Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Umbau des Sozialversicherungssystems

23.5.2018

Der Ministerrat hat die Reform der Sozialversicherung abgenickt. Geplant ist die Zusammenlegung der derzeit 21 Träger auf maximal fünf. Mit Fusionen sowie Einsparungen bei Personal und Verwaltung soll bis 2023 eine Milliarde Euro eingespart werden. Margit Kraker, Präsidentin des Rechnungshofs (RH), zeigte sich angesichts der Zahlen „sehr skeptisch“. Kostenschätzungen seien „oft Wunschdenken“, so Kraker im ORF-„Report“. Konkret sollen die Versicherungen der gewerblichen Wirtschaft und die der Bauern zu einer gemeinsamen für die Selbstständigen fusioniert werden, jene für öffentlich Bedienstete und Eisenbahn/Bergbau zu einer für den öffentlichen Dienst, die Pensionsversicherungsanstalt bleibt bestehen. Die größte Fusion betrifft Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Die neun Gebietskrankenkassen werden zu einer „Österreichischen Gesundheitskasse“ („ÖGK“) zusammengelegt.


Trautenfels als Standort für neues Leitspital

22.5.2018

Im Rahmen des regionalen Strukturplans Gesundheit Steiermark wurde im November 2016 beschlossen, die drei Spitalsstandorte Bad Aussee, Rottenmann und Schladming zusammenzufassen. Das neue Leitspital im Bezirk Liezen ist jetzt fix, es wird im Raum Trautenfels angesiedelt werden und 250 Mio. Euro kosten.


KH Nord: Untersuchungskommission wurde eingesetzt

22.5.2018

Die Kritikpunkte sind bereits bekannt. Details aus dem RH-Bericht waren bereits im November des vergangenen Jahres bekannt geworden. Fehlentscheidungen wurden laut RH bereits zu Beginn des Megaprojekts getroffen: Entgegen der Empfehlung eines Gutachters habe sich der KAV ursprünglich dazu entschieden, alle Leistungen an einen Totalunternehmer zu vergeben. Dabei seien vier Jahre Zeitverlust entstanden.


Primärversorgung

22.52018

Oberösterreich bleibt Vorreiter in Sachen Primärversorgung: Zum ersten Mal in Österreich schließen sich im Bezirk Steyr-Land Ärzte und Therapeuten zusammen. Gearbeitet wird aber nicht unter einem Dach, sondern vernetzt. Ab Juli werden die Patienten aus Sierning, Neuzeug und Waldneukirchen gemeinsam betreut.


61. Kongress für Krankenhausmanagement war ein toller Erfolg

17.5.2018

Alles was im österreichischen Gesundheitswesen Rang und Namen hat, traf sich beim Kongress der Krankenhausmanager Österreichs im Linzer Design-Center von 14. bis 16. Mai 2018. Der Vorsitzende der Oberösterreichischen Krankenhausdirektoren Hermann Ganhör, konnte weit mehr als 400 Teilnehmer willkommen heißen. Hochkarätige Vortragende begleiteten uns bei der Betrachtung "Mensch sein im digitalen Krankenhaus" und gaben uns viel Diskussionsstoff mit. Einer der Höhepunkte war die digitale Reise durch den menschlichen Körper im Ars Electronica Center Linz. Univ.Prof Fellner führte uns in einer eindrucksvollen 3D-Präsentation durch das Körperinnere. Demnächst finden Sie mehr Berichte auf den Seiten der Vereinigung der Krankenhausdirektoren Oberösterreichs (VKDOOe).


Neuer Internetauftritt

14.5.2018

Die neue Homepage des Österreichischen Institutes für Krankenhausbetriebsführung (ÖIK) ist online gegangen. Im neuen Design werden zahlreiche aktuelle Ausbildungslehrgänge angeboten. Seit mehr als 30 Jahren bildet das ÖIK - auch in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsuniversität Wien - MitarbeiterInnen im Bereich des Krankenhausmanagements aus. Ziel des ÖIK ist es, eine bedarfsgerechte praxisbezogene Aus- und Fortbildung für die Führungskräfte auf gemeinnütziger Basis zu organisieren.


Neuer KRAGES-Chef

11.5.2018

Harald Keckeis aus Vorarlberg (links im Bild mit Landesrat Hans Peter Doskozil) ist der neue Geschäftsführer der Burgenländischen Krankenanstalten Gesellschaft. Er war bisher Leiter der Bereiche Finanzen, Controlling, Beteiligungen und IT bei der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft. Der 45-Jährige übernimmt ab 1. September die Geschäftsführung der Burgenländischen Krankenanstalten Gesellschaft.


