Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Neuer KRAGES-Chef

11.5.2018

Harald Keckeis aus Vorarlberg (links im Bild mit Landesrat Hans Peter Doskozil) ist der neue Geschäftsführer der Burgenländischen Krankenanstalten Gesellschaft. Er war bisher Leiter der Bereiche Finanzen, Controlling, Beteiligungen und IT bei der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft. Der 45-Jährige übernimmt ab 1. September die Geschäftsführung der Burgenländischen Krankenanstalten Gesellschaft.


Preisträger des diesjährigen Occursus stehen fest

9.5.2018

Der diesjährige Förderpreis ging an „Talking in Symbols“, ein nonverbales Kommunikationstool der Österreichischen-Kinder-Krebs-Hilfe. Mit dem Anerkennungspreis wurden der Verein PAN Austria, der krebskranke Jugendliche und junge Erwachsene begleitet, die telemedizinische Studie eSMART, die eine Software am Smartphone zur Betreuung von Krebspatienten während der Chemotherapie evaluiert, und die Entwicklung einer Leitlinie des Instituts für Pflegewissenschaften ausgezeichnet.


Tausende Abmeldungen - Experten sind entsetzt

8.5.2018

Die Debatte über die Freigabe von Daten des Elektronischen Gesundheitsakts (ELGA) für die Forschung hat zu tausenden Abmeldungen geführt. Wie der für den Betrieb zuständige ELGA-Manager sagte, haben sich allein im April 5.000 Patienten und Patientinnen von ELGA verabschiedet. Dabei hätte man sich den Wirbel aus seiner Sicht sparen können, denn die Öffnung von ELGA für die Forschung sei derzeit technisch gar nicht möglich. Zentral gespeichert wird nur das Patientinnen- und Patientenregister, das aber keine Informationen über Diagnosen enthält und auch nicht „weiß“, in welchen der verschiedenen Datenbanken die Unterlagen der einzelnen Patienten und Patientinnen lagern.


Wiens KH-Nord

7.5.2018

Das Krankenhaus (KH) Nord in Wien-Floridsdorf gilt gleich in zweierlei Hinsicht als Großbaustelle. Die Errichtung des Spitals mit 800 Betten sollte Wiens medizinische Versorgung auf neue Beine stellen, wurde aber von Planungschaos, stetig wachsenden Kosten, Verzögerungen und Skandalen begleitet. Nun steht der Bau - und im kommenden Jahr soll der erste Patient behandelt werden. ORF.at zeigt bis dahin die Baustelle im Bild.


Bodycams für mehr Sicherheit in der Klinik

4.5.2018

Als österreichweit erste Institution im Klinik- oder Spitalsbereich werden die tirol kliniken die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mit Bodycams ausstatten. Diese kleinen, am Körper getragenen Videokameras sollen der Sicherheit dienen. „Wo es früher eine Watsche gab, benutzt man heute die Faust“, so der Sicherheitschef und wies darauf hin, dass auch andere Kliniken und Spitäler, etwa Linz, Salzburg oder Wien „Probleme mit Übergriffen“ hätten. (Foto:tirol kliniken/Seiwald)


Spitalskeime: Fünfmal so viele Tote wie im Straßenverkehr

27.4.2018

"Schluss mit den Hygiene-Mängeln" fordert Patientenanwalt Gerald Bachinger und sieht dringenden Aufholbedarf bei der Spitalshygiene. Was ihn schockiert: Laut Studie des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sterben Jahr für Jahr 2400 Patienten an Spitalskeimen in Österreich – mindestens fünfmal so viele wie im Straßenverkehr. Österreich liegt mit einer Infektionsrate von fast sechs Prozent im europäischen Mittelfeld. „Würde es 2400 Verkehrstote pro Jahr geben, hätte die Politik sofort reagiert“, kritisiert Bachinger.


Datenschutz entschäft

25.4.2018

Am 25. Mai tritt das neue Gesetz in Kraft. Wirksam wird mit der Datenschutzgrundverordnung ein EU-Gesetz, das die Rechte der Bürger stärker soll, bei Betroffenen angesichts hoher Geldstrafen aber auch für Verunsicherung sorgen kann. Neben Firmen und Vereinen werden sich auch Ärzte und Patienten auf einige Änderungen einstellen müssen. Ärztliche Befunde via E-Mail an Patienten zu schicken wird dann endgültig verboten sein, auch Gesundheitsauskünfte am Telefon sind rechtlich fragwürdig. Bevor es jedoch mit der Durchsetzung ernst wird, hat Österreich mit einer beträchtlichen Entschärfung der Bestimmungen für Aufsehen gesorgt (ORF 25.4.2018).


