drei praktische Ärzte und 22 Mitarbeiter unter einem Dach und verbinden die klassischen Leistungen eines Hausarztes mit Kassenvertrag mit den Aufgaben einer Akutambulanz.


Dieses Notruf-System ist weltweit ein Vorbild

14.1.2019

Jetzt noch als Pilotprojekt in Wien, Niederösterreich und Vorarlberg im Einsatz, soll es bald auf ganz Österreich erweitert werden. Vorreiter dazu ist Niederösterreich welches 2018 rund 1,5 Millionen Telefonate verzeichnete. Ohne diese telefonische Beratung wäre wahrscheinlich fast die Hälfte der Anruferinnen und Anrufer direkt in eine Notaufnahme gefahren oder hätte die Rettung gerufen, heißt es. An Spitzentagen werden in Niederösterreich bis zu 12.000 Anrufe entgegengenommen. 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind an den vier Standorten in St. Pölten, Mödling, Korneuburg und Zwettl tätig. Erweitert wurde das Angebot (Anm: leider nur) in Niederösterreich durch eine Notruf-App "Rettung Notruf NÖ" die bisher mehr als 13.000 Mal installiert wurde. Nach Registrierung wird im Notfall der genaue Standort für den Rettungsdienst mitübermittelt.


Spitals-Ambulanzen: Keine Entlastung durch Primärversorgungszentren (?)

14.1.2019

Eine Studie der imh GmbH analysierte die Herausforderungen für das Krankenhaus der Zukunft. Beim imh Krankenhaus-Vertrauensindex (KHVI) wurden 335 SpitalsmitarbeiterInnen befragt: über 70 % zeigen sich skeptisch bis ablehnend bei der Frage, ob Primärversorgungszentren die Ambulanzen wirklich entlasten. Dazu gibt es noch zu wenige, und sie müssten auch rund um die Uhr geöffnet haben ...


Neue Krebstherapien sind Fluch und Segen

14.1.2019

Krebstherapien sind die Hoffnung der Pharmabranche und Patienten. Für das Gesundheitswesen wird es aber teuer. Fast 40% mehr Krebskranke wird es laut Prognosen der Statistik Austria in den ­nächsten zwölf Jahren geben – eine Herausforderung für das Gesundheitssystem und eine Möglichkeit für den Pharmamarkt, der allerdings auch immer härter umkämpft ist. Verbesserungen bei Medikamenten und damit auch der Lebensqualität haben in den vergangenen Jahren zu einem Anstieg der Behandlungskosten geführt.


Österreich im Spitzenfeld

9.1.2019

Die Österreicher verbrachten 2016 durchschnittlich 8,2 Tage im Spital. Das ist im Vergleich der EU-Staaten Rang sieben. Am häufigsten waren Tschechen mit 9,6 Tagen jährlich stationär im Krankenhaus. Auf der anderen Seite waren die Niederländer mit nur 4,5 Tagen am wenigsten oft im Spital. Ein EU-Durchschnittswert wurde von Eurostat nicht ausgewiesen, da die Daten von drei Staaten – Griechenland, Portugal und Ungarn – fehlten.


Strafen für vergessene Arztvisiten

9.1.2019

Der Südtiroler Gesundheitsbetrieb will die Wartezeiten für fachärztliche Leistungen verkürzen. Eine der vorgesehenen Maßnahmen ist dabei ab Jänner ein Bußgeld in Höhe von 35 Euro für nicht wahrgenommene Arzttermine. Die Wartezeiten für fachärztliche Visiten an den Südtirolern Krankenhäusern sind nämlich äußerst lang. Im Schnitt warten Patienten in Bozen über 80 Tage auf eine Untersuchung. In Meran sind es 53 Tage, in Brixen 50 Tage. Für nicht-dringende Leistungen muss man in Südtirols Krankenhäusern sogar über 200 Tage an Wartezeit in Kauf zu nehmen - etwa für die Dermatologie. Maßnahmen wie ein zentral verwaltetes Vormerksystem haben in den letzten Monaten bereits für eine leichte Entspannung der Situation gesorgt.