Preisträger des diesjährigen Occursus stehen fest

9.5.2018

Der diesjährige Förderpreis ging an „Talking in Symbols“, ein nonverbales Kommunikationstool der Österreichischen-Kinder-Krebs-Hilfe. Mit dem Anerkennungspreis wurden der Verein PAN Austria, der krebskranke Jugendliche und junge Erwachsene begleitet, die telemedizinische Studie eSMART, die eine Software am Smartphone zur Betreuung von Krebspatienten während der Chemotherapie evaluiert, und die Entwicklung einer Leitlinie des Instituts für Pflegewissenschaften ausgezeichnet.


Tausende Abmeldungen - Experten sind entsetzt

8.5.2018

Die Debatte über die Freigabe von Daten des Elektronischen Gesundheitsakts (ELGA) für die Forschung hat zu tausenden Abmeldungen geführt. Wie der für den Betrieb zuständige ELGA-Manager sagte, haben sich allein im April 5.000 Patienten und Patientinnen von ELGA verabschiedet. Dabei hätte man sich den Wirbel aus seiner Sicht sparen können, denn die Öffnung von ELGA für die Forschung sei derzeit technisch gar nicht möglich. Zentral gespeichert wird nur das Patientinnen- und Patientenregister, das aber keine Informationen über Diagnosen enthält und auch nicht „weiß“, in welchen der verschiedenen Datenbanken die Unterlagen der einzelnen Patienten und Patientinnen lagern.


Wiens KH-Nord

7.5.2018

Das Krankenhaus (KH) Nord in Wien-Floridsdorf gilt gleich in zweierlei Hinsicht als Großbaustelle. Die Errichtung des Spitals mit 800 Betten sollte Wiens medizinische Versorgung auf neue Beine stellen, wurde aber von Planungschaos, stetig wachsenden Kosten, Verzögerungen und Skandalen begleitet. Nun steht der Bau - und im kommenden Jahr soll der erste Patient behandelt werden. ORF.at zeigt bis dahin die Baustelle im Bild.


Bodycams für mehr Sicherheit in der Klinik

4.5.2018

Als österreichweit erste Institution im Klinik- oder Spitalsbereich werden die tirol kliniken die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mit Bodycams ausstatten. Diese kleinen, am Körper getragenen Videokameras sollen der Sicherheit dienen. „Wo es früher eine Watsche gab, benutzt man heute die Faust“, so der Sicherheitschef und wies darauf hin, dass auch andere Kliniken und Spitäler, etwa Linz, Salzburg oder Wien „Probleme mit Übergriffen“ hätten. (Foto:tirol kliniken/Seiwald)


Spitalskeime: Fünfmal so viele Tote wie im Straßenverkehr

27.4.2018

"Schluss mit den Hygiene-Mängeln" fordert Patientenanwalt Gerald Bachinger und sieht dringenden Aufholbedarf bei der Spitalshygiene. Was ihn schockiert: Laut Studie des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sterben Jahr für Jahr 2400 Patienten an Spitalskeimen in Österreich – mindestens fünfmal so viele wie im Straßenverkehr. Österreich liegt mit einer Infektionsrate von fast sechs Prozent im europäischen Mittelfeld. „Würde es 2400 Verkehrstote pro Jahr geben, hätte die Politik sofort reagiert“, kritisiert Bachinger.


Datenschutz entschäft

25.4.2018

Am 25. Mai tritt das neue Gesetz in Kraft. Wirksam wird mit der Datenschutzgrundverordnung ein EU-Gesetz, das die Rechte der Bürger stärker soll, bei Betroffenen angesichts hoher Geldstrafen aber auch für Verunsicherung sorgen kann. Neben Firmen und Vereinen werden sich auch Ärzte und Patienten auf einige Änderungen einstellen müssen. Ärztliche Befunde via E-Mail an Patienten zu schicken wird dann endgültig verboten sein, auch Gesundheitsauskünfte am Telefon sind rechtlich fragwürdig. Bevor es jedoch mit der Durchsetzung ernst wird, hat Österreich mit einer beträchtlichen Entschärfung der Bestimmungen für Aufsehen gesorgt (ORF 25.4.2018).