ELGA vs. Datenschutz

24.4.2018

Ganz Österreich diskutiert über die elektronische Krankenakte ELGA und die von der Regierung geplante Weitergabe von Daten für Forschungszwecke. BM Hartinger-Klein sieht den Balanceakt zwischen umfassendem Datenschutz und medizinischer Forschung im Rahmen der Big Data-Analysen als gelungen: „Mit dem Entschließungsantrag haben wir eine für alle Seiten gute und tragbare Entscheidung erzielt. Die Patienten-Daten sind weiterhin gesichert und die Wissenschaft kann unter ganz bestimmten, klar geregelten Kriterien auf anonymisierte Daten zugreifen. ELGA ist von der neuen Datenschutzverordnung ausgenommen.


Experten tagten zu Primärversorgungszentren

23.4.2018

Probleme wie überfüllte Spitalsambulanzen und unbesetzbare Hausarztordinationen sollen „Primärversorgungszentren“ beseitigen. In Graz tagten europäische Experten zur Frage wie man neue Versorgungsnetzwerke am besten aufbaut. Am neuen Campus der Med Uni Graz diskutierten Experten darüber, wie man dafür sorgen kann, dass der Besuch des Hausarzts für alle Menschen einfach bleibt oder einfach wird.


AUVA und ELGA

20.4.2018

Leistungskürzungen bei der AUVA und die Schließung von Unfallspitälern sind für Beate Hartinger-Klein kein Thema. Bei den Beratungen im Nationalrat über das Gesundheitsbudget versicherte die Gesundheitsministerin, bei der Reform der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) gehe es einzig und allein um eine organisatorische Verschlankung der Strukturen und den Abbau von Bürokratie. Was ELGA betrifft, schloss sie eine Freigabe der diesbezüglichen Gesundheitsdaten mit Nachdruck aus. (Foto BM Hartinger-Klein mit BUKO-Präsident Koller bei der Bundeskonferenz)


Spezialambulanz für krebskranke Patienten

17.4.2018

40.000 Österreicher erkranken jedes Jahr neu an Krebs. Für immer mehr Betroffene ist das zwar kein Todesurteil mehr, dennoch ist die Diagnose für Patienten und deren Angehörige existenziell bedrohlich. Ergänzend zur medizinischen Betreuung bietet das Landeskrankenhaus Salzburg für Krebspatienten die „Lebensstilambulanz“ an. Hauptziel dieser in Österreich einzigartigen Spezialambulanz: Lebensqualität steigern.


Teilchenbeschleuniger wird weiterentwickelt

16.4.2018

Seit etwa eineinhalb Jahren werden im Krebsbehandlungs- und Forschungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt Krebspatienten behandelt. Mittels Teilchenbeschleuniger werden Strahlentherapien durchgeführt, die es weltweit nur in fünf anderen Zentren gibt. MedAustron ist nun mit dem Austrian Institut of Technology (AIT) eine Kooperation eingegangen. Die Weiterentwicklung des Beschleunigers ist eine zentrale Aufgabe des Teams von MedAustron. Sie ist notwendig, um auch künftig am aktuellsten Stand der Technik zu bleiben und nicht zuletzt die medizinische Anwendung noch effizienter und schneller zu machen.


Keine Leistungskürzungen bei AUVA !

12.4.2017

Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein hat gestern im Budgetausschuss des Parlaments Leistungskürzungen bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) ausgeschlossen. Für die Unfallkrankenhäuser gab die Ministerin nach den heftigen Protesten der vergangenen Tage neuerlich eine Bestandsgarantie ab, berichtete die Parlamentskorrespondenz. Die österreichweite Leistungsbilanz der AUVA läßt sich sehen: In den Einrichtungen der AUVA werden jährlich über 370.000 Patientinnen und Patienten auf medizinischem Spitzenniveau versorgt, davon mehr als 46.000 stationär. Davon waren 330.000 keine Arbeitsunfallpatienten. Die AUVA betreibt das Traumazentrum Wien mit den beiden Standorten Meidling und Lorenz Böhler, die Unfallkrankenhäuser Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Kalwang sowie die Rehabilitationszentren Meidling (Wien), Weißer Hof (NÖ), Häring (Tirol) und Tobelbad (Steiermark).


Erstes Kinder-Rehazentrum Österreichs eröffnet

3.4.2018

Etwa 5.000 Kinder und Jugendliche in Österreich brauchen eine Rehabilitation. Bisher mussten die Familien ins Ausland - vorwiegend nach Deutschland - ausweichen oder die Kinder wurden in Einrichtungen gemeinsam mit Erwachsenen behandelt. In Wildbad Einöd eröffnete Optimamed das Kinder-Rehabilitationszentrum mit 52 Reha-Plätzen für Kinder und Jugendliche.


