Bundeskonferenz der Krankenhausmanager Österreichs


News


Krankenhaus-Keime: „Es lässt sich nicht verhindern“

22.6.2018

... meint der Düsseldorfer Gesundheitsdezernent und informiert, dass kürzlich 22 Patienten in den Uni-Kliniken daran erkrankt waren und elf von ihnen gestorben sind. Künftig sollen alle Patienten freiwillig auf multiresistente Keime getestet werden und weiter „Wir haben die Situation jetzt wieder im Griff“.


Krisenmanagement: Im Ernstfall vorbereitet - Katastropheneinsatz

18.6.2018

Großschadensereignisse wie etwa Naturkatastrophen oder Unfälle, Brandereignisse oder gar gezielte Gewalt bei terroristischen Anschlägen stellen unsere Gesellschaft und unser Gesundheitssystem vor extreme Herausforderungen. In so einem Ernstfall müssen viele Betroffene gleichzeitig und adäquat behandelt werden. Die Bergung und der geordnete Transport ins richtige Krankenhaus, die richtige Priorisierung der Aufgaben und die operative Versorgung vieler Schwerverletzter, aber auch die Information der Angehörigen müssen organisiert sein. Wie Mediziner selbst mit solchen Ausnahmesituationen umgehen bzw. was Ärzte von erfahrenen Notfallexperten lernen können, war Thema der „Trauma-Lounge“, einer interdisziplinären Fortbildung in Feldkirch.


Smart Innovation im Steyrer Spital

18.6.2018

Wie das Krankenhaus der Zukunft aussehen kann, erfuhren rund 30 Interessierte beim Smart Innovation Stammtisch 4.0 im Steyrer Spital. Gerätetracking, Tracking zum Schutz vom eigenen Personal oder Tracking von desorientierten und dementen Patienten durch sogenannte wearables, wie Armbänder, sind bereits in der Testphase. In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Greiner Bio-One wurde in einem Pilotprojekt GeT (Greiner eHealth Technology) entwickelt. Der gesamte Blutabnahmeprozess wurde dabei von bisher elf Schritten auf nur sechs Schritte verkürzt.


Digitalisierung ist Chefsache geworden

13.6.2018

Mit einem Teilnehmerrekord endete am Freitag in Berlin der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit. Für drei Tage waren insgesamt 8.400 Entscheider aus dem deutschen Gesundheitswesen zur größten Branchenveranstaltung zusammengekommen, um sich zu gesundheitspolitischen Fragen auszutauschen. Das Leitthema beim diesjährigen Hauptstadtkongress lautete “Digitalisierung und vernetzte Gesundheit”.


Multiresistente Keime

4.6.2018

Das Problem mit multiresistenten Keimen nimmt zu. Die Keime würden oft aus anderen Ländern importiert, bestätigt der Vorarlberger Landessanitätsdirektor. Zweierlei Arten von resistenten Keimen sind zu unterscheiden: Keime die aufgrund einer zu massiven Antibiotika-Behandlung resistent wurden und meist harmlos sind und Keime, die eine Resistenz gegen verschiedene Antibiotika entwickelt haben, genannt multiresistente Keime. Die Keime würden meist importiert, sie können aus Italien, der Türkei oder Ägypten kommen oder ......? In Düsseldorf sollen elf Menschen in der Uniklinik an einem multiresistentem Erreger gestorben sein. Die Klinik wehrt sich gegen die schwere Kritik. Was tun Krankenhäuser, um solche Infektionen zu vermeiden und wie häufig kommt so etwas vor?


Kassenreform sorgt für heftige Diskussionen

1.6.2018

Weniger Krankenversicherungsträger, weniger Funktionäre, Einsparungen in der Höhe von einer Milliarde und gleiche Leistungen für die Versicherten. So stellt sich die Regierung die Reform der Krankenversicherungen vor was zu vielen kritischen Reaktionen aus allen Lagern führt. Wissenschafter sehen hingegen den Reformbedarf gegeben. Österreichs Sozial- und Gesundheitssystem sei auf einem guten Weg. Insgesamt habe sich die Qualität und der Zugang zu den Gesundheitssystemen weltweit verbessert, lobt eine Studie, die in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde. In der Rangliste liegen Island (97,1 Punkte von 100), Norwegen (96,6) und die Niederlande (96,1) an der Spitze. Österreichs Gesundheitssystem kommt mit insgesamt 93,9 von 100 Punkten auf Platz 13 – im Jahr 2000 waren es noch 87,4, im Jahr 1990 gerade 80,9 Punkte. Von den Experten bekam Österreich fast durchgehend gute Werte.


Die Steiermark ist ein Praxistestland für die Gesundheitsreform.