ELGA vs. Datenschutz

24.4.2018

Ganz Österreich diskutiert über die elektronische Krankenakte ELGA und die von der Regierung geplante Weitergabe von Daten für Forschungszwecke. BM Hartinger-Klein sieht den Balanceakt zwischen umfassendem Datenschutz und medizinischer Forschung im Rahmen der Big Data-Analysen als gelungen: „Mit dem Entschließungsantrag haben wir eine für alle Seiten gute und tragbare Entscheidung erzielt. Die Patienten-Daten sind weiterhin gesichert und die Wissenschaft kann unter ganz bestimmten, klar geregelten Kriterien auf anonymisierte Daten zugreifen. ELGA ist von der neuen Datenschutzverordnung ausgenommen.


Experten tagten zu Primärversorgungszentren

23.4.2018

Probleme wie überfüllte Spitalsambulanzen und unbesetzbare Hausarztordinationen sollen „Primärversorgungszentren“ beseitigen. In Graz tagten europäische Experten zur Frage wie man neue Versorgungsnetzwerke am besten aufbaut. Am neuen Campus der Med Uni Graz diskutierten Experten darüber, wie man dafür sorgen kann, dass der Besuch des Hausarzts für alle Menschen einfach bleibt oder einfach wird.


AUVA und ELGA

20.4.2018

Leistungskürzungen bei der AUVA und die Schließung von Unfallspitälern sind für Beate Hartinger-Klein kein Thema. Bei den Beratungen im Nationalrat über das Gesundheitsbudget versicherte die Gesundheitsministerin, bei der Reform der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) gehe es einzig und allein um eine organisatorische Verschlankung der Strukturen und den Abbau von Bürokratie. Was ELGA betrifft, schloss sie eine Freigabe der diesbezüglichen Gesundheitsdaten mit Nachdruck aus. (Foto BM Hartinger-Klein mit BUKO-Präsident Koller bei der Bundeskonferenz)


Spezialambulanz für krebskranke Patienten

17.4.2018

40.000 Österreicher erkranken jedes Jahr neu an Krebs. Für immer mehr Betroffene ist das zwar kein Todesurteil mehr, dennoch ist die Diagnose für Patienten und deren Angehörige existenziell bedrohlich. Ergänzend zur medizinischen Betreuung bietet das Landeskrankenhaus Salzburg für Krebspatienten die „Lebensstilambulanz“ an. Hauptziel dieser in Österreich einzigartigen Spezialambulanz: Lebensqualität steigern.


Teilchenbeschleuniger wird weiterentwickelt

16.4.2018

Seit etwa eineinhalb Jahren werden im Krebsbehandlungs- und Forschungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt Krebspatienten behandelt. Mittels Teilchenbeschleuniger werden Strahlentherapien durchgeführt, die es weltweit nur in fünf anderen Zentren gibt. MedAustron ist nun mit dem Austrian Institut of Technology (AIT) eine Kooperation eingegangen. Die Weiterentwicklung des Beschleunigers ist eine zentrale Aufgabe des Teams von MedAustron. Sie ist notwendig, um auch künftig am aktuellsten Stand der Technik zu bleiben und nicht zuletzt die medizinische Anwendung noch effizienter und schneller zu machen.


Keine Leistungskürzungen bei AUVA !

12.4.2017

Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein hat gestern im Budgetausschuss des Parlaments Leistungskürzungen bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) ausgeschlossen. Für die Unfallkrankenhäuser gab die Ministerin nach den heftigen Protesten der vergangenen Tage neuerlich eine Bestandsgarantie ab, berichtete die Parlamentskorrespondenz. Die österreichweite Leistungsbilanz der AUVA läßt sich sehen: In den Einrichtungen der AUVA werden jährlich über 370.000 Patientinnen und Patienten auf medizinischem Spitzenniveau versorgt, davon mehr als 46.000 stationär. Davon waren 330.000 keine Arbeitsunfallpatienten. Die AUVA betreibt das Traumazentrum Wien mit den beiden Standorten Meidling und Lorenz Böhler, die Unfallkrankenhäuser Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Kalwang sowie die Rehabilitationszentren Meidling (Wien), Weißer Hof (NÖ), Häring (Tirol) und Tobelbad (Steiermark).


Erstes Kinder-Rehazentrum Österreichs eröffnet

3.4.2018

Etwa 5.000 Kinder und Jugendliche in Österreich brauchen eine Rehabilitation. Bisher mussten die Familien ins Ausland - vorwiegend nach Deutschland - ausweichen oder die Kinder wurden in Einrichtungen gemeinsam mit Erwachsenen behandelt. In Wildbad Einöd eröffnete Optimamed das Kinder-Rehabilitationszentrum mit 52 Reha-Plätzen für Kinder und Jugendliche.