Kärntner Chirurg schreibt Medizingeschichte

3.4.2018

Der Kärntner Chirurg Peter Zilla (Foto ORF) ist in die Fußstapfen des durch die erste Herztransplantation weltberühmt gewordenen Arztes Christiaan Barnard getreten. Er forscht am Groote Schuur Hospital Kapstadt daran, neuartige Herzklappen ohne große Operation zu ersetzen und entwickelte nun eine Herzklappe aus einem neuen Kunststoff. Sie ist billiger zu produzieren und bis zu zehn Mal länger haltbar als bisherige Klappen. Außerdem kann die Operation von Chirurgen in kleinen Krankenhäusern mit einem kleinen Schnitt, ohne Herz-Lungenmaschine und ohne teure bildgebende Verfahren durchgeführt werden.


Spitäler sparen bei Blutkonserven

6.5.2018

Blutspenden kann Leben retten. Das gelte auch weiterhin, aber Blutkonserven können für den Patienten auch Nachteile bringen, so ein Intensivmediziner vom Elisabethinen-Krankenhaus. In diesem Klagenfurter Spital wurde in den vergangenen Jahren um fast die Hälfte weniger Blutkonserven eingesetzt. Grund dafür ist unter anderem eine bessere Planung bei den Operationen. Laut Kabeg (Krankenanstalten-Betriebsgesellschaf) konnten innerhalb von drei Jahren auch in den Landesspitälern fast 500.000 Euro bei den Blutkonserven eingespart werden.


Knie aus dem 3D-Drucker

31.3.2018

Am Spital Einsiedeln (CH) werden den Patienten mit Kniearthrose seit Anfang 2017 Knieprothesen aus dem 3D-Drucker eingesetzt. Die Ärzte sind überzeugt, dass sich das Implantat aus dem Drucker individueller anpassen lässt als die bisher bekannten Knieprothesen. Das neue Knieimplantat sei präziser als seine Vorgänger an die individuelle Anatomie des Gelenks anpassbar, teilt das Spital Einsiedeln mit. Denn mit einer massgeschneiderten Prothese anstelle eines standardisierten Produktes müssen nur die tatsächlich arthrotischen Gelenkteile ersetzt werden.


Weltweiter Antibiotika-Verbrauch ist immens gestiegen

31.3.2018

Der weltweite Antibiotikaverbrauch ist einer Hochrechnung zufolge in den vergangenen 15 Jahren um rund 65 Prozent gestiegen. Besonders in wirtschaftlich aufstrebenden Ländern sei die Zunahme "dramatisch", berichten Wissenschaftler um Eili Klein vom US-Forschungszentrum CDDEP (Center for Disease Dynamics, Economics & Policy). „Antibiotika sind eine große Errungenschaft der Medizin. Durch sie können bakteriell verursachte Infektionskrankheiten wirksam geheilt werden. Aber je häufiger sie eingesetzt werden, umso öfter kommt es zu Resistenzen”, kommentiert Pharmig-Generalsekretär die Studie.


KHN und der Flughafen BERLIN

27.3.2018

Der Energetiker-Skandal ist ja auch nur die Spitze des Eisbergs, an dem einmal mehr ein öffentliches Großbauprojekt zerschellt ist, unter anderem kostenmäßig. Das KH Nord wird, wenn es im Sommer 2019 tatsächlich aufgesperrt werden sollte, etliche Jahre später und um viele hundert Millionen Euro teurer als geplant in Betrieb gehen. Ein wenig ist das KH Nord das, was der neue Flughafen BER für die Berliner ist: eine unendliche Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen.


Ärztemangel

27.3.2018

In ländlichen Regionen ist der Ärztemangel bereits spürbar und wird österreichweit noch zunehmen. Das Burgenland setzt nun Maßnahmen zur Sicherung der ländlichen medizinischen Versorgung, da in den nächsten Jahren 60 Prozent der Ärzte in Pension gehen. Stipendien für das Medizinstudium mit anschließender Verpflichtung, dann als Ärzte Kassenstellen im Land zu besetzen, wurden beschlossen. Das Land Niederösterreich startete Anfang Jänner die „Initiative Landarzt“. Sie sieht vor, dass bei Kassenstellen, die mehr als ein Jahr lang nicht besetzt werden können, die NÖ Landeskliniken-Holding vorübergehend einspringt. Sie soll Allgemeinmediziner für die Praxen zur Verfügung stellen. In der 2.000-Einwohner-Gemeinde Gresten gibt es nun einen dieser Härtefälle.