28.5.2018

Die Steiermark krempelt ihr Gesundheitswesen um, Spitalschließungen von sechs Spitälern inklusive. In Summe werden bis 2025 900 Betten abgebaut. Im zentral gelegenen Stainach wird ein neues Krankenhaus gebaut. Es soll 2025 in Betrieb gehen. Oberwart und Hartberg könnten eine Einheit bilden und mit Kärnten wird die Kooperation, sobald es den Koralmtunnel gibt, an Relevanz gewinnen.


Umbau des Sozialversicherungssystems

23.5.2018

Der Ministerrat hat die Reform der Sozialversicherung abgenickt. Geplant ist die Zusammenlegung der derzeit 21 Träger auf maximal fünf. Mit Fusionen sowie Einsparungen bei Personal und Verwaltung soll bis 2023 eine Milliarde Euro eingespart werden. Margit Kraker, Präsidentin des Rechnungshofs (RH), zeigte sich angesichts der Zahlen „sehr skeptisch“. Kostenschätzungen seien „oft Wunschdenken“, so Kraker im ORF-„Report“. Konkret sollen die Versicherungen der gewerblichen Wirtschaft und die der Bauern zu einer gemeinsamen für die Selbstständigen fusioniert werden, jene für öffentlich Bedienstete und Eisenbahn/Bergbau zu einer für den öffentlichen Dienst, die Pensionsversicherungsanstalt bleibt bestehen. Die größte Fusion betrifft Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Die neun Gebietskrankenkassen werden zu einer „Österreichischen Gesundheitskasse“ („ÖGK“) zusammengelegt.


Trautenfels als Standort für neues Leitspital

22.5.2018

Im Rahmen des regionalen Strukturplans Gesundheit Steiermark wurde im November 2016 beschlossen, die drei Spitalsstandorte Bad Aussee, Rottenmann und Schladming zusammenzufassen. Das neue Leitspital im Bezirk Liezen ist jetzt fix, es wird im Raum Trautenfels angesiedelt werden und 250 Mio. Euro kosten.


KH Nord: Untersuchungskommission wurde eingesetzt

22.5.2018

Die Kritikpunkte sind bereits bekannt. Details aus dem RH-Bericht waren bereits im November des vergangenen Jahres bekannt geworden. Fehlentscheidungen wurden laut RH bereits zu Beginn des Megaprojekts getroffen: Entgegen der Empfehlung eines Gutachters habe sich der KAV ursprünglich dazu entschieden, alle Leistungen an einen Totalunternehmer zu vergeben. Dabei seien vier Jahre Zeitverlust entstanden.


Primärversorgung

22.52018

Oberösterreich bleibt Vorreiter in Sachen Primärversorgung: Zum ersten Mal in Österreich schließen sich im Bezirk Steyr-Land Ärzte und Therapeuten zusammen. Gearbeitet wird aber nicht unter einem Dach, sondern vernetzt. Ab Juli werden die Patienten aus Sierning, Neuzeug und Waldneukirchen gemeinsam betreut.


61. Kongress für Krankenhausmanagement war ein toller Erfolg

17.5.2018

Alles was im österreichischen Gesundheitswesen Rang und Namen hat, traf sich beim Kongress der Krankenhausmanager Österreichs im Linzer Design-Center von 14. bis 16. Mai 2018. Der Vorsitzende der Oberösterreichischen Krankenhausdirektoren Hermann Ganhör, konnte weit mehr als 400 Teilnehmer willkommen heißen. Hochkarätige Vortragende begleiteten uns bei der Betrachtung "Mensch sein im digitalen Krankenhaus" und gaben uns viel Diskussionsstoff mit. Einer der Höhepunkte war die digitale Reise durch den menschlichen Körper im Ars Electronica Center Linz. Univ.Prof Fellner führte uns in einer eindrucksvollen 3D-Präsentation durch das Körperinnere. Demnächst finden Sie mehr Berichte auf den Seiten der Vereinigung der Krankenhausdirektoren Oberösterreichs (VKDOOe).


Neuer Internetauftritt

14.5.2018

Die neue Homepage des Österreichischen Institutes für Krankenhausbetriebsführung (ÖIK) ist online gegangen. Im neuen Design werden zahlreiche aktuelle Ausbildungslehrgänge angeboten. Seit mehr als 30 Jahren bildet das ÖIK - auch in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsuniversität Wien - MitarbeiterInnen im Bereich des Krankenhausmanagements aus. Ziel des ÖIK ist es, eine bedarfsgerechte praxisbezogene Aus- und Fortbildung für die Führungskräfte auf gemeinnütziger Basis zu organisieren.