Vorreiter bei Versorgung Frühgeborener

8.1.2019

Die Neonatologie am Uniklinikum Salzburg ist österreichweiter Vorreiter in der medizinischen Versorgung Frühgeborener. Sie wird jetzt auch erstes Ausbildungszentrum für entwicklungsfördernde Betreuung in Österreich.


MedAustron baut Krebstherapie aus

8.1.2018

Das Krebsbehandlungs- und Forschungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt ist seit fast zwei Jahren in Betrieb. Seit der Eröffnung wurden etwa 8.000 Behandlungen bei den ersten 250 Krebspatientinnen und -patienten durchgeführt. Mitte 2019 soll die Behandlung mit Kohlenstoffionen starten und bei jenen Patientinnen und Patienten helfen, deren Tumore strahlenresistent sind. Damit positioniert sich das MedAustron als eines von wenigen Zentren weltweit im Spitzenfeld der Ionentherapie.


„Oscar der Krankenhausbranche“

7.1.2019

Mit dem KlinikAward werden hervorragende Leistungen im Bereich Klinikmarketing des deutschsprachigen Raums ausgezeichnet und ein Anreiz für mehr Transparenz und Wettbewerb im Klinikmarkt geschaffen. Die in der Presse als „Oscar der Krankenhausbranche“ bezeichnete Auszeichnung wird zum elften Mal vergeben. Bisher wählte die Jury aus über 620 Bewerbungen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz die Gewinner der letzten zehn Ausschreibungen aus. Die nächste Bewerbungsrunde startet am 1. März 2019 und endet am 3. Juni 2019.


„Jungärzte wollen keine Einzelkämpfer sein“

7.1.2019

Vor dem Hintergrund des drohenden Ärztemangels fordert Patientenanwalt Gerald Bachinger bessere Rahmenbedingungen für Jungärzte. „Sie wollen nicht mehr in einer Einzelkämpferordination arbeiten“, sagt er. In den nächsten zehn bis 15 Jahren wird knapp die Hälfte der Ärztinnen und Ärzte das Pensionsalter erreichen. Bachinger fordert, dass man die Rahmenbedingungen im niedergelassenen Bereich an die Wünsche der Jungärzte anpassen sollte, um dem Ärztemangel am Land entgegenzuwirken. „Sie wollen etwas, das viele Generationen vor ihnen nicht gekannt haben, nämlich eine Work-Life-Balance“ ...


Neuer Chef der OÖ-Gesundheitsholding

2.1.2019

Die Spitalslandschaft in Oberösterreich wird von Grund auf neu gestaltet und nimmt nun auch personell langsam Form an. Franz Harnoncourt, langjähriger ärztlicher Direktor des Elisabethinen-Spitals, wird Leiter der oberösterreichischen Gesundheitsholding. Es werden die früheren Landesspitäler und das Linzer Kepler-Klinikum zu einer neuen Gesundheitsholding zusammengefasst. Er wird damit nach der Fusion Chef von rund 14.500 Mitarbeitern und leitet damit den größten Arbeitgeber Oberösterreichs. Harnoncourts Stellvertreter werden Karl Lehner und Harald Schöffl sein.


LKH Graz II wird zweitgrößter Spitalsverbund

1.1.2019

Am 1. Jänner 2019 nimmt das LKH Graz II seinen Betrieb auf - damit entsteht der zweitgrößte Spitalsverbund der Steiermark. Dafür werden ab dem nächsten Jahr vier Spitalsstandorte zusammengelegt. Die ehemalige Sigmund Freud Klinik, das LKH Graz-West in Eggenberg und die bisherigen LKH-Standorte Hörgas und Enzenbach nördlich von Graz werden zu einem Spitalsverbund. Erklärtes Ziel ist es, Synergien der unterschiedlichen Spitäler zu nutzen und die Zusammenarbeit besser zu strukturieren, um die Qualität der medizinischen Versorgung für die Patienten zu verbessern.