Neuer KRAGES-Chef

11.5.2018

Harald Keckeis aus Vorarlberg (links im Bild mit Landesrat Hans Peter Doskozil) ist der neue Geschäftsführer der Burgenländischen Krankenanstalten Gesellschaft. Er war bisher Leiter der Bereiche Finanzen, Controlling, Beteiligungen und IT bei der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft. Der 45-Jährige übernimmt ab 1. September die Geschäftsführung der Burgenländischen Krankenanstalten Gesellschaft.


Preisträger des diesjährigen Occursus stehen fest

9.5.2018

Der diesjährige Förderpreis ging an „Talking in Symbols“, ein nonverbales Kommunikationstool der Österreichischen-Kinder-Krebs-Hilfe. Mit dem Anerkennungspreis wurden der Verein PAN Austria, der krebskranke Jugendliche und junge Erwachsene begleitet, die telemedizinische Studie eSMART, die eine Software am Smartphone zur Betreuung von Krebspatienten während der Chemotherapie evaluiert, und die Entwicklung einer Leitlinie des Instituts für Pflegewissenschaften ausgezeichnet.


Tausende Abmeldungen - Experten sind entsetzt

8.5.2018

Die Debatte über die Freigabe von Daten des Elektronischen Gesundheitsakts (ELGA) für die Forschung hat zu tausenden Abmeldungen geführt. Wie der für den Betrieb zuständige ELGA-Manager sagte, haben sich allein im April 5.000 Patienten und Patientinnen von ELGA verabschiedet. Dabei hätte man sich den Wirbel aus seiner Sicht sparen können, denn die Öffnung von ELGA für die Forschung sei derzeit technisch gar nicht möglich. Zentral gespeichert wird nur das Patientinnen- und Patientenregister, das aber keine Informationen über Diagnosen enthält und auch nicht „weiß“, in welchen der verschiedenen Datenbanken die Unterlagen der einzelnen Patienten und Patientinnen lagern.


Wiens KH-Nord

7.5.2018

Das Krankenhaus (KH) Nord in Wien-Floridsdorf gilt gleich in zweierlei Hinsicht als Großbaustelle. Die Errichtung des Spitals mit 800 Betten sollte Wiens medizinische Versorgung auf neue Beine stellen, wurde aber von Planungschaos, stetig wachsenden Kosten, Verzögerungen und Skandalen begleitet. Nun steht der Bau - und im kommenden Jahr soll der erste Patient behandelt werden. ORF.at zeigt bis dahin die Baustelle im Bild.


Bodycams für mehr Sicherheit in der Klinik

4.5.2018

Als österreichweit erste Institution im Klinik- oder Spitalsbereich werden die tirol kliniken die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mit Bodycams ausstatten. Diese kleinen, am Körper getragenen Videokameras sollen der Sicherheit dienen. „Wo es früher eine Watsche gab, benutzt man heute die Faust“, so der Sicherheitschef und wies darauf hin, dass auch andere Kliniken und Spitäler, etwa Linz, Salzburg oder Wien „Probleme mit Übergriffen“ hätten. (Foto:tirol kliniken/Seiwald)


Spitalskeime: Fünfmal so viele Tote wie im Straßenverkehr

27.4.2018

"Schluss mit den Hygiene-Mängeln" fordert Patientenanwalt Gerald Bachinger und sieht dringenden Aufholbedarf bei der Spitalshygiene. Was ihn schockiert: Laut Studie des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sterben Jahr für Jahr 2400 Patienten an Spitalskeimen in Österreich – mindestens fünfmal so viele wie im Straßenverkehr. Österreich liegt mit einer Infektionsrate von fast sechs Prozent im europäischen Mittelfeld. „Würde es 2400 Verkehrstote pro Jahr geben, hätte die Politik sofort reagiert“, kritisiert Bachinger.


Datenschutz entschäft

25.4.2018

Am 25. Mai tritt das neue Gesetz in Kraft. Wirksam wird mit der Datenschutzgrundverordnung ein EU-Gesetz, das die Rechte der Bürger stärker soll, bei Betroffenen angesichts hoher Geldstrafen aber auch für Verunsicherung sorgen kann. Neben Firmen und Vereinen werden sich auch Ärzte und Patienten auf einige Änderungen einstellen müssen. Ärztliche Befunde via E-Mail an Patienten zu schicken wird dann endgültig verboten sein, auch Gesundheitsauskünfte am Telefon sind rechtlich fragwürdig. Bevor es jedoch mit der Durchsetzung ernst wird, hat Österreich mit einer beträchtlichen Entschärfung der Bestimmungen für Aufsehen gesorgt (ORF 25.4.